Amtsblatt Böblingen – Nr. 33

Die Bürgerstiftung Böblingen hat anlässlich des Bambini-Laufs am 24. Juli 2016 jedem Kind, das sich bei ihr über eine Schule oder Kindertageseinrichtung angemeldet hat, ein T-Shirt geschenkt. 161 Kinder aus sechs Kindertageseinrichtungen und einer Grundschule haben mit ihren grünen Bürgerstiftungs-Shirts für bunte Flecken in der Läufermenge gesorgt.

Zusätzlich erhalten die drei Kindertageseinrichtungen mit der im Verhältnis zur Kitagröße höchsten Teilnehmerzahl einen Zuschuss zur Anschaffung eines Sportgeräts. 300,00 Euro gehen an die Kita Geschwister-Scholl-Straße 15,200,00 Euro an die Kita Ostelsheimer Straße und 100,00 Euro an die Kita Schramberger Straße.

Freudestrahlend haben die Kinder die Urkunde für ihre tolle Leistung vom Vorstandsvorsitzenden Michael Fritz entgegengenommen. Besonderer Dank gilt auch dem Event Service Stahl für die Unterstützung dieser Idee.

Weitere Informationen zur Bürgerstiftung gibt es unter
www.buergerstiftung-bb.de

Kreiszeitung Böblinger Bote

Schwimmen: SV Böblingen macht über 70 Kinder, darunter auch Flüchtlinge, fit fürs nasse Element

Großer Auflauf im Böblinger Freibad. Über 70 Kinder kamen, um ihren Eltern, Großeltern und Freunden zu zeigen, wie sie schwimmen gelernt haben. 48 davon beim Schwimmkurs-Projekt „Schwimmen ich lern’s “ der SV-Böblingen, die anderen Im Rahmen der Flüchtlingsschwimmkurse des größten Böblinger Vereins.

Von Holger Schmidt

BÖBLINGEN. Vor allem „Schwimmen‚ ich lern’s“ hat bei der SVB bereits eine sechsjährige Tradition. Immer in der ersten Sommerferienwoche machen Kindersportleiterin Christine Häberle sowie ihre Kolleginnen Pia und Selina Kraus Jungs und Mädchen zwischen sechs und zehn Jahren fit fürs nasse Element. Bei rund der Hälfte gelang dies so gut, dass sie auf Anhieb die Seepferdchen-Prüfung aus Springen vom Startblock, einer Bahn schwimmen und Tauchen nach einem Ring ablegen konnten. Dazu kamen sechs Flüchtlingskinder, denen das Gleiche mit Bravour gelang. Alle anderen erhielten als Belohnung Urkunden und Gutscheine für ein kühles Getränk oder Eis. Ein ganz großer Gutschein‚ 5000 Euro, je zur Hälfte von der Bürgerstiftung und der Kreissparkasse‚ ging zudem an SVB-Schwimmabteilungsleiter Daniel Wengenroth. Ein anderer Sponsor, die Stadtwerke Böblingen, stellten das Lernschwimmbecken am Murkenbach für die Flüchtlingsschwimmkurse kostenlos zur Verfügung und legten noch 600 Euro obendrauf. Einziger Wermutstropfen für Daniel Wengenroth und seine Ubungsleiterinnen Tatjana Nedic, Luisa Hoffmann Vicente und Yannick Geywitz: Manchmal waren von den 25 Kids nur wenige da. Trotzdem sollen die Kurse unmittelbar nach den Sommerferien fortgesetzt werden.

Sehr zur Freude auch von Böblingens Sportamtsleiter Josef Fischer, der wie die übrige Stadtverwaltung voll hinter den beiden Projekten steht und dafür gerne auch 3000 bis 4000 Euro Haushaltsmittel aus seinem Etat einsetzt. „Wir wollen vorwärts kommen und möglichst vielen Kindern das Schwimmen lehren“, bekräftigte Fischer. Schwimm-Projekt findet an drei Böblinger Grundschulen statt Umso besser, dass „Schwimmen‚ ich lern’s“ Nachahmer gefunden hat und mittlerweile an drei Böblinger Grundschulen auch Während des Schuljahres in Kursform stattfindet. Seepferdchen und andere Belohnung bei erfolgreichem Abschluss inklusive.

Kreiszeitung Böblinger Bote

Breitensport: Kostenloses Angebot an der Alten TÜV-Halle in Böblingen jeden Dienstag, Mittwoch und Donnerstag

Einfach mal den Alltagslärm ausblenden, sich auf die eigene Atmung konzentrieren und den fließenden Bewegungen folgen, die Harald Kümmel vormacht: Beim Auftakt von „Wir bewegen Böblingen“ an derAlten TÜV-Halle ging’s am Dienstagmorgen mit dem Qigong- und Zen- Experten ganz entspannt und relaxt zur Sache.

Von Sandra Langguth

BÖBLINGEN. „Für die erste Stunde ist das richtig gut besucht“, freute sich Tine Stierle, Kurskoordinatorin bei der SV Böblingen, über die 21 Frauen und Männer, die sich auf der Wiese am Oberen See im Halbkreis um Harald Kümmel geschart hatten. Seinen sanften, ruhigen Anweisungen folgend, streckten die Teilnehmer die Arme gen Himmel, zur Seite oder nach hinten, balancierten leicht nach vorne gebeugt auf einem Bein oder drehten den Oberkörper zur Seite. Alles in fließenden Bewegungen, begleitet von der eigenen Atmung und leisen, fernöstlichen Klängen. „Als würden wir nach Bäumen greifen“, zeichnete Kümmel ein Sinnbild, während er die Arme immer weiter nach vorne streckte und seine Hände um imaginäre Stämme schloss. Passend zum Bootshaus und dem angrenzenden See sollten sich die Teilnehmer auch vorstellen, eine Gondel nach der anderen aufs Wasser zu schieben. Und als er schließlich zu den Wolken am Himmel kam, die, ganz lang gestreckt von den Teilnehmern verscheucht werden sollten, lugte doch tatsächlich zwischen dem traurigen Grau kurzzeitig mal die Sonne heraus und ließ den böblinger Park samt der Trainingsgruppe erstrahlen. Mitten unter die Teilnehmer hatte sich auch Sportamtsleiter Josef Fischer gemischt. „Erstklassig“, so sein spontanes Fazit nach der einstündigen Bewegungsreise, die ihn an seine Kinder erinnert hat. „Das war wie die Geschichte von der Sehnsucht vom Meer. Wir haben heute auch Geschichten erzählt bekommen und uns danach bewegt. Ich kann’s nur jedem empfehlen.“ Zumal es außer bequemer Sportkleidung nichts gibt, was die Teilnehmer mitbringen müssen. Auch keine Vorkenntnisse oder besondere sportliche Fähigkeiten. „Jeder kann das nach seiner ganz eigenen Empfindung machen“, meinte Fischer, und auch Rosemarie Späth von der Bürgerstiftung Böblingen, die das kostenlose Sportprogramm der SV Böblingen und der Stadt finanziell unterstützt, hat die Stunde sichtlich genossen. „Ich kann mir gut vorstellen hier regelmäßig herzukommen.“

Harald Kümmel wird’s freuen, denn je mehr Teilnehmer den Weg an den Oberen See finden, desto besser. „Letztes Jahr waren es einmal 42“, erinnerte sich der 60-Jährige. Platz gibt es genug, auch wenn die Entengrütze allgegenwärtig zu sein scheint. „Mir ist einfach wichtig, dass die Menschen in Bewegung kommen. 52 Prozent der Leute sind quasi bewegungslos, die kommen nicht mal auf 3000 Schritte am Tag, und 10 000 sollten es sein“, rechnete der braungebrannte Kursleiter vor. Zwei- bis dreimal pro Woche Qigong würde ausreichen, um stark wie ein Holzfäller und beweglich wie ein Kind zu werden. „Es geht dabei aber auch darum abzuschalten, ganz bei sich und nicht mit dem Kopf schon beim Einkaufen zu sein“, so der ehemalige Leiter des Paladions.

Die Aktion „Wir bewegen Böblingen“ ist ein kostenloses Sportangebot der SVB und der Stadt mit Unterstützung der Bürgerstiftung und der Kreissparkasse. Dienstags um 10 Uhr gibt es sanftes Bewegungstraining, mittwochs um 15 Uhr mit Kindersportschulleiterin Christine Häberle Action für Sechs- bis Zehnjährige und donnerstags um 18 Uhr wöchentlich wechselnde Fit-Mix-Kurse. Eine Anmeldung ist nicht nötig, bei Regen werden die Stunden in die TUV-Halle verlegt. Weitere Infos gibt es unter www.sv-boeblingen.de im Internet.

Kreiszeitung Böblinger Bote

Das Streuobstwiesenprojekt an der Böblinger Ludwig-Uhland-Grundschule findet zum dritten Mal statt

Zum dritten Mal in Folge nehmen die Drittklässler der Böblinger Ludwig-Uhland-Schule am Streuobstwiesen projekt teil. Unterstützt wird dieses Projekt auch in diesem Jahr mit 500 Euro von der Bürgerstiftung Böblingen.

BÖBLINGEN (red/dih). Schon in den beiden vergangenen Jahren hat sich das Projekt „Die Streuobstwiese‚ Unser Klassenzimmer im Grünen“ bei den Schülerinnen und Schülern großer Beliebtheit erfreut. Die drei dritten Klassen nehmen von Februar bis Oktober an diesem unterrichtsbegleitenden Projekt teil. Jede Klasse darf insgesamt 22 Unterrichtseinheiten im Fach Mensch, Natur und Kultur (MeNuK) auf der Streuobstwiese an der Friedrich-Gerstlacher-Straße verbringen. Am Ende steht die Apfelernte und Verwertung der Apfel.

Das Projekt wird von eigens geschulten Streuobstwiesenpädagoginnen und -pädagogen in Kooperation mit den Klassenlehrerinnen durchgeführt und schon seit einigen Jahren vom Landkreis Böblingen angeboten. Durch die Bewusstseinsbildung und Identifikation mit der uns umgebenden Natur kann laut Pressemitteilung ein wichtiger Beitrag zur Sicherung, Erhaltung und Verbesserung des Zustandes unserer landschaftsprägenden Streuobstwiesen geleistet werden. Der Förderverein der Ludwig-Uhland-Schule macht sich daher dafür stark, dass das Projekt allen Drittklässlern im vollen Umfang zu Gute kommt und setzt sich immer wieder für die Sicherung der Finanzierung ein.

Ziel des Projektes ist es, hierbei den Kindern auf praktische Weise unser Kulturgut Streuobstwiese begreifbar und erlebbar zu machen und ihnen dabei Wissen über die Welt des Obstbaus sowie über die Tiere und Pflanzen in diesem wertvollen Okosystem zu vermitteln. Und weil die Kinder im wahrsten Sinne des Wortes begreifen und erleben sollen, finden die Projekteinheiten immer auf der zur Verfügung gestellten Streuobstwiese statt. Das bedeutet konkret, dass die Kinder einmal im Monat zusammen mit der Streuobstwiesenpädagogin Susan Maack und ihrer Lehrerin auf die Streuobstwiese gehen, um dort verschiedene naturpädagogische Themenbereiche gemeinsam zu entdekken. So lernen sie zum Beispiel verschiedene Apfelsorten kennen, pressen aus Apfeln Apfelsaft, sie bestimmen Wiesenblumen und krauter, sie beobachten und bestimmen Insekten, sie basteln Nisthilfen für Ohrwürmer und Wildbienen und machten sich auf Tierspurensuche im Winter.

Besonderes Picknick

Vergangene Woche kam die Klasse 3c zu einem besonderen Picknick zusammen: Die Kinder haben von zu Hause Brettchen und Messer mitgebracht und stellten nun auf der Streuobstwiese eine Kräuterbutter und einen Kräuterquark selbst her. Dazu sammelten die Kinder verschiedene Kräuter auf der Wiese. Zu Gast bei diesem Wiesenfrühstück war Rosemarie Späth, Vorstandsmitglied der Bürgerstiftung Böblingen.

Den Abschluss des Projekts bildet ein Apfelfest auf dem Schulhof im Oktober 2016, wozu die Schülerinnen und Schüler ihre Familien einladen werden. Das Ziel des Projekts ist, die Kinder für die Vielfalt der Natur vor unserer Haustür zu begeistern, nach dem Motto: „Das, was man als Kind kennen gelernt und lieb gewonnen hat, ist man später auch bereit zu schützen“.

Mehr Informationen zum Streuobstwiesenprojekt des Landekreises findet man unter www.streuobst-paedagogen.de im Internet.

Kreiszeitung Böblinger Bote

Flüchtlinge unter uns: Sprachkurse reichen für ein selbstständiges Leben nicht aus – VHS Böblingen-Sindelfingen bot 285 Kurse

Rund 40 Deutsch kurse pro Tag, in der Summe 285 hat die VHS Böblingen- Sindelfingen vergangenes jahr für 4200 Teilnehmer angeboten. „Trotzdem haben wir nicht genug Plätze für alle Flüchtlinge, die ja teilweise erstmal alphabetisiert werden müssen“, sagt Michael Friedrich, VHS-Fachbereichsleiter für Sprachen.

