Kreiszeitung Böblinger Bote

Die zweite Zirkus-Aufführung der Ludwig-Uhland-Schule brachte auch Schüler der Käthe-Kollwitz-Schule auf die Bühne.

Die Idee, einen Zirkus auf die Beine zu stellen, entstand vergangenes Jahr. Bei der Faschingsfeier der Ludwig-Uhland- Grundschule stand damals Zirkus auf dem Programm und die Resonanz darauf war so positiv, dass als Folge der großen Begeisterung dann die Zirkus-AG mit rund 50 Kindern entstand.

Von Julia Bosch

BÖBLINGEN. Bei der zweiten Zirkusaufführung vergangene Woche unter dem Motto „Der Zirkus auf großer Fahrt“ war jetzt die gesamte Schülerschaft der Ludwig-Uhland- Schule beteiligt. Die Kinder der Zirkus-AG übernahmen die klassischen Zirkusrollen wie Akrobat, Clown, Zauberer oder Jongleur, alle anderen fungierten als tanzende Teufelchen, Reporter, Schiffsmäuse oder Matrosen.
Die diesjährige Aufführung in der Turnhalle der Grundschule stand unter dem Motto „Der Zirkus auf großer Fahrt“. Aus diesem Grund war auf der Bühne ein großes Schiff zu sehen, auf dem die Zirkusshow stattfand. Die Geschichte, die sich durch die gesamte Aufführung zog, war, dass die Clowns von ihrem ursprünglichen Zirkus verjagt worden waren und dann mit einem Schiff auf Reise gingen. So waren beispielsweise die mit Tellern jonglierenden Kinder als Matrosen verkleidet. Dann ging es über Ungarn in eine sehr trockene Region, wo so viel Sand herumflog, dass die Kinder mit Stäben Regen machen mussten und die Jongleure versuchten, mit ihren Tüchern den Sand „wegzujonglieren“.
Auch die Kooperationsklasse der Käthe-Kollwitz-Schule, mit der die Ludwig-Uhland-Schule nun seit knapp 20 Jahren zusammenarbeitet, war am Zirkusprojekt beteiligt. Die fünf behinderten Kinder stellten Schiffsmäuse dar, die auf dem Schiff herumtollten.
Die Rektorin Elke Gnau-Hermann (51) ist stolz: „Man muss wissen, am Anfang konnte wirklich kein einziges Kind der Zirkus-AG jonglieren oder Einrad fahren und am Ende hat das alles geklappt. Auch unsere Kooperationskinder der Käthe-Kollwitz-Schule waren am Anfang eher schüchtern und sind bei der Aufführung dann total sicher auf dem Schiff herumgeklettert.“
Den Höhepunkt der Aufführung bildete die Akrobatik-Nummer und zum Abschluss waren dann wieder die Clowns zu sehen, die sich beim Kapitän des Schiffs, dafür dass er sie aufgenommen hatte, mit einem abschließenden Streich „bedankten“.

Dranbleiben soll sich lohnen, lautet die Botschaft
Vermitteln möchte die Schule den Kindern mit dem Projekt vor allem, dass sich Dranbleiben lohnt: „Die Kinder haben gemerkt, wenn sie bei einer Sache dabei bleiben und nicht die Freude verlieren, klappt alles“, so Gnau-Hermann.
Sämtliche Requisiten und finanzielle Mittel hat der Zirkus „Ludwando“ der tatkräftigen Arbeit und Werbung des Fördervereins der Schule zu verdanken. So sponserten die Bürgerstiftung Böblingen, die Daimler AG und die Stiftung der Volksbank dem Förderverein ausreichend Gelder, um die typischen Zirkusrequisiten zu besorgen.
Rektorin Elke Gnau-Hermann, die in der 2. Klasse unterrichtet, erzählt, sie habe nach dem Projekt die Kinder nun Geschichten schreiben lassen, wie es ihnen gefallen hat. Eine Schülerin schrieb: „Am Anfang hatte ich immer Bauchweh, aber dann habe ich gemerkt, dass ich es hinbekomme und das war richtig toll.“ Nächstes Jahr wird es wieder ein Zirkusprojekt mit Aufführung geben. Wie die genau aussieht, ist noch nicht klar.

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