Von Viktoria Meyer

KREIS BÖBLINGEN. Nach seiner Rechnung müssten sich die Anzahl der Kurse mindestens verdreifachen, um die Anfrage der nächsten zwei Jahre zu decken. Dazu fehle es momentan aber an qualifizierten Lehrern und Räumen, so Friedrich. Die ein- bis drei- monatige Wartezeit auf einen Kursplatz, die momentan der Durchschnitt Sind, frustriere viele Flüchtlinge ebenso wie die Tatsache, dass‚ je nach Herkunftsland‚ die Plätze der einen vom Staat finanziert werden und die der anderen nicht Flüchtlingen aus den Herkunftsländern Syrien, Eritrea, Iran und Irak werden in Deutschland Sprachkurse bis zum B1-Niveau finanziert‚ vorausgesetzt, es gibt einen freien Platz in einem Kurs. Die Wartezeit darauf ist in vielen Fällen lang‚ und das Niveau in keinem Fall ausreichend für einen erfolgreichen Start in ein selbstständiges Leben in Deutschland.

Momentan entstehen an der VHS jede Woche 1-2 neue Kurse. Deutsch ist die einzige Sprache, die im Unterricht gesprochen Wird. Und oft auch der einzig gemeinsame Nenner der aus 86 Nationen stammenden Teilnehmer. „Die Zufriedenheit nach Abschluss der Kurse ist sehr hoch, was vor allem unseren hervorragenden Lehrern zu verdanken ist“, lobt Friedrich. Umso bedauernswerter ist es, dass die staatliche Förderung nach Erreichen des Sprachlevels B1 endet. Laut Definition des europäischen Referenzrahmens kann man damit „die Hauptpunkt verstehen, wenn klare Standardsprache verwendet wird und wenn es um vertraute Dinge aus Arbeit, Schule, Freizeit usw. geht“, und sich „einfach und zusammenhängend über vertraute Themen und persönliche Interessengebiete äußern“.

Für eine Ausbildung ist mindestens C1-‚ fürs Studium C2-Niveau nötig

„Das ist aber noch lange nicht genug“, findet Nariman Zoukari Alnabulsi, die seit 2014 in Deutschland lebt. Die Syrerin hat vergangenen Dezember ihre B1-Prüfung mit Bravour bestanden. „Trotzdem kann ich noch nicht alles verstehen, wenn ich ein Buch lese oder offizielle Briefe bekomme“, erzählt die 32-Jährige. Doch genau diese Selbstständigkeit Wäre so wichtig, um eine gute Zukunft in Deutschland zu haben. Mit wohlgewählten Worten und einer weichen, verständlichen Aussprache, erklärt die zarte Frau mit Kopftuch, dass sie so gerne tiefergehender über Themen reden Würde, ihr das auf Deutsch aber noch zu schwer fiele. Nariman weiß, dass sie mindestens das C1-Niveau braucht, um eine Ausbildung auf Deutsch beginnen zu können. Bei einem Studium Wäre es sogar eher C2. „So viele aus meinem Sprachkurs Würden gerne weitermachen und besser Deutsch lernen, doch oft scheitert es einfach am Geld. “Natürlich gibt es auch andere Wege für die Neuankömmlinge in Böblingen, Deutsch zu lernen. Das Internet stellt eine große Hilfe dar, ebenso wie Sprachcafés oder die von HP bereitgestellten Notebooks, die in der Caritas für Flüchtlinge bereit stehen. Doch spätestens für ein entsprechendes Zertifikat sind Sprachkurse unumgänglich.

Ein Sprachkurs kostet einen Teilnehmer rund 200 Euro monatlich. Die meisten Flüchtlinge können diesen Betrag mit dem Geld, das sie monatlich zur Verfügung haben, nicht zahlen. Deshalb ist die Stadt Böblingen vergangenes Jahr selbst aktiv geworden, um die Fleißigen, die es bis zum B1-Niveau gebracht haben, beim Weiterlernen zu unterstützen. Dabei konnte zum einen der Freundeskreis Flüchtlingshilfe(FFH) 3000 Euro durch Spenden beitragen, zum anderen stellte die Bürgerstiftung Böblingen 3000 Euro zur Verfügung. Der Vorstandsvorsitzende der Bürgerstiftung, Michael Fritz, spricht von einer hohen Bereitschaft, beim Thema Sprache zu unterstützen: „Durch die hohe Rückendeckung unserer Stifter und einer großzügigen Spende der Sparkasse war es uns möglich, diesen, Teil der Lösung beizutragen.“

„Sprachförderung ist jetzt erstmal das Wichtigste“, findet auch Günter Steude, der im Beirat der Bürgerstiftung sitzt und die Sprachförderung zusammen mit Martin Rebmann vom FFH initiiert hat, „aber das klappt auch nur mit viel Übung und einer Weitergabe des Wissens der Flüchtlinge untereinander.“

Flüchtlinge mit Arbeitsplatz können auch Steuern zahlen

Auch für das Jahr 2016 wurde vor kurzem Wieder dieselbe Hilfe wie für das vorherige Jahr für die Sprachförderung beschlossen. Außerdem einigte sich die Bürgerstiftung auf drei weitere „Bausteine“ bei der Unterstützung von Flüchtlingsthemen: Die Finanzierung einer Verwaltungsstelle für den FFH, verstärkte Unterstützung bei der Berufsintegration und eine Hausaufgabenbetreuung für Flüchtlingskinder.

Auf den ersten Blick sieht es also vielleicht so aus, als sei alles unter Kontrolle. Jedoch werden die Herausforderungen, vor allem in der weiterführenden Sprachförderung und dem Einstieg in die Arbeitswelt in den nächsten Jahren noch viel größer werden. Wünschenswert Wären ein weiterer Fortschritt in der staatlichen Sprachförderung, bessere Absprachen zwischen dem Bundesamt und den Kommunen und erfüllbare Voraussetzungen für den Einstieg der Flüchtlinge in die Arbeitswelt. Eine schnelle und vor allem qualitative Integration in das deutsche System, Würde sich letztendlich auch Wieder für die Gesellschaft auszahlen. Denn mit einem guten Arbeitsplatz werden selbstverständlich auch von Flüchtlingen Steuern gezahlt.

Bis dahin ist es aber noch ein weiter Weg, der in naher Zukunft wohl nur mit Hilfe der deutschen Bürger gelingen kann.

Wer zur Förderung von Sprachkursen für Flüchtlinge beitragen möchte, kann dies mit einer Spende an den Freundeskreis Flüchtlingshilfe tun. Informationen dazu unter www.ffh-bb.de/index.php/spenden im Internet.

Kreiszeitung Böblinger Bote

Neujahrskonzert der Feuerwehr-Musikkapelle Dagersheim: Das Ensemble war wieder in glänzender Spiellaune

Von Jutta Rebmann

BÖBLINGEN. Was damals ein großes Wagnis war, ist heute Normalität: Zum zehnten Neujahrskonzert unter der Stabführung von Toni Scholl präsentierten sich die Dagersheimer in glänzender Spielfreude. Das begann schon bei der Jugendkapelle, die sich‚ zunächst gewohnt vorsichtig auf der ungewohnten Bühne der Kongresshalle‚ von Stück zu Stück steigerten. Aufmerksam und diszipliniert spielten sie, wach‚ und wurden dafür auch belohnt. Für seine hervorragende Jugendarbeit wurde der Verein von der Böblinger Bürgerstiftung mit 3000 Euro Fördergeld bedacht.

Schön ausgespielt der Welthit von The Corrs „Lough erin shore“, eher getragen Luigi di Ghisallos Morning Spiritual. Die Jugendkapelle verabschiedete sich mit Kurt Gäbles Geburtstagsgruß zum 50. Geburtstag der Jugendkapelle „Langenauer Schwäble“ aus dem Jahr 2008 „Ninety fifty eight“.

Mit der „Fanfare für Brass and Percussion“ eines guten Freundes, des deutsch-serbischen Komponisten und Percussionisten Nebojsa Jovan Zivkovic, eröffnete das große Orchester der Feuerwehr-Musikkapelle seinen Teil des Programms und stimmte gleich zu Beginn das Publikum auf einen ganz besonderen Konzertabend ein. Nach den fetzigen Fanfarenklängen ging es eher heiter mit Piet Swerts Frühlingsouvertüre „Martinizza“ weiter. Diesmal hatte Toni Scholl, wie Moderator Thomas Urbiks anmerkte, kein Thema in den Mittelpunkt gestellt, sondern mit einem bewusst vielfältigen Programm die große Bandbreite und die Flexibilität des Orchesters unter Beweis stellen wollen.

Höchste Präzision verlangt

Zum Höhepunkt des ersten Teiles geriet das noch im Jahr 2011 von dem 1943 geborenen amerikanischen Komponisten anlässlich der Terroranschläge auf das World-Trade-Center komponierte Werk „Testament“, in dem der Komponist bei allem Leid und Entsetzen auf seinen Glauben an die friedensstiftende Kraft der Musik verweist. Ein Werk, dessen schnell wechselnde Tempi, verzwickte Einsätze und technische Finessen höchste Präzision von den Musikerinnen und Musikern verlangt. Wie schon oft war auch hier der Böblinger Pianist und Arrangeur Tobias Becker ein verlässlicher Partner am Flügel. Weniger dramatisch, aber sehr publikumswirksam, nahm sich der zweite Teil des Abends aus. Er begann mit „Textilaku“, einem lebhaften Konzert-Marsch destschechischen Komponisten Karel Padivy Der spanische Komponist Francisco Esteve Pastor schrieb 1973 für seinen Freund, den Regisseur Eduardo Borras, einen Paso doble, tänzerische Passagen in Anlehnung an die spanische Folklore faszinierten den 1989 gestorbenen Komponisten und auch das Orchester der Feuerwehr-Musikkapelle.

Er hat schon mit vielen Größen des Pop- und Show- Business Musik gemacht: Frank „Cherry“ Gehring ist‚ einst von Wolle Kriwanek entdeckt, als Sänger und Keyboarder der Band Pur durchs Land getourt, hat eigene Lieder geschrieben, Bands gegründet, ist in Krisen geraten und immer wieder als Stehaufmännchen daraus hervorgegangen. Von seinem von ihm oft beklagten „schwäbischen Minderwertigkeitsgefühl“ jedenfalls war ihm nichts anzumerken, als er seinen schwäbischen Song „Mein Held“ präsentierte. Mit Joe Cockers „You can leave your hat on“ mischte er die Halle auf Wobei er in dem jungen Saxophonisten Julian Wirth, einem Eigengewächs der Dagersheimer, einen kongenialen Partner hatte. Nach Stevie Wonders „Sir Duke“ gab es dann endgültig kein Halten mehr. Eine Zugabe musste her, wie aber sollte das gehen, ungeplant, mit so einem großen Orchester: Die Kongresshalle wurde zur Kirche, das Publikum imitierte einen Gospelchor‚ „kommt schwäbisch von Gosch“‚ und summte und schnippte unterstützt vom Orchester und Tobias Becker einen ganzen Song lang. Eine schöne Geste,die Emotionen runterzuzoomen in Richtung Konzertende mit dem Radetzki-Marsch. Was erstmals aber nicht gelang. Die Gäste klatschten zwar wie immer mit Aber als Dirigent und Sänger nach vielen Beifallsstürmen winkend den Saal verlassen wollten, gab es leises Gegrummel. Der Dirigent stöhnte, die Musiker warteten und der Sänger fragte: „Habt ihr kein Zuhause?“

Schließlich gab es noch einmal „You can leave your hat on“. Das kann nur mit einem Orchester machen: Den Dagersheimern, die sich noch einmal mächtig ins Zeug legten, an ihrer Spitze Julian Wirth, dessen Soli noch lange nachhallten.

Ehrungen für Langjährige

Ehrungen am Rande des Konzertes:
Für zehn Jahre Vereinsmitgliedschaft und/oder aktives Musizieren wurden ausgezeichnet:
Ingo Schwarzweller, Fabian Berstecher, Kvin Knill und Julian Wirth.
25 Jahre dabei ist:
Regina Storz (Jugendleitung). 30 Jahre gehören Alexandra Schwenger, Nicole Mayer, Miriam Tressel, Markus Scheible und Robert Majeric der Musikkapelle an.

Kreiszeitung Böblinger Bote

Erich-Kästner Grundschule und die Böblinger Kunstschule veranstalten Projekt mit einem Künstlerpaar aus Bangalore

Von Bianca Rousek

BÖBLINGEN. Bangalore in Böblingen: Durch ein Theaterprojekt mit der Kunstschule und einem indischen Künstlerpaar tauchen die Kinder der Erich-Kästner-Schule in eine ferne Kultur.

Zwischen dem 11. Januar und dem 8. Februar finden an der Schule auf der Diezenhalde Theater-Workshops für verschiedene Altersklassen statt. Im Zentrum steht dabei die indische Kultur, die den Schülern näher gebracht werden soll. Initiiert wurde das Projekt von Marcela Herrera, der Leiterin der Böblinger Kunstschule, die bei einem Regie-Workshop in der indischen Stadt Bangalore vor fünf Jahren Bekanntschaft mit der Theaterpädagogin Samta Shikhar und ihrem Ehemann, dem Schauspieler Sandeep machte.

Die beiden Frauen merkten sofort, dass „die Chemie stimmt“ und sie auch in Zukunft gerne zusammen arbeiten würden. Doch war Marcela Herrera und Samta Shikhar zu diesem Zeitpunkt noch nicht klar, wie eine Zusammenarbeit über die Kontinente hinweg funktionieren sollte.

Seit November 2014 leitet Marcela Herrera die Böblinger Kunstschule. Bei einem Auftritt der Theater-AG der Erich-Kästner Grundschule vor einigen Monaten lernte sie dann die Rektorin Sabine Heldmaier kennen, mit der sie schnell eine ähnliche Vorstellung von Theater für Kinder verband: „Wir wollen die Kinder nicht in eine Rolle drängen, sondern sie die Rollen selbst bestimmen lassen‚ da haben wir die gleichen Gedanken wie Marcela Herrera“, meint Sabine Heldmaier, die gemeinsam mit Inge Dartenne die Theater-AG leitet. Nach kurzer Zeit wurde der Entschluss gefasst, ein gemeinsames Projekt der Kunstschule mit der Theater-AG auf die Beine zu stellen. Und so kam die Idee für das Projekt „Bangalore in Böblingen“ auf

Seit dem 11. Januar proben 16 Viertklässler der Theater-AG dienstags und mittwochs von 14 bis 16 Uhr ein indisches Märchen. Samta Shikhar, die mit ihrem Ehemann eigens für dieses Projekt nach Deutschland gereist ist, begleitet die Proben. „Allein das Auftreten und das Verhalten von Samta inspiriert die Kinder“, findet Sabine Heldmaier. „Außerdem bekommen die Schüler Materialien aus Indien, die sie inspirieren sollen, etwas neues zu kreieren“. Die 38-jährige Inderin spricht englisch mit den Kindern, die seit der ersten Klasse zwei Stunden in der Woche Englisch lernen. Nur teilweise übersetzt Marcela Herrera das Gesprochene. „Es klappt erstaunlich gut und wenn die Kinder eine fremdeSprache verstehen, bringt sie das auch weiter“, freut sich die Sabine Heldmaier.

Beim Auftritt am 4. Februar führen aber nicht nur die 16 kleinen Schauspieler etwas vor: Die ganze Schule soll in das Projekt eingebunden werden. „Wir üben sozusagen nur den Grundteil und binden dann die Zuschauer mit ein, sodass am Ende fast 200 Kinder mitspielen“, erklärt Sabine Heldmaier die Idee des Projekts.

Unterstützung von Bürgerstiftung und Förderverein

Am 30. Januar finden zudem von 10 bis 17 Uhr immer wieder 45-minütige Workshops für die Kleinsten statt: Zwei- bis vierjährige Kinder können unter der Leitung von Marcela Herrera, Samta und Sandeep Shikhar die indische Kultur auf kindgerechte Weise kennenlernen. Bei diesem Kurs sind noch Plätze frei, er ist kostenlos. Am 16. Januar gibt es einen Einführungsworkshop für Theaterschüler der Kunstschule, um dem klassischen indischen Theater zu begegnen.

Das Projekt wird gefördert von der Bürgerstiftung, die 1000 Euro beisteuerte und vom Verein der Freunde und Förderer der Kunstschule Böblingen, der 1500 Euro spendete. „Der Förderverein unterstützt meine Verrücktheit, Experimente zu machen. Ich möchte das Kinder- und Jugendtheater öffnen für andere Künstler und andere Altersgruppen“, schwärmt Marcela Herrera. „In Indien ist es ganz normal zwischen verschiedenen Welten zu leben. Wir möchten durch die Kunst andere Welten öffnen und die Schüler zu Weltbürgern machen.“

Kreiszeitung Böblinger Bote

Flüchtlinge unter uns: Das Engagement des Böblingers Horst Wiedenhorn trägt weitere Früchte

Von Dirk Hamann

BÖBLINGEN. Flüchtlingen auf ganz pragmatische und unbürokratische Art Hilfestellungen leisten – nach diesem Motto engagiert sich der Böblinger Alt-Stadtrat Horst Wiedenhorn seit einigen Monaten intensiv für Menschen, die hierher gekommen sind, um Zuflucht zu finden. Er organisierte eine Spendensammlung, dann integrierte er Männer in seine Sportgruppen, besuchte mit diesen Fußballspiele der SV Böblingen, nahm sie mit, um beim Schönbuchlauf an einer Verpflegungsstelle mitzuhelfen, spannte sie in der Folge auch für andere ehrenamtliche Arbeitseinsätze ein und organisierte ein kleines internationales Fußballturnier. Und: Er hörte, als er sich durch die Unterbringung in der Sindelfinger Straße führen ließ, ganz genau hin, wo dort der Schuh drückt, was man besser machen könnte, um den Menschen, die dort leben, etwas in ihrem oftmals zähen Alltag zu unterstützen.
Wiedenhorn erfuhr, dass die Sprachkurse unter den Bewohnern sehr beliebt sind, dass die Kinder alleine schon wegen ihres Schulbesuchs schnell einen geregelten Tagesablauf erhielten. Und, dass es viele Erwachsene gibt, die sich gerne auf eine sinnvolle Art beschäftigen würden, aber kaum eine Gelegenheit dazu erhielten. Dass ein großes Interesse bestünde, sich auch sportlich zu betätigen, die Möglichkeiten aber sehr gering seien, dieses auch zu tun. Bei der Führung durchs Haus kam Wiedenhorn im Keller an einer kleinen, leerstehenden und modrigen Waschküche vorbei, in der zwei ausrangierte Stepper standen. „Mensch, daraus könnte man doch einen kleinen Fitnessraum machen“, schlug er spontan vor. Und machte sich sofort ans Werk. Zusammen mit seinen handwerklich versierten Helfern Emil Hiss, Ciro Esposito, Hans Ruckhaberle – und seinem neuen syrischen Freund Satas – entfernte er den brökkelnden Putz, strich die Wände und den Boden, verschönerte das nun weiße Räumchen mit Fußball-Postern und selbst geschriebenen übungsanleitungen. Dazu machte er sich auf die Suche nach woanders nicht mehr benötigten Trainingsgeräten und klopfte bei Dr. Klaus-Georg Hengstberger um eine Spende von Seiten der Böblinger Bürgerstiftung an. Mit Erfolg. Die Bürgerstiftung schoss 750 Euro zu, mit denen neben den Arbeitsmaterialien auch die Kosten für Hanteln, eine Langbank oder einen Boxsack gedeckt wurden.

Die Belohnung für die gute Tat: Der neue, vielleicht gerade einmal zehn Quadratmeter große Fitnessraum ist vom ersten Tag an zu einem beliebten Aufenthaltsort für die Bewohner der Unterkunft in der Sindelfinger Straße geworden. Ein Ort, an dem sie gemeinsam trainieren, Zeit miteinander verbringen und sich kennen lernen. „Auf dieser Ebene ist es doch ganz einfach, ein wenig zu helfen“, findet Wiedenhorn. „Und man bekommt so viel zurück. Nicht nur viel Dankbarkeit, sondern man lernt auch neue Menschen kennen und schätzen. Natürlich gibt es auch hier welche, mit denen man nicht ganz warm wird – doch das Positive überragt bei weitem!“ Vom Positiven dieses Einsatzes überzeugt hat sich vor Ort im Auftrag der Bürgerstiftung auch Rosemarie Späth. „So etwas unterstützen wir immer gerne“, zeigt sie sich von Wiedenhorns Engagement überaus angetan. „Wenn Du mal wieder eine Idee für so ein Projekt hast, darfst Du Dich gerne wieder bei uns melden.“ Eine Aussage, die Wiedenhorns Augen leuchten ließ. Glaubhaft versicherte er: „Projekte habe ich immer!“

Hintergrund
Angebote für Flüchtlinge gesucht

Um sich in Deutschland und im Landkreis Böblingen zurechtzufinden, brauchen Flüchtlinge Unterstützung bei vielen Dingen des alltäglichen Lebens, angefangen bei Behördengängen. Hilfestellung erhalten sie dabei zum Großteil von ehrenamtlichen Helfen, die in vielen Städten und Gemeinden des Landkreises in „Arbeitskreisen Asyl“ organisiert sind. Zur Seite stehen den Ehrenamtlichen hauptamtliche Mitarbeiter des Landkreises und der Kommunen.

Ein Ziel ist es, Flüchtlingen dabei zu helfen, sich in die Gesellschaft zu integrieren. Dabei wäre es laut Beata Zelezik-Rebmann, Ehrenamtskoordinatorin des Landratsamtes für die Flüchtlingsarbeit, wichtig, wenn sich Menschen melden würden, die dazu bereit wären, Flüchtlinge in ihr Freizeitangebot zu integrieren oder gegebenenfalls Praktikumsplätze anbieten könnten.

Die KREISZEITUNG bietet an, Angebote für Flüchtlinge zu sammeln, diese an Beata Zelezik-Rebmann weiterzuleiten und den weiteren Prozess des Zusammenkommens zu begleiten. Wer Flüchtlingen bei ihrem Streben nach Integration mit einem Angebot helfen möchte, kann sich unter dem Stichwort „Flüchtlingshilfe“ gerne unter E-Mail boeblingen@krzbb.de melden. Dabei bitte in kurzen Sätzen das Angebot schildern, Name und Adresse angeben.

Kreiszeitung Böblinger Bote

Rundum gelungenes Comedy-Festival in der ausverkauften Böblinger Kongresshalle – Berliner Duo Ass-Dur siegt souverän

Beste Unterhaltung für Kopf- und Bauchmenschen war geboten am Samstagabend beim Comedy-Festival im vollbesetzten Europasaal der Böblinger Kongresshalle. Das Programm war trotz seiner Länge sehr kurzweilig. Und mit dem Berliner Musik-Duo Ass-Dur gab es einen verdienten Gewinner.

Von Eddie Langner

BÖBLINGEN. Vor zwölf Jahren haben die „Kultourmacher vom Alten Amtsgericht“ (damals noch unter dem Dach der AG Song) erstmals die Böblinger Mechthild verliehen. Das Comedy-Festival war damals als Programmpunkt ins Böblinger 750-Jahr-Jubiläum eingebettet. In den Jahren danach hat das Team der „Kultourmacher“ kontinuierlich am Konzept gefeilt, hat manches probiert, manches verworfen, Erfolge gefeiert, aber auch Fehler gemacht – und daraus gelernt.

Stimmiges Konzept: Wie man am Samstagabend sehen konnte, hat die Mechthild eine bemerkenswerte Entwicklung durchgemacht. Sie ist mit knapp vier Stunden zwar immer noch sehr lang, aber das im letzten Jahr eingeführte neue Konzept hat sich schon jetzt bewährt. Mittlerweile nominieren die „Kultourmacher“ nämlich selbst drei von vier Acts fürs Finale. Dadurch ergibt sich eine ausgewogene Mischung mit gestandenen und zum Teil mehrfach ausgezeichneten Künstlern. In diesem Fall: der Deutsch-Italiener Roberto Capitoni, der Politkabarettist Ren´e Sydow und das Musik-Duo Ass-Dur. Der vierte Finalist wird per Publikumsentscheid im Rahmen eines Newcomer-Wettbewerbs ermittelt. Diesmal war das der Stuttgarter Andreas Weber. Er löste am 5. Dezember im Alten Amtsgericht sein Finalticket.

Willkommensschilder für Sindelfinger: Bereits zum dritten Mal stand Thomas Schreckenberger als Moderator auf der Bühne. Der Mechthild-Gewinner von 2007 führte wieder einmal souverän durchs Programm. Zum Einstieg nahm er die traditionelle Rivalität zwischen Böblingern und Sindelfingern auf die Schippe: „Draußen vor der Kongresshalle ist vorhin ein Bus aus Sindelfingen angekommen. Und die Böblinger begrü.ten sie mit Schildern auf denen ,Welcome’ stand, reichten Leitungswasser und Obst – kein frisches Obst – aber es war Obst.“ So übertrug er das Flüchtlings-Szenario auf die Nachbarstädte.

Mundgeblasenes Schlagzeugsolo: Wie schon im Vorjahr gestaltete das Berliner A-Cappella-Sextett Onair den musikalische Rahmen der Veranstaltung. Für alle Nicht-Eingeweihten gab es zum Auftakt eine kleine überraschung: Hinter geschlossenem Vorhang stimmte Onair das wuchtige „Beautiful Day“ von U2 an. Wer nicht wusste, wo die Musik herkam, hätte eine ganze Rockband hinter dem Vorhang vermutet. Vor den Auftritten der einzelnen Künstler setzte die Vokaltruppe schöne Akzente. Kurz vor der Siegerehrung bekam das Ensemble dann einen größeren Auftritt, bei dem die Stimmbandakrobaten alle Register zogen – inklusive Schlagzeugsolo via Mund und Mikrofonverstärkung. Wer mehr Onair erleben will: Am 15. April singt die Band in der AEG-Aula – Karten gibt’s bei der KRZ.

Kopf denkt, Bauch lacht: Zum Auftakt brachte Roberto Capitoni das Publikum mit Multikulti-Comedy auf Betriebstemperatur. Er machte nette Gags über seine deutsch-italienische Herkunft. Erschwerend kommt hinzu, dass er auch noch zur Hälfte Schwabe ist. Da prallt die „Schaffe, schaffe, Häusle baue“-Mentalität auf italienisches „dolce far niente“. Leider wirkte der Auftritt insgesamt ziemlich gehetzt. Für einen ganz anderen Stil steht René Sydow. Bei dem Politkabarettist gab es zwar weniger zu lachen, dafür aber umso mehr zum Nachdenken. Wortgewandt, klug und geradezu zornig kam seine beißende Anklage gegen Gleichgültigkeit, Konsumgeilheit und multimediale Verdummung daher. „Kabarett ist Notwehr“, brachte er sein Konzept auf den Punkt. Bis hier hin – das spürte man – hatte Sydow die Nase vorn.

Musik schlägt Worte: Dann aber betraten Benedikt Zeitner und Dominik Wagner vom Duo Ass-Dur die Bühne. Beide haben in ihrer Jugend mehrfach bei „Jugend musiziert“ gewonnen. Kennengelernt haben sie sich an der Musikhochschule Hanns Eisler in Berlin. Beide sind Musikprofis. Was musikalisch und gesanglich in ihnen steckt, zeigten sie aber zunächst gar nicht. Stattdessen unterhielten sie den Saal als zänkisches und ungleiches Duo: Zeitner gab den dünkelhaften Opernsänger im Frack, Wagner saß miesepetrig im Jogginganzug und mit Kapuzenpulli am Klavier, fiel seinem Partner ständig ins Wort und haute dabei einen staubtrocken Kalauer nach dem anderen raus. Zum Beispiel diesen: „Ich hab’ ’nen IQ-Test machen lassen. Hatte Glück. War negativ“. Diese Schnoddrigkeit kam super an. Später strickte Wagner Fußball-Hymnen in klassische Kompositionen hinein oder brachte seinen Partner zur Weißglut, weil er dessen Gesangspart zu Schuberts „Leiermann“ mit dem „Eiermann“ von Klaus und Klaus unterlegte. Auch wenn Andreas Weber danach einen sehr sympathischen Auftritt als „Teilzeit-Alleinerziehender“ hinlegte, war die Sache bereits klar: An Ass-Dur kam hier niemand vorbei. Das Duo bedankte sich bei der Sieger-Zugabe mit einem Klavierduett, bei dem die zwei ohne auch nur eine Note zu verpassen, ihre Kleidung tauschten.

Rundum zufrieden: Nachdem der Schlussapplaus verklungen war, machten Erika Mehl, Gerhard Gamp, Maigg Wieczorek und die anderen „Kultourmacher“ sehr zufriedene Gesichter. Nicht nur hatten sie mit rund 1140 Zuschauern das bisher best besuchte und am schnellsten ausverkaufte Comedy-Festival. Auch das vergangene Veranstaltungsjahr im Alten Amtsgericht war laut Gamp mit 95 Prozent Auslastung das beste aller Zeiten. überhaupt ist die Mechthild mittlerweile auf einem Niveau angekommen, bei dem man sich das ganze auch sehr gut als Samstagabendsendung im Fernsehen vorstellen könnte. Mit knapp vier Stunden wäre die Show vielleicht ein bisschen lang – aber die Pausen könnte man ja rausschneiden. Und der Gottschalk hat doch auch immer überzogen, oder etwa nicht?

Sprüche der Künstler
„Sodele“ – So klingt laut Roberto Capitoni ein schwäbischer Orgasmus

„Wenn man hinterher der Dumme ist, war man es wahrscheinlich schon vorher“ – Bei René Sydow trifft Kabarett auf wortgewandte Philosophie
„Schon gehört? Der Papst hat der ganzen Welt seine E-Mail-Adresse verraten: urbi@orbi“ – Dominik Wagner vom Sieger-Duo Ass-Dur

„Stell dir vor, Hitler hätte Kräuter mit Nachnamen geheißen. Dann hätten damals alle ,Heil Kräuter’ gerufen“ – Nochmal Jogginganzugträger Dominik Wagner, der seinen blasierten Partner Benedikt Zeitner mit seinen schnoddrigen Sprüchen dauernd aus dem Konzept bringt

„Mit One-Night-Stands ist es wie mit dem Pfannkuchen machen: Der erste wird eh nie was“ – Andreas Weber erklärt, warum er kein Mann für eine Nacht ist

„Vor der Kongresshalle ist vorhin ein Bus aus Sindelfingen angekommen. Die Böblinger begrüßten sie mit Schildern auf denen ,Welcome’ stand“ – Moderator Thomas Schreckenberger erlaubt sich einen netten Gag über die Rivalität der Nachbarstädte

Fotogalerie im Netz
KREISZEITUNG online
Weitere Bilder sowie ein Video vom Comedy-Festival unter www.krzbb.de/Fotogalerien
Präsentiert von: Restaurant Neuberths am See

Amtsblatt Böblingen

Ein erfolgreicher Tag am Goldberg: Die Bürgerstiftungen Böblingen und Sindelfingen beteiligten sich mit einem Zuschuss. Im Mittelpunkt der Sportveranstaltungen standen nicht Konkurrenzdenken und Wettkampfverhalten, sondern das gemeinsame Spielen und „Sich-Austoben“ in bunt gemischten Mannschaften.

Im November lud das Goldberg-Gymnasium etwa 60 Flüchtlinge aus der Region zu einem Begegnungstag ein, an dem alle Schülerinnen und Schüler der Klassen 9 Gelegenheit hatten, beim Fußball- oder Basketballspielen, beim Badminton und Tischtennis, aber auch in einem Kunstprojekt und beim Textilen Werken wertvolle soziale und interkulturelle Erfahrungen mit jungen Flüchtlingen aus Syrien, aus Pakistan, aus Gambia und anderen afrikanischen Ländern zu machen. Es war für beide Seiten ein außergewöhnlicher Tag, an dem „Schule fürs Leben“ praktiziert wurde. Die Neuntklässler absolvieren in ihrer Jahrgangsstufe als festen Bestandteil ein vom Religions- und Ethikunterricht getragenes Sozialpraktikum, was zusätzliche Motivation für diesen Sport- und Aktionstag schuf.

Die Flüchtlinge kamen von der Unterkunft Hotel „Ritter“ in Sindelfingen, aber auch durch die Vermittlung von zwei Lehrerinnen von der Gottlieb-Daimler- Schule und der Mildred-Scheel-Schule. Besonders auffallend war die gelöste und fröhliche Atmosphäre, die in den verschiedenen Gruppen herrschte. Gegen später versammelten sich alle Teilnehmer in der Aula und sahen eine von Schülern des Goldberg-Gymnasiums präsentierte Zaubershow. Abgerundet wurde der Begegnungstag mit einem gemeinsamen Mittagessen in der Mensa der Schule. Im Rückblick auf diesen Tag lässt sich sagen, dass die jungen Leute in der Lage waren, eine Menge zu lernen, was im normalen Unterricht nicht möglich ist, und dass die Flüchtlinge sich angenommen und wertgeschätzt fühlen konnten. Es soll ein Auftakt fuür ein weiteres Kennenlernen und „Sich-Austauschen“ sein.

Amtsblatt Böblingen

In der Sitzung des Stifterforums am 02. Dezember 2015 wurden die vom Stifterforum der Bürgerstiftung Böblingen zu bestimmenden Mitglieder des Stiftungsrats neu gewählt.

Insgesamt gehören dem Stiftungsrat 12 Mitglieder an. Die Amtszeit beträgt fünf Jahre.

Für eine zweite Amtszeit in den Stiftungsrat gewählt wurden Kumaresh Kohli, Eberhard Knoblauch, Günter Steude und Alexander Vogelgsang. Neu gewählt wurden Helga Beeler, Monika Gisi-Büttner, Oliver Braun als Vertreter der Kreissparkasse Böblingen und Gianfranco Paradisi. Außerdem gehören dem Stiftungsrat Oberbürgermeister Wolfgang Lützner als Vorsitzender, sowie drei Vertreter/innen des Gemeinderats der Stadt Böblingen an.

Der Stiftungsrat überwacht insbesondere die Einhaltung des Stiftungszwecks, genehmigt den Wirtschaftsplan, legt die Grundsätze der Vergabe von Geldmitteln fest; beschließt Projektförderungen und ist für die Annahme und Gewinnung von Zustiftungen und Spenden zuständig.

Der Dank der Bürgerstiftung gilt den nach zwei Amtszeiten aus dem Stiftungsrat ausgeschiedenen Gründungsstiftern Dr. Helmut Baur, Carsten Claus, Werner Frech, Hans Kögel, Adolf Ohlhausen und dem ausgeschiedenen Stadtrat Jochen Reisch.

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.buergerstiftung-bb.de oder bei der Geschäftsstelle der Bürgerstiftung: Ralf Priester, Telefon (0 70 31) 669-2241, E-Mail: priester@buergerstiftung-bb.de. Spendenkonto bei der Kreissparkasse Böblingen: IBAN: DE73 6035 0130 0000 5010 04.

Kreiszeitung Böblinger Bote

Bürgerstiftung Böblingen feiert 10. Geburtstag – Stiftungskapital beträgt 1,1 Millionen Euro

Von Florian Lieb

BÖBLINGEN. Man gönnt sich ja sonst nichts. Da darf es zum 10. Geburtstag der Bürgerstiftung Böblingen auch mal ein eigenes Logo inklusive Slogan („Böblingens helfende Hände“) und ein neuer Internetauftritt (www.buergerstiftung-bb.de) sein.

Diesen Markenprozess lässt sich die Bürgerstiftung 2000 Euro kosten, um sich noch bekannter zu machen und im öffentlichen Bewusstsein zu verankern. Ziel ist es, die Leute zum Mitmachen zu bewegen – mit entsprechenden Buttons auf der Internetseite. „Wir wollen die Eingangsschwelle, mit uns in Kontakt zu treten, klein halten“, sagt der Vorstandsvorsitzende Michael Fritz.

Im Verlauf des letzten Jahrzehnts ist dabei das Stiftungskapital auf eine Höhe von rund 1,1 Millionen Euro angewachsen – von ursprünglich 284 000 Euro. „Viele Bürgerstiftungen wären froh, über so eine Summe zu verfügen“, sagte Böblingens Oberbürgermeister Wolfgang Lützner, der im Stiftungsvorstand sitzt. Seit 2005 kamen 140 000 Euro an Spenden zusammen, mit 283 000 Euro förderte die Stiftung 84 Projekte.

Die Bürgerstiftung will „nicht nur eine Geldsammelstelle sein“, so Fritz, „sondern eine Plattform, die Projekte finanziert.“ Jedes Vierte hing mit Bildung und Erziehung zusammen, jedes Fünfte förderte persönliche und soziale Kompetenzen oder bürgerschaftliches Engagement. Zu den Projekten in diesem Jahr zählt auch die Mechthild. Die Beteiligung am Comedy-Festival soll helfen, eine neue Zielgruppe zu erschließen. 14 Projekte führt die Stiftung für 2015, die mit knapp 42 000 Euro gefördert wurden. So viel wie noch nie, was einer durchschnittlichen Summe von 3000 Euro pro Projekt entspricht.

Diese selbst werden allerdings von der Bürgerstiftung nur teilfinanziert. „Wir wollen andere aktivieren, etwas zu tun“, begründet Michael Fritz. Man wolle „nicht das Füllhorn ausschütten, sondern bürgerschaftliches Engagement fördern“, sagt Vorstandsmitglied Richard Kriegbaum. Eine Dauerförderung sei nicht vorgesehen.

„Man muss um Gelder kämpfen und viele Gespräche führen“, weiß OB Lützner um die Verdienste der Vorstandskollegen wie Rosemarie Späth, die Spender und Stifter suchen.

Zumindest eine Einnahmequelle ist gesichert – wenn auch abhängig von anderen. Die Stadt Böblingen steuert 50 Cent zu jedem gestifteten oder gespendeten Euro dazu. Immerhin 380 000 Euro flossen so seit 2005 durch die Stadt in die Stiftung.

Hintergrund

Spende und Stiftung
Als Spende gelten bei der Bürgerstiftung satzungsgemäß alle Zuwendungen unter 2000 Euro. Spenden werden gesondert ausgewiesen und kommen zeitnah geförderten Projekten oder Veranstaltungen zugute. Bei einer Stiftung müssen Stifter mindestens 2000 Euro zukommen lassen. Die gestiftete Summe erhöht das Stiftungskapital. Für die Projektförderung werden die Erträge aus dem Stiftungskapital verwendet. Das Stiftungskapital selbst bleibt unangetastet, ausgeschüttet werden hier nur die Erträge.

Sindelfinger Zeitung/Böblinger Zeitung

BÖBLINGEN: Bürgerstiftung wurde vor zehn Jahren gegründet/84 Projekte bisher unterstützt/Die Einrichtung soll bekannter werden

Gestern vor genau zehn Jahren ist die Böblinger Bürgerstiftung gegründet worden. Seither hat sie knapp 283.000 Euro für 84 Projekte ausgegeben. Derzeit beträgt das Stiftungskapital rund 1,15 Millionen Euro. „Das ist ein großer Erfolg. Die Bürgerstiftung hat damit die Möglichkeit viele Projekte zu fördern“, sagt Böblingens Oberbürgermeister Wolfgang Lützner als Vorsitzender des Stiftungsrats.

Der Böblinger Gemeinderat hat jüngst ein Zeichen gesetzt: Für jeden Euro, der an die Bürgerstiftung gespendet wird, gibt die Stadt nochmals 50 Cent dazu. Bisher hat diese Regelung nur bei Zustiftungen gegriffen. „Es ist großartig, dass der Gemeinderat das ermöglicht. Dadurch erzielt jede Spende einen hohen Wirkungsgrad“, sagt Richard Kriegbaum, gemeinsam mit Rosemarie Späth und Michael Fritz Mitglied des Vorstands der Bürgerstiftung. Tatsächlich ist die Bürgerstiftung Böblingen in Zeiten geringer Zinsen auf dem Kapitalmarkt verstärkt auf Spenden angewiesen, um auch weiterhin verschiedene Projekte finanziell zu unterstützen. „Noch sind die Gelder durch die gute Arbeit unserer Vorgänger gut angelegt. Spannend wird es in einigen Jahren, wenn diese Anlagen auslaufen“, sagt Fritz, Vorsitzender des Vorstands.

Die Zahlen der vergangenen Jahre belegen allerdings, dass es um das Spendenaufkommen nicht gut bestellt ist. In diesem Jahr sind bisher 4575 Euro an Spenden eingegangen, im vergangenen Jahr waren es 5919 Euro. Die Zustiftungen betrugen in diesem Jahr 87 250 Euro, im vergangenen Jahr waren es 76 250 Euro. Insgesamt stehen der Bürgerstiftung rund 1,15 Millionen Euro zur Verfügung. „Mit dieser Summe können wir uns sicherlich sehen lassen“, sagt Wolfgang Lützner.

Bei dieser Summe soll es aber nicht bleiben. Der Vorstand um Michael Fritz hat das Ziel, in zehn Jahren über etwa zwei Millionen Euro an Stiftungskapital zu verfügen. Um dieses Ziel zu erreichen, will die Bürgerstiftung in der Außendarstellung offensiver werden, sprich ihren Bekanntheitsgrad erhöhen. Ein Schritt in diese Richtung ist die Neugestaltung der Homepage der Bürgerstiftung, zudem hat die Stiftung ein neues Logo mit dem Slogan „Böblingens helfende Hände“ entwickelt. „Wir haben durch die neue Homepage eine sehr niedrige Eingangsschwelle, um mit uns in Kontakt zu treten. So gibt es dort rasch zu findende Antragsformulare für Zustiftungen oder Spenden“, sagt Michael Fritz.

84 Projekte hat die Bürgerstiftung Böblingen seit ihrer Gründung vor zehn Jahren gefördert, sie gab dafür etwa 283 000 Euro aus. „Uns geht es dabei nicht darum, ein Füllhorn auszuschütten“, sagt Kriegbaum, Fritz ergänzt: „Wir wollen andere aktivieren und übernehmen bewusst oftmals eine Anschub- oder Teilfinanzierung.“

Jährlich fördert die Bürgerstiftung Böblingen im Schnitt etwa 15 bis 20 Projekte und gibt dafür im Mittel 25 000 bis 30 000 Euro aus. In 2015 waren es knapp 42 000 Euro, die in unterschiedliche Maßnahmen flossen, wie beispielsweise die Finanzierung von Sprachförderkursen für Flüchtlinge oder die Finanzierung des neuen Interieurs des Tafelladens.

Ein Aspekt ist wichtig im Zusammenhang mit der Stiftung: Deren Verwaltungsausgaben sind sehr gering. Geschäftsführer Ralf Priester wird von der Stadt bezahlt, ansonsten fallen nur Kosten für Porto, Flyer oder andere Drucksachen an. Lützner: „Das gestiftete oder gespendete Geld kommt tatsächlich dort an, wo es gebraucht wird.“

Info
www.buergerstiftung-bb.de

Stuttgarter Zeitung

BÖBLINGEN. Die Bürgerstiftung will bekannter werden. Wegen der niedrigen Zinsen sind Spenden gefragt.

Von Gerlinde Wicke-Naber

Seit zehn Jahren gibt es in Böblingen die Bürgerstiftung, die zahlreiche soziale, sportliche und kulturelle Projekte unterstützt. Doch so richtig bekannt ist die Stiftung noch nicht in der Stadt. Das soll sich nun ändern. „Wir gehen in die Offensive, wollen uns bekannt machen“, sagt Michael Fritz, der Vorstandsvorsitzende. Dabei wolle man zeigen, dass die Bürgerstiftung nicht nur Geld verteile. „Wir wollen uns als Plattform für bürgerschaftliches Engagement präsentieren“, gibt Michael Fritz die neue Strategie vor.

Der Anfang ist mit einer neuen Homepage gemacht. Darauf stellt die Bürgerstiftung einige ihrer Projekte vor. Neue Zustifter und Spendenwillige können sich sofort online melden. Für Bürger, Vereine und Organisationen, die einen Zuschuss für ein Projekt wünschen, gibt es ein Antragsformular, das man sich herunterladen kann.

Neue Marketing-Strategie

Erstmals fördert die Bürgerstiftung in diesem Jahr das Comedy-Festival Mechthild der Kultourmacher vom Alten Amtsgericht am dritten Adventssamstag. Auch das ist Teil der neuen Marketing-Strategie. „Damit wollen wir uns neue Zielgruppen erschließen, die uns vielleicht noch gar nicht kennen“, sagt Fritz. Im Januar steht dann das Konzert der Jugendmusikkapelle Dagersheim an, deren Jugendarbeit die Stiftung fördert.

Insgesamt hat die Böblinger Bürgerstiftung in den vergangenen zehn Jahren 84 Projekte in der Stadt bezuschusst. 282 891 Euro flossen. Dazu gehören etablierte Projekte wie die Schwimmschule der Sportvereinigung (SV) Böblingen, die Schwimmkurse für Drittklässler anbietet, da laut einer Erhebung 42 Prozent der Grundschüler nicht schwimmen können. Die Rollstuhlfechter der SV Böblingen erhielten Geld für Schürzen mit Sensoren, die die Treffer registrieren. Ein neues Projekt sind Sprachkurse für Flüchtlinge. „Diese sind durch unsere Vernetzung mit Ehrenamtlichen der Flüchtlingshilfe entstanden“, sagt Richard Kriegbaum vom Vorstand. Das ehrenamtliche Netzwerk auch zu anderen Gruppen wollen die Verantwortlichen weiter ausbauen.

Das Stiftungsvermögen beträgt im Moment eine Million und knapp 144 000 Euro. 71 Stifter – Firmen, Privatpersonen sowie die Stadt Böblingen – haben dieses zu Verfügung gestellt. Mit den Zinserträgen werden die Projekte gefördert. Da man noch einige Geldanlagen aus früheren Jahren habe, würden pro Jahr etwa 25 000 bis 30 000 Euro ausgeschüttet, berichtet der Geschäftsführer Ralf Priester. „Doch die schwierigen Jahre kommen ab 2018 auf uns zu“, sagt der Vorstandschef Fritz. „Dann werden wir wegen des niedrigen Zinssatzes kaum Erträge haben.“

Deshalb setzt die Stiftung seit einigen Jahren auf Spenden. Diese jedoch schwanken stark. 42 154 Euro waren es im Spitzenjahr 2008, nur 4575 Euro in diesem Jahr. Um das Spenden attraktiver zu machen legt die Stadt von sofort an für jeden gespendeten Euro 50 Cent drauf. Bei Zustiftungen galt das bisher schon. Die Verwaltungskosten seien minimal. „Dieses Jahr fielen 2000 Euro für die Neugestaltung der Öffentlichkeitsarbeit an. Dafür gab es eine zielgerichtete Spende“, sagt der Oberbürgermeister Wolfgang Lützner. Aber es gebe auch Jahre ganz ohne Verwaltungskosten.

Sindelfinger Stiftung besser gestellt

Die Geschäftsführung erledigt Ralf Priester, im Rathaus zuständig für die Stadtkasse, nebenbei. Zwei Stunden pro Woche ist er dafür freigestellt, investiert aber noch einige Stunden ehrenamtlich. Professioneller handhabt das die Konkurrenz aus Sindelfingen, die sich eine hauptamtliche Geschäftsführerin leistet. Regine Göppners 70-Prozent-Stelle wird von der Stadt bezahlt. „Deshalb können wir auch eigene Projekte durchführen“, sagt sie. Göppner sieht dies als Grund für den hohen Bekanntheitsgrad der Sindelfinger Stiftung, obwohl diese erst acht Jahre alt ist.

Amtsblatt Böblingen

Die Bürgerstiftung Böblingen feiert am 09. Dezember 2015 ihren zehnten Geburtstag. In diesen zehn Jahren konnten wir über 80 Projekte mit einem Gesamtbetrag von über 280.000 € fördern.

Hier eine Auswahl von Projekten, die im Jahr 2015 aus den Erträgen des Stiftungskapitals und den eingegangenen Spenden unterstützt wurden: Unterstützung des Tafelladens bei notwendigen Investitionen, „Tiergestützte Pädagogik“ – Kooperation von Böblinger Schulen mit der Jugendfarm Böblingen e.V., Sprachförderung und Willkommensmaterialien für Flüchtlinge, das Theaterprojekt “
B & B – Bangalore und Böblingen“, die Teilnahme von Kitas am „Bambini-Lauf“, Einzelfallhilfen, die Kinderuniversität Böblingen, das Bewegungsprojekt „Wir bewegen Böblingen“ der SVB, Klasse2000 – Stark und gesund in der Grundschule, ein Selbstbehauptungskurs an der Mildred-Scheel-Schule, das „Böblinger Bündnis Gewaltprävention“ der Böblinger Schulen.

Helfen Sie mit!

Mit einer Spende oder als Zustifter können Sie dazu beitragen, in unserer Stadt gemeinnützige, soziale und mildtätige Zwecke zu fördern. Zusätzlich stockt die Stadt Böblingen die Zustiftungen und Spenden bis Ende 2017 pro zugewendeten Euro um 50 Cent auf. Die Wirkung ihrer Zuwendung wird dadurch zusätzlich verstärkt.

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.buergerstiftung-bb.de oder bei der Geschäftsstelle der Bürgerstiftung: Ralf Priester, Tel. (07031) 669-2241, E-Mail: priester@buergerstiftung-bb.de.

Spendenkonto der Bürgerstiftung: IBAN: DE73 6035 0130 0000 5010 04/BLZ: 603 501 30, Konto Nr. 501 004 bei der Kreisparkasse Böblingen

Amtsblatt Böblingen

Der Gemeinderat der Stadt Böblingen hat in seiner Sitzung am 25. November 2015 beschlossen, das Engagement der Bürgerstiftung weiter zu unterstützen und die im Jahr 2014 beschlossene Komplementärfinanzierung auf Spenden auszuweiten.

Bisher wurden bereits Zustiftungen an das Stiftungskapital der Bürgerstiftung pro zugewendeten Euro um 50 Cent aufgestockt. Durch den Beschluss werden Spenden jetzt gleich behandelt.

Der Bürgerstiftung soll mit dem Beschluss geholfen werden, den jährlich für Projektförderungen zur Verfügung stehenden Betrag zu stabilisieren.

Amtsblatt

Die Bürgerstiftung Böblingen hat anlässlich des Bambini-Laufs am 26. Juli 2015 jedem Kind, das sich bei ihr über eine Schule oder Kindertageseinrichtung angemeldet hat, ein T-Shirt geschenkt. 97 Kinder aus sechs Kindertageseinrichtungen und einer Grundschule haben mit ihren gelben Bürgerstiftungs-Shirts für bunte Flecken in der Läufermenge gesorgt.

Zusätzlich erhalten die drei Kindertageseinrichtungen mit der im Verhältnis zur Kita-Größe höchsten Teilnehmerzahl einen Zuschuss zur Anschaffung eines Sportgeräts. 300 Euro gehen an die Kita Geschwister-Scholl-Straße 15, 200 Euro an die Kita Geleener Straße und 100 Euro an die Kita Schramberger Straße. Freudestrahlend haben die Kinder die Urkunde für ihre tolle Leistung vom Vorstandsvorsitzenden Michael Fritz entgegengenommen.

Sonderpreis

Spontan hat sich der Vorstand der Bürgerstiftung auch für einen Sonderpreis von 200 Euro für die Bewegungskita der SVB entschieden, die außerhalb der Bürgerstiftungsaktivitäten angetreten ist, aber mit 41 Anmeldungen eine beeindruckende Teilnehmerzahl gestellt hat. Besonderer Dank gilt auch dem Event Service Stahl für die Unterstützung dieser Idee. Weitere Informationen zur Bürgerstiftung gibt es unter www.buergerstiftung.boeblingen.de.

Kreiszeitung Böblinger Bote

Kindersport: Bei der fünften Auflage von „Schwimmen – ich lern’s“ ist die Nachfrage so groß wie nie.

Zwölf Kinder in bunten Badehosen und Bikinis planschen fröhlich durch das brusttiefe Wasser im Murkenbach-Anbau. Alle haben Schwimmgürtel um die Hüften geschnallt, die sie über Wasser halten, obwohl die Dritt- und Viertklässler in einem Alter sind, in dem sie schon schwimmen können sollten. Eigentlich.

Von Hanna Sophie Mast

BÖBLINGEN. Es ist längst nicht mehr selbstverständlich, dass Kinder nach dem Laufen und Fahrradfahren auch noch Schwimmen lernen. Im Gegenteil: 2011 hat eine Umfrage an den Böblinger Grundschulen ergeben, dass von knapp 800 Schülern in der ersten und zweiten Klasse nach eigenen Angaben 134 Schüler gar nicht und 200 Schüler nur schlecht schwimmen können.

Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, fand in der vergangenen Woche bereits zum fünften Mal das Projekt „Schwimmen – ich lern’s“ statt. Es ist ein Projekt der Bürgerstiftung und der Kreissparkasse Böblingen, der Schwimmschule des Kindersports und der Abteilung Schwimmen der Sportvereinigung Böblingen. 48 Kinder können hierbei sechs Tage hintereinander ins Murkenbachbad kommen, um für eineinhalb Stunden an einem Anfänger-Schwimmkurs teilzunehmen. Die Kosten werden von der Bürgerstiftung und der Kreissparkasse übernommen. In diesem Jahr war die Nachfrage so groß wie noch nie.

Fast 90 Anmeldungen für die 48 vorhandenen Plätze

Fast 90 Interessenten gab es für die 48 Plätze. Auch sonst sind die Wartezeiten für die Anfänger-Schwimmkurse in Böblingen lang, manchmal bis zu anderthalb Jahre. Christine Häberle ist Schwimmlehrerin und Leiterin der Schwimmschule Böblingen. Sie beobachtet den Rückgang der schwimmfähigen Grundschüler mit wachsender Sorge – und kann doch nicht wirklich dagegen angehen. „Der Bedarf ist da“, bestätigt sie. „Aber wir sind als Schwimmschule am Limit.“ In ihren Augen wäre es am besten, wenn Kinder schon im ersten Grundschuljahr schwimmen lernen müssten und nicht wie vielerorts üblich erst in der dritten Klasse. So läge die Verantwortung nicht mehr allein bei den Eltern, die oft selbst nicht gern schwimmen gehen und daher die Notwendigkeit eines Kurses für ihre Kinder gar nicht sehen. Das Projekt „Schwimmen – ich lern’s“ setzt genau dort an und bietet für Grundschüler, die im Schulschwimmen nicht mitkommen oder vor dem Wechsel auf die weiterführende Schule unbedingt noch schwimmen lernen müssen, die Möglichkeit zu einer Art kostenlosem Crash-Kurs. Möglich macht das auch eine jährliche Spende, die am vergangenen Samstag im Freibad wieder an die Organisatoren übergeben wurde. Dass jedes Kind für sich in der einen Woche Schwimmkurs große Fortschritte gemacht hat, ist für Christine Häberle die Bestätigung dafür, dass das Geld gut angelegt ist.

„Je älter die Kinder sind, desto schwieriger wird es, ihnen die Angst vor dem Wasser zu nehmen“ Christine Häberle, Leiterin der Böblinger Schwimmschule, über die Problematik, wenn Kinder erst spät schwimmen lernen.

Jetzt hüpft die Schwimmlehrerin zu ihren Schülern ins Wasser. Sie bilden einen Kreis und tauchen alle gemeinsam den Kopf unter Wasser. Einem Jungen scheint das nicht so ganz geheuer zu sein. Er lässt den Kopf lieber über der Wasseroberfläche und hält sogar schützend die Hände vors Gesicht, als die anderen Kinder anfangen, wild mit Wasser herumzuspritzen. Christine Häberle weiß um die Angst des Viertklässlers vor dem für ihn noch ungewohnten Element. Sehr einfühlsam versucht sie den Jungen dazu zu ermutigen, auf die Tragkraft des Wassers zu vertrauen und die Füße vom Boden zu lösen. Aber die Angst ist einfach zu groß. „Je älter sie sind, desto schwieriger wird es, ihnen die Angst vor dem Wasser zu nehmen“ , sagt die 33-Jährige ernst. „Dabei ist Wasser etwas Schönes. Das muss sich bei den Kindern so abspeichern.“

Als nächstes sollen die Schwimmschüler alle raus aus dem Becken und sich eine bunte Schwimmnudel nehmen. Die kommt bei jedem Kind um den Bauch. Vom Beckenrand aus macht Häberle vor, wie die Kinder sich bewegen sollen. „Die Arme weit nach vorne strecken und das Wasser fest nach hinten wegschieben. Und mit den Beinen schlagen wie ein Frosch!“ Beim zweiten Durchgang sollen es die Kinder ohne Schwimmnudel probieren. Jetzt schauen nur noch die Köpfchen aus dem Wasser, ganz in den Nacken gelegt, viele blasen vor Anstrengung die Backen auf und produzieren beim Ausatmen einen kleinen Sprühregen vor den Lippen. Arme vorstrecken, Wasser wegschieben. Froschbeine. Geht doch schon ganz gut.

Kreiszeitung Böblinger Bote

Leichtathletik: Beim 29. Böblinger Mercaden Stadtlauf war rund um den Schlossbergring, die Seen sowie in der Bahnhofstraße einiges geboten.

Von Sandra Langguth

BÖBLINGEN. Nicht wenige waren am Sonntag ganz schön gespannt darauf, wie das neue Konzept beim Böblinger Mercaden Stadtlauf aufgehen würde. Kommen die Läufer mit der neuen Strecke zurecht? Wissen die Zuschauer, wo es die besten Plätze zum Anfeuern gibt? Und wie finden es die Kinder, statt am See nun durch die Bahnhofstraße zu laufen?

Abschlepp-Aktion: Alles stand schon in den Startlöchern, als Organisator Axel Stahl der laufwilligen Meute um 9.58 Uhr mitteilen musste, dass sich der Start um fünf bis zehn Minuten verzögert. Schuld waren die vielen Falschparker. Ganze 36 an der Zahl. „Wir haben heute morgen um sieben Uhr mit dem Abschleppen angefangen“, schüttelte Stahl den Kopf. So hatte das Ordnungsamt in aller Herrgottsfrühe Hochbetrieb. „Der eine oder andere wird sich wohl nach einem feuchtfröhlichen Abend bei Schlemmen am See entschieden haben, das Auto lieber stehen zu lassen“, mutmaßte Stahl. „Ey Mann, wo is mein Auto?“, werden sich nicht wenige gestern beim Abholen gedacht haben.

Flinke Flüchtlinge: Um 10.10 Uhr konnte Sparkassen-Vorstandsmitglied Michael Tillmann endlich den Startschuss geben und die mehr als 500 Läuferinnen und Läufer auf die Strecke schicken. Mittendrin wollten auch vier Teilnehmer aus Eritrea ihre Ausdauer unter Beweis stellen. Die Flüchtlinge trainieren seit einem Vierteljahr regelmäßig beim Therme Lauftreff mit. „Wir haben sie mit gespendeten Shirts und Schuhen ausgestattet“, erklärte Laufgruppen-Leiterin Renate Zimmermann. Und das hatte sich gelohnt: Mit Ermiyas Yohannes (46:30), Teages Weblit (47:01) und Abraham Bereketab (52:13) schafften es am Ende drei von ihnen in richtig guten Zeiten ins Ziel.

Kämpfende Kicker: Mehr als Teambuilding- Maßnahme sahen die Fußballer der SV Böblingen ihren Start beim Stadtlauf an. 13 Mann hatte Co-Trainer Steffen Lauser inklusive sich selbst nach dem 7:0-Kantersieg im Pokal beim TB Kirchentellinsfurt an den Start gebracht. „Wir wollen uns in der Stadt als Verein präsentieren und werden deshalb auch in der ersten Runde alle zusammen laufen“, erklärte der ehemalige Fußballprofi, der über seine Zielzeit keine Mutmaßungen anstellen wollte. „Beim Sport-Abi hab’ ich mal 3000 Meter in 9:58 Minuten geschafft. Ich glaub’ damit wird’s heute nix“, lachte er. Mit 53:11 Minuten für knapp elf Kilometer kann der Böblinger aber sicher zufrieden sein. Schnellster SVB-Kikker war Tim Kühnel mit 46:22 Minuten.

Unermüdliches Model: Mittendrin im Läuferpulk und dennoch kaum zu übersehen war Daniela Wolking. Das 1,88 Meter große, angehende Model aus Böblingen war mit Mutter Monika und Vater Werner auf die Strecke gegangen und nach 1:06:34 Stunden ins Ziel gekommen. „Super Wetter und tolle Leute“, fand die Blondine nur lobende Worte für den Lauf, auf den sie in der letzten Zeit nahezu täglich trainiert hat. „Sonst gehe ich im Studio viermal die Woche laufen“, verriet die gertenschlanke Frau, die gerade auf der Fashion Week in Berlin war und für den Herbst eine Einladung nach Istanbul hat. „Die Karriere geht nach oben“, freut sie sich auf jede Menge Modeljobs.

Kaputte Knochenhaut: Zum Zuschauen verdammt war dieses Mal Fiona Dermann vom Holzgerlinger Lauftreff. „Knochenhautentzündung“, zeigte die junge Mutter auf ihre eingetapten Schienbeine. „Na ja, dann fängt die Sommerpause halt ein bisschen früher an. Ich wäre allerdings schon sehr gerne mitgelaufen“, konnte sie ihre Enttäuschung doch nicht ganz verbergen.

Gelb gewandet: überall waren sie bei den Bambini- und Kinderläufen zu sehen, die gelben T-Shirts der Böblinger Bürgerstiftung. Die hatte jedem Kind, das über einen Kindergarten oder eine Schule angemeldet war, ein solch gelbes Gewand geschenkt. „Die Idee ist bei einer Sitzung entstanden“, verriet Stiftungs-Geschäftsführer Ralf Priester. Mehr als 100 Shirts waren an diesem Tag auf der Strecke. „Für’s erste Mal ist das ein schöner Erfolg“, war auch Vorstandsvorsitzender Michael Fritz ganz begeistert.

Noch ganz sauber?: Optiker Peter Karnahl ist um ein klares Wort nie verlegen. Und so war er schon vor dem Stadtlauf auf 180, als er die Tübinger Straße entlanglief. Die Mannen um Hotte Wiedenhorn an der Verpflegung lud er schnell zum Kaffee ins Seegärtle, diktierte aber zuvor noch dem Journalisten in den Block: „Die Stadt könnte an so einem Tag morgens mal einen Reinigungstrupp losschicken, Böblingen sieht aus wie die Sau.“ Wo er Recht hat, hat er Recht. Nach einer Schlemmen-am-See-Nacht waren überall Reste zu entdecken, rund um den Schlossberg übrigens. Da hätte eine Putztruppe sicher gutgetan, wenn schon so viele die Innenstadt unter ihre Sohlen nehmen.

Fotogallerie im Netz
KREISZEITUNG online

Weitere Bilder vom 29. Böblinger Mercaden Stadtlauf, präsentiert von Stahl Sport Shop in Maichingen, gibt es ab Montag unter www.bb-live.de/Fotogalerien.

Kreiszeitung Böblinger Bote

Von Jeremias Renner

Fechten: Fünf DM-Medaillen bei der SV Böblingen mit Empfang gefeiert.

BÖBLINGEN. In bester Feierlaune zeigte sich die SVB-Fechtabteilung nach dem fünffachen Medaillentriumph bei den deutschen Meisterschaften und des „Triples“ für Maurice Schmidt. Die Vorstandsmitgleider Lilo Schneider, Wolfram Brandner, Renate Küchler und Heidrun Bubeck hatten in die Fechthalle des Kaufmännischen Berufsschulzentrums geladen, auch Ira Ziegler, Vorsitzende im Fachbereich Fechten des Deutschen Rollstuhlsportverbandes, Rose Schaal, Vorstandsmitgleid der SVB sowie Conny Verny waren der Einladung gefolgt.

„Als wir 2005 in der SVB-Fechtabteilung eine Rollstuhlsparte eröffneten, hat niemand erahnt, was daraus erwachsen würde“, leitete Lilo Schneider ihre Rede ein. Mithilfe der „Aktion Mensch“ und großzügigen Spenden wurde der Grundstein gelegt. „Sogar die SVB-Tischtennisabteilung hatte damals für unser Projekt gespendet“, erinnerte Schneider. In den folgenden zehn Jahren kam eine Sachspende für Degenschürzen von der Bürgerstiftung Böblingen hinzu, ein Versicherungsunternehmen hilft nun beim Erwerb eines dringend benötigten Fechtgestells. “ So ein Gestell liegt gleich bei 5.000 bis 9.000 Euro, und wenn man den Sport integrativ betreiben will, sprich Fußgänger gegen Rolli, braucht jeder Rollifechter ein Gestell“, ergänzte der stellvertretende Abteilungsleiter Wolfram Brandner. Die Fechter sind sich einig: „Ohne diese Förderung und ohne Hilfe des SVB-Beirats könnten unsere Trainer und Athleten diese Spitzenleistung niemals erbringen.“

Kreiszeitung Böblinger Bote

In Böblingen ist der Blinden- und Sehbehindertenverband seit kurzem mit einer Beratungsstelle vertreten – Scheck von der Bürgerstiftung.

Seit dem 10. Februar ist im Kreis Böblingen ein weiteres Gesundheitsangebot verfügbar: „Blickpunkt Auge“, eine Beratungsstelle für Augenpatienten, wurde eröffnet. Einen finanziellen Zuschuss in Höhe von 1.500 Euro erhielt diese nun von der Bürgerstiftung Böblingen.

BÖBLINGEN (red). Berater Wolfgang Weinhardt steht zweimal wöchentlich ehrenamtlich mit seinem Fachwissen für Beratung in der Karlstraße 21 in Böblingen zur Verfügung. Das Angebot „Blickpunkt Auge“ vom Blinden- und Sehbehindertenverband Württemberg e.V. möchte Augenpatienten und ihren Angehörigen unabhängig und kostenfrei zu allen mit einer Augenerkrankung verbundenen Themen beraten. Jeder ist willkommen, der Information, Beratung, Orientierung und Unterstützung sucht, heißt es in einer Pressemitteilung. Besonders Menschen, die gerade von einer solchen Erkrankung erfahren haben, denn diese befänden sich oft in einer besonders schwierigen Lebenssituation. Wolfgang Weinhardt klärt über Unterstützungsangebote, Möglichkeiten zum Ausgleich einer Sehbeeinträchtigung sowie rechtliche und finanzielle Leistungen auf.

Selbsständigkeit in allen Lebenslagen erhalten

Ziel der Beratung ist es, Selbstständigkeit in allen Lebenslagen zu erhalten oder wieder herzustellen. Die Bürgerstiftung Böblingen unterstützt die Arbeit von Wolfgang Weinhardt und des Blindenverbandes mit einem Zuschuss in Höhe von 1.500 Euro.

Die Beraterinnen und Berater sind vorwiegend selbst von einer Augenerkrankung betroffen. Sie stehen in Verbindung mit Fachleuten der Augenmedizin, Augenoptik, Rehabilitation, Psychologie, Pädagogik und Alterswissenschaften. Partner sind außerdem andere Selbsthilfeorganistionen, Seniorenvertretungen, Wohlfahrts- und Sozialverbände sowie Behörden und Institutionen.

Um Beratung und Unterstützung vor Ort anbieten zu könnne, werden schrittweise regionale Anlaufstellen auf- und ausgebaut. Ergänzend zur Beratung werden Patientenveranstaltungen zu Augenerkrankungen, vergrößernden Sehhilfen und anderen Themen angeboten sowie die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch mit anderen Betroffenen oder zur Bildung krankheitsspezifischer Gruppen gegeben.

Sindelfinger Zeitung/Böblinger Zeitung

Die Rollstuhlfechter der SV Böblingen haben zwei neue Schürzen bekommen. Finanziert wurden sie von der Bürgerstiftung Böblingen. Im Rahmen des Empfangs für Maurice Schmidt, der bei der WM zweimal Bronze gewann, überreichten Rosemarie Späth und Richard Kriegbaum vom Vorstand der Bürgerstiftung die Schürzen. Darüber freut sich auch SVB-Sportwartin Lilo Schneider.

Kreiszeitung Böblingen

Kindersport: Vierte Auflage von „Schwimmen, ich lern’s.“

Viel zu viele Kinder in Böblingen können nicht schwimmen. Die Initiative „Schwimmen, ich lern’s“ von Bürgerstiftung, Kreissparkasse und dem Kindersport der SV Böblingen will ein Zeichen gegen diesen Missstand setzen. Eine nachhaltige Verbesserung der Zustände kann sie aber alleine nicht leisten

Von Jeremias Renner

BÖBLINGEN. Dimitri hält sich den schmerzenden Kopf, als er aus dem Wasser klettert. „Ich hab’ mich angeschlagen, beim Tauchen“, erklärt er. Und fügt stolz hinzu: „Aber gestern, da bin ich mit ’nem Köpfer reingesprungen und habe den Tauchring vom Boden geholt, in fünf Sekunden!“ Es ist bereits der zweite Schwimmkurs für den Achtjährigen, „diesmal klappt es besser“, meint er, grinst bereits wieder und ist auch schon zurück im Wasser.

Es wird viel gelacht im Käthe-Kollwitz- Bad. „Der Spaß steht im Vordergrund“, erklärt Trainerin Christine Häberle. „Wir verpacken alles ganz spielerisch, so lernen die Kinder am leichtesten.“ Sieben Schwimmkurse haben Häberle und ihr Team zu bewältigen, dennoch leuchten die Augen der 32-Jährigen, als sie von „Schwimmen, ich lern’s“ erzählt.

Zum vierten Mal werden die kostenlosen Kurse in diesem Jahr bereits durchgeführt. Bisher waren die Tage jedes Mal ausgebucht, 48 Kinder haben sich in diesem Jahr angemeldet. Entstanden ist das Projekt 2011: Nach dem erschreckenden Ergebnis einer Umfrage an Böblinger Grundschulen, wonach 42 Prozent der Erst- und Zweitklässler nach eigenen Angaben nicht oder nur schlecht schwimmen konnten, initiierte die Bürgerstiftung „Schwimmen, ich lern’s“. Gemeinsam mit der Kreissparkasse finanziert sie die Kurse, die Schwimmabteilung des Kindersports führt sie durch.

Dass alle Kinder schwimmen lernen müssen, das steht für Christine Häberle außer Frage. „Es ist einfach lebensrettend. Wenn ein Kind im Freibad reingeschubst wird im Sommer, wenn’s da richtig voll ist, dann muss es sich doch selbst retten können.“ Das leuchtet eigentlich ein, aber wie erklärt man dann so desaströse Zahlen? Ist Schwimmen lernen einfach zu teuer? „Ich glaube nicht, es fehlt oft einfach nur das Bewusstsein dafür, viele Eltern denken nicht daran oder gehen davon aus, dass es in der Schule gelernt wird“, sagt Häberle nachdenklich. Von diesem Gedanken müsse man wegkommen.

In der Schule wird erst ab der dritten Klasse geschwommen.

In den Schulen wird Schwimmunterricht meist erst ab der dritten Klasse gegeben, Kinder, die dann noch nicht schwimmen können, haben es oft schwer. Kein Lehrer kann gleichzeitig die Fortgeschrittenen betreuen und den Nichtschwimmern Nachhilfe geben. „Viele haben sogar schon das Bronze- Abzeichen, andere können noch gar nicht schwimmen“, weiß Christine Häberle.

Diese Kluft zu überbrücken hat sich „Schwimmen, ich lern’s“ zur Aufgabe gemacht. Ob das gelingt, ist eine andere Frage. Die Umfrage von damals wurde bisher jedenfalls nicht wiederholt, „vielleicht machen wir das ja nächstes Jahr“, sagt Häberle. Spektakuläre Fortschritte erwartet sie jedoch nicht, spricht vom berühmten Tropfen auf den heißen Stein. Dennoch: „Immerhin machen wir durch die Aktion auf die Missstände aufmerksam.“ Bei den Schulen liegt für Häberle der Hund begraben: Nichtschwimmer müssten hier Schwimmstunden bekommen, vielleicht dafür aus anderen Unterrichtsstunden rausgeholt werden, überlegt sie. Ob das realistisch ist? Man kann es sich kaum vorstellen.

Dass die Aktion trotzdem großartig ist, findet Aileen, die im zarten Alter von sieben Jahren bereits vier andere Schwimmkurse hinter sich gebracht hat. „Hier wird alles einfach intensiver gemacht, mehr auf Kraft geachtet“, erklärt ihre Mutter. Sie habe schon letztes Jahr von dem Projekt gehört und jetzt sei sie doch „sehr begeistert“. Die Trainerinnen hören das natürlich gerne, die Arbeit macht ihnen sichtlich Spaß. Ob sie das große Ganze verändern können, wissen sie noch nicht: Dafür sind jetzt andere zuständig. Der erste Schritt jedenfalls ist gemacht.

Kreiszeitung Böblingen

Schwimmen bei der SV Böblingen

BÖBLINGEN (red). Im Jahr 2011 hat eine Umfrage an den Böblinger Grundschulen ergeben, dass knapp 800 Schülern in der ersten und zweiten Klasse nach eigenen Angaben 134 nicht und 200 Schüler schlecht schwimmen können. Somit können sich fast 42 Prozent der Erst- und Zweitklässler in Böblingen nicht sicher im Wasser bewegen.

Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken und die Anzahl der Grundschüler, die nicht schwimmen können, deutlich zu reduzieren, fand im August 2011, 2012 und 2013 das Projekt „Schwimmen – ich lern´s“ statt. Auch im Jahr 2014 findet ein kostenloser Schwimmkurs für Böblinger Grundschüler statt. „Schwimmen – ich lern´s“ findet vom 4. bis zum 8. August, täglich anderthalb Stunden um Käthe-Kollwitz-Bad in Böblingen statt. Alle vier angebotenen Kurse sind mit insgesamt bereits 48 Kindern ausgebucht.

„Schwimmen – ich lern´s“ ist ein Projekt der Bürgerstiftung Böblingen, der Kreissparkasse Böblingen, der Schwimmschule des SVB-Kindersports und der Schwimmabteilung. Die Teilnahme ist für die Kinder kostenlos, die Kosten werden von der Bürgerstiftung und der Kreissparkasse übernommen.

Kreiszeitung Böblingen

MAUREN (red). Mehr als 250.000 Euro wird das Spektakel „55 Sommer“ kosten. Etwa die Hälfte davon hat der Verein „Freunde und Förderer der Kunstschule Böblingen“ an Spenden und Fördergelder organisiert – auch die Bürgerstiftung Böblingen trägt 5.000 Euro bei, der symbolische Scheck wurde gestern in Mauren übergeben. Die zweite Hälfte der Gesamtkosten ist auch bereits fast beisammen, denn es sind schon 5000 Karten verkauft.

indelfinger Zeitung (SZBZ)

Stadtmitte: Bürgerstiftung unterstützt den Reit- und Fahrverein.

Die Bürgerstiftung Böblingen überreichte einen Zuschuss an den Reit- und Fahrverein Böblingen. Thomas Kirn, der Vorsitzende des Reit- und Fahrvereins Böblingen, freute sich sehr, als Michael Fritz und Rosemarie Späth, Vorstandsmitglieder der Bürgerstiftung Böblingen, den Scheck in Höhe von 4.000 Euro überreichten. Der Reit- und Fahrverein hat etwa 200 Mitglieder, davon weit über 200 Kinder und Jugendliche im Alter von drei bis achtzehn Jahren. Viele von ihnen sind in der Voltige aktiv und die Nachfrage wächst stetig. Derzeit gibt es über 30 weitere Kinder, die auf der Warteliste stehen, Bisher konnte der Reit- und Fahrverein mit nur einem Voltigepferd die Nachfrage nicht mehr stemmen. Da der Verein auch finanziell schwache Familien und Jugendliche in der Ausbildung und im Studium unterstützt, fördert die Bürgerstiftung Böblingen den Kauf des Pferdes „Chippendale“. Die Kinder erlernen beim Voltigieren zum Einen den verantwortungsbewussten Umgang mit dem Partner Pferd. Zum Anderen werden körperliche und motorische Fertigkeiten, vor allem Haltung, Rhythmus, Gleichgewicht und Konzentration geschult. Thomas Kirn berichtete, dass ab September in Kooperation mit dem Lise-Meitner-Gymnasium eine Reit-AG ins Leben gerufen wird.

Böblinger Kreiszeitung

BÖBLINGEN (red). Einen Scheck über 4.000 Euro hat die Bürgerstiftung Böblingen gestern an den Reit- und Fahrverein Böblingen übergeben. Mit dem Geld soll ein Voltigierpferd gekauft werden.

Der Reit- und Fahrverein hat etwa 200 Mitglieder, davon weit über 200 Kinder und Jugendliche im Alter von 3 bis 18 Jahren. Viele von ihnen sind in der Voltige aktiv und die Nachfrage wächst stetig. „Derzeit gibt es über 30 weitere Kinder, die auf der Warteliste stehen. Der Verein konnte mit nur einem Voltigepferd dieser Nachfrage nicht mehr gerecht werden“, betonte Thomas Kirn.

Da der Verein auch finanziell schwache Familien beziehungsweise Jugendliche in einer Ausbildung und Studium unterstützt und die Unterhaltung eines Pferdes weitere hohe Kosten bedeutet, fördert die Bürgerstiftung Böblingen den Kauf des Pferdes mit einem Zuschuss von 4.000 Euro.

Die Kinder erlernen beim Voltigieren,
zum einen den verantwortungsbewussten Umgang mit dem Partner Pferd. Zum anderen
werden körperliche und motorische Fertigkeiten, vor allem Haltung, Rhythmus, Gleichgewicht und Konzentration geschult. Als Gruppensport werden darüber hinaus soziale Fertigkeiten wie Einfühlungsvermögen, Vertrauen, Gemeinschaftssinn und Selbstständigkeit gefördert. „Gemeinsam gehen die Kinder und Jugendliche auch auf Turniere und sind hier sehr erfolgreich unterwegs“, freut sich Kirn.

Amtsblatt Böblingen Nr.6

Die Faszination der Technik erfahren, technische Probleme eigenständig lösen lernen – diese für das „High-Tech-Ländle“ besonders wichtigen Bildungsziele unterstützt die Bürgerstiftung Böblingen in Kooperation mit IBM seit einigen Jahren mit Fördergeldern für die Beschaffung von außergewöhnlicher technischer Ausstattung für die allgemein bildendenden Gymnasien in Böblingen.

Ende Januar übergab die Vorsitzende der Bürgerstiftung Böblingen, Rose Späth eine Spende in Höhe von 2.900 Euro an das Lise-Meitner-Gymnasium für den Erwerb eines Simulationsmodellsystems zur Automatisierungstechnik.

Mit diesem mit dem „WorldDidac Award“ ausgezeichneten System können die Schüler/innen echte industrielle Fertigungsprozesse nachbilden und eine Fülle von über den Standard-Bildungsplan hinausgehenden Problemstellungen bearbeiten. Dass sie solche Lernerfahrungen tatsächlich gemacht und technische Kompetenzen erworben haben, konnten die Mädchen und Jungen der Klassenstufe 10 im Rahmen einer Demonstration im NWT-Unterricht unter Leitung von Lehrer Michael Jung unter Beweis stellen.

Kreiszeitung Böblingen

Wechsel im Vorstand der Bürgerstiftung Böblingen – Michael Fritz hat den Vorsitz übernommen.

BÖBLINGEN (red). Der Stiftungsrat der Bürgerstiftung Böblingen hat in seiner letzten Sitzung Rosemarie Späth, Richard Kriegbaum und Michael Fritz in den Vorstand berufen. Beschlossen vom Stiftungsrat wurden zudem insgesamt sieben Projektförderungen. 20.200 Euro wurden laut einer Pressemitteilung für diese neu genehmigt.

Insgesamt hat die Bürgerstiftung seit ihrer Gründung vor acht Jahren nun Fördermittel in Höhe von 226.871 Euro für 89 Projektförderungen bewilligt.

Der Vorsitzende des Stiftungsrats, Oberbürgermeister Wolfgang Lützner, bedankte sich für die Bereitschaft zur übernahme der Ehrenämter. Michael Fritz übernimmt den Vorsitz im Vorstand, Rosemarie Späth und Richard Kriegbaum sind Stellvertreter. Sie treten die Nachfolge von Dr. Klaus-Georg Hengstberger, Eberhard Knoblauch und Herbert Kircher an, die sich aus dem Vorstand, dem sie für zwei Amtszeiten von je vier Jahren angehörten, verabschiedeten. „Vorstand der Bürgerstiftung – nichts, was man mal so nebenher machen kann!“ Mit diesen Worten bedankte sich Lützner für den wertvollen Beitrag, den die scheidenden Vorstände geleistet haben und würdigte ihre große Einsatzbereitschaft. Das Stiftungskapital der Bürgerstiftung, an dessen Einwerbung die bisherigen Vorstände maßgeblich beteiligt waren, wird in diesen Tagen eine Million Euro erreichen.

Neu in die Förderung aufgenommen wurden sieben Projekte:

„Klasse2000“ an Böblinger Grundschulen: Ziel von Klasse2000 ist es, die Persönlichkeit der Kinder zu stärken. Sie bräuchten Kenntnisse, Haltungen und Fertigkeiten, mit denen sie ihren Alltag so bewältigen können, dass sie sich wohlfühlen und gesund bleiben. Mit dem Projekt „Klasse2000“ sollen Kinder ihren Körper kennenlernen, eine positive Einstellung zur Gesundheit entwickeln, die Bedeutung von gesunder Ernährung und Bewegung erfahren, Freude an einem aktiven Leben bekommen und persönliche und soziale Kompetenzen entwickeln. Kinder lernen den kritischen Umgang mit Tabak, Alkohol und Medien. Das Programm ist auf die komplette Grundschulzeit ausgelegt.

Böblinger Klasse – ohne Mobbing: Im Mobbingfall wird bei diesem Projekt eine Intervention in der Klasse durchgeführt und an einem guten Klassenklima gearbeitet. Die Klasse wird dazu befähigt, zum Vorbild in Bezug auf das Verhalten zu werden. Es geht um die Verbesserung der Klassengemeinschaft ohne Diffamierungen und Schuldzuweisungen, das Erlernen eines respektvollen zwischenmenschlichen Umgangs und sozialer Spielregeln, die von allen akzeptiert, angestrebt und umgesetzt werden. Das Projekt kommt erst dann zum Einsatz, wenn im Rahmen der normalen Schulsozialarbeit kein Erfolg erzielt worden ist.

Sprachpartnerprojekt NIKA: Deutsch sprechende Frauen werden in diesem Projekt geschult und erhalten eine Partnerin, die sie regelmäßig besuchen oder sich mit ihr verabreden, um gemeinsam Deutsch zu reden oder auch in anderen Fragen behilflich zu sein. Zusammengeführt werden die Partnerinnen durch Mitarbeiterinnen von NIKA (Netzwerk interkulturelle Arbeit), die sowohl die professionelle Begleitung der Gruppen als auch das Zusammenfinden der Paare und die Betreuung der Ehrenamtlichen leisten.

Theaterprojekt „55 Sommer“: 55 Sommer erzählt im Mikrokosmos einer Gartenkolonie die Weltgeschichte von 1945 bis zur Jahrtausendwende. Während sich der Schrebergarten vom lebensnotwendigen Nutzgarten zum reinen Freizeitvergnügen wandelt, verändertsich die Welt und mit ihr die Ansichten,Rollenbilder, ängste und Wünsche mehrerer Generationen. Acht Theaterensembles der Kunstschule Böblingen lassen die 55 Sommer lebendig werden. Die Idee des intergenerativen Lernens ist der Kern der 55 Sommer. Die „Silver Ager“ teilen Wissen und Erlebnisse, die heute schon fast vergessen sind, mit jungen Generationen, die eigene Antworten auf gesellschaftliche Fragen von heute und morgen finden müssen.

Kooperation Tagesklinik/SV Böblingen: Die Tagesklinik am Maienplatz bietet im Rahmen ihres Therapieprogramms ein Bewegungsund Entspannungsmodul in Zusammenarbeit mit der SV Böblingen mit folgenden zentralen Zielen an: Bewegung und Sport als regelmäßige Einheit im Rahmen eines ganzheitlichen Therapieansatzes, der die positiven Wirkungen von Sport und Bewegung aufnimmt und fördert. Mittelfristige Möglichkeit zur Integration in die „Regelangebote“ des Vereins mit der beabsichtigten positiven Nebenwirkung einer sozialen Anbindung.

Aktivitäten der Lebenshilfe e.V.: Der Verein bietet eine vielfältige Anzahl von Veranstaltungen an. Die Bürgerstiftung beteiligt sich an den Kosten der Veranstaltungen „Adventsfreizeit für Senioren“, „Stadtranderholung im Waldheim Tannenberg“ und „Teestuben“.

Grünes Klassenzimmer, Ludwig-Uhland-Schule: Die Kinder sollen den Lebensraum Streuobstwiese während eines ganzen Jahres kennen lernen und verrichten alle notwendigen Arbeiten. Sie lernen durch Selbsterfahrung, Begreifen und Beobachten. Ziel ist, die Kinder für die Vielfalt der Natur vor unserer Haustür zu begeistern. Vom Landkreis ausgebildete und diplomierte Streuobstpädagogen führen gemeinsam mit den Klassenoder Naturkundelehrer die Unterrichtseinheiten in der freien Natur durch.

Weitere Projektförderungen: „Schwimmen – ich lern’s!“ für Grundschüler, Vorlesebücher für Lesepaten und ältere Menschen, ein Nachbarschaftspatenprojekt, Kunst- und Kulturprojekte, Einzelfallhilfen für Senioren, Familien und sozial Schwache, Kooperationen von Grundschulförderklassen mit der Jugendfarm, Gewaltpräventionsprojekte, dies sind weitere Projekte, an denen sich die Bürgerstiftung beteiligt hat.

Die Bürgerstiftung Böblingen fördert nach ihrer Satzung Bildung und Erziehung, die Jugend- und Altenhilfe, Wissenschaft und Forschung, Kultur, Völkerverständigung, die Hilfe für Behinderte, den Umweltschutz, Sport und mildtätige Zwecke.

Amtsblatt

Die Bürgerstiftung Böblingen fördert laut ihrer Satzung Bildung und Erziehung, die Jugend- und Altenhilfe, Wissenschaft und Forschung, Kultur, Völkerverständigung, die Hilfe für Behinderte, den Umweltschutz, Sport und mildtätige Zwecke. Seit 2006 wurden 61 Projekte mit einer Summe von über 225.000 Euro unterstützt.

Vorlesebücher für Lesepaten und ältere Menschen, die Aktion „Schwimmen – ich lern‘s!“ für Grundschüler, Unterstützung von Müttern mit Migrationshintergrund, Einzelfallhilfen für Senioren und sozial Schwache, die Kinderuni Böblingen, Kooperationen von Grundschulförderklassen mit der Jugendfarm, Gewaltpräventionsprojekte, Gesundheitsförderung an Grundschulen, die Förderung eines musikpädagogischen Orientierungskurses für behinderte Kinder, Technikförderung an Gymnasien und Realschulen – dies sind einige der Projekte, die im Jahr 2013 aus den Erträgen des Stiftungskapitals und den eingegangenen Spenden unterstützt werden konnten.

Helfen Sie mit!

Mit einer Spende oder als Zustifter können Sie dazu beitragen, gemeinnützige, soziale und mildtätige Zwecke auch in den nächsten Jahren zu fördern. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.buergerstiftung.boeblingen.de oder bei der Geschäftsstelle der Bürgerstiftung:
Ralf Priester
Telefon: (0 70 31) 6 69-22 41
E-Mail: priester@boeblingen.de

Bankverbindung:
Kreisparkasse Böblingen
BLZ 603 501 30
Konto Nr. 501 004

Amtsblatt

Der Stiftungsrat der Bürgerstiftung Böblingen hat in seiner letzten Sitzung Rosemarie Späth, Richard Kriegbaum und Michael Fritz in den Vorstand berufen.

Michael Fritz übernimmt den Vorsitz, Rosemarie Späth und Richard Kriegbaum sind Stellvertreter. Der Vorsitzende des Stiftungsrats, Oberbürgermeister Wolfgang Lützner bedankte sich für die Bereitschaft, dieses Amt zu übernehmen.

Die drei neuen Vorstände treten die Nachfolge von Dr. Klaus-Georg Hengstberger, Eberhard Knoblauch und Herbert Kircher an, die zwei Amtszeiten mit je vier Jahren dem Vorstand angehörten. Eine längere Amtszeit sieht die Satzung der Bürgerstiftung nicht vor. OB Lützner bedankte sich für den wertvollen Beitrag, den die scheidenden Vorstände zum Erfolg der Bürgerstiftung geleistet haben und würdigte ihre große Einsatzbereitschaft.

Auf der Tagesordnung des Stiftungsrats stand auch die Beschlussfassung über sieben Projektförderungen. 20.200 Euro wurden genehmigt. Insgesamt hat die Bürgerstiftung seit ihrer Gründung vor acht Jahren Fördermittel in Höhe von 226.871 Euro für 89 Projektförderungen bewilligt. Das Stiftungskapital der Bürgerstiftung, an dessen Einwerbung die bisherigen Vorstände maßgeblich beteiligt waren, beträgt inzwischen knapp eine Million Euro.

Weitere Informationen zur Arbeit der Bürgerstiftung erhalten Sie unter:
www.buergerstiftung.boeblingen.de oder bei der Geschäftsstelle:
Ralf Priester, Telefon: (0 70 31) 6 69-22 41, E-Mail: piester@boeblingen.de.

Kreiszeitung Böblingen

Kindersport: Die dritte Auflage von „Schwimmen – ich lern’s“ der SV Böblingen wieder großer Erfolg

Von Uli Meyer

BÖBLINGEN. „Super geklappt“ hat nach Worten von Christine Häberle auch die dritte Auflage der Aktion „Schwimmen – ich lern’s“. Vergangene Woche führte die Kindersport-Leiterin der SV Böblingen zusammen mit weiteren ausgebildeten Schwimmlehrern 48 Erst- und Zweitklässler von Böblinger Grundschulen in die Kunst des über-Wasser-Bleibens ein.

„Es waren auch ein paar Kinder dabei, die voriges Jahr ihre Angst noch nicht ganz überwinden konnten“, freute sich Häberle, dass im zweiten Anlauf die Hürde übersprungen werden konnte. Als erfreuliches Ergebnis bleibt: „Die allermeisten haben es gepackt.“

Statt wie in den beiden Vorjahren im Käthe-Kollwitz-Bad, das derzeit wegen einer Sanierung gesperrt ist, fanden die vier Kurse zu je zwölf Teilnehmern diesmal im Galgenbergbad statt. „Da hatten wir statt der gewohnten 32 Grad Wassertemperatur zwar nur 28, aber eine schöne große Wasserfläche“, verglich Christine Häberle, die letztlich froh war, dass sich überhaupt eine alternative Stätte angeboten hatte und die Aktion deshalb nicht ausfallen musste.

„Der Bedarf ist da, denn unsere Aktion spricht sich herum“, hat die Kindersport-Leiterin erfahren, dass bei Elternabenden von den Schulen viel Werbung für „Schwimmen – ich lern’s“ gemacht worden ist. Die 48 Plätze waren ruck, zuck belegt. Attraktiv ist das Angebot für Familien auch deshalb, weil die Teilnahme der Kinder kostenlos ist.

Wie in den Vorjahren wurden die Kosten von der Bürgerstiftung Böblingen und der Sozialstiftung der Kreissparkasse getragen. Beide Institutionen sind an einer Fortsetzung der Aktion interessiert. „Die Finanzierungszusage für 2014 liegt vor“, freut sich Christine Häberle. Kommendes Jahr geht es dann auch wieder ins Käthe-Kollwitz- Bad. Anmeldeformulare werden allerdings erst im April oder Mai 2014 verteilt.

Amtsblatt Böblingen

Dank einer Spende in Höhe von 1.360 Euro durch die Bürgerstiftung Böblingen konnte die Stadtbibliothek über 100 Vorlesebücher für die Lese- und Sprachförderung von Kindern und zum Vorlesen für hochbetagte und demenzkranke Menschen anschaffen. Die Stadtbibliothek Böblingen bietet schon seit vielen Jahren und in Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen Projekte und Aktionen zur Leseförderung in jedem Alter an.

Die Leseförderung ist eine der Säulen der Böblinger Bibliotheksarbeit. Lesekompetenz ist Voraussetzung für schulischen und beruflichen Erfolg und die Integration in die Gesellschaft. Doch Lesen und Vorlesen ist viel mehr: Das Eintauchen in fremde Welten und Geschichten, das zum unvergesslichen Erlebnis wird, zeigt, dass Lesen viel Spaß macht!

Knapp 50 Lesepaten im Einsatz
Seit 2003 schafft die Bibliothek Vorlesebücher an, die von den Böblinger Lesepaten in 14 Kindertageseinrichtungen, acht Grundschulen und in der Pestalozziförderschule vorgelesen werden. Mittlerweile sind knapp 50 Lesepaten im Einsatz. Zweimal im Jahr organisiert Julia Klönne-Bibouche, Leiterin des Treff am See, Austauschtreffen der Lesepaten. Andreas Jani, Kinder und Jugendbibliothekar der Stadtbibliothek, nimmt als Kooperationspartner teil. Neben hilfreichen Tipps und Hinweisen zum Vorlesen berät er auch bei der Auswahl von passenden Büchern.

Durch Spende Angebot aufgefrischt
Mit den neu angeschafften Vorlesebüchern wird das Angebot aufgefrischt und erweitert. Dies war auch ein Wunsch aus dem Kreis der Lesepaten. Das Angebot an Bilderbüchern und Geschichtensammlungen für Kinder im Vor-und Grundschulalter wird rege von den Lesepaten genutzt. Durch die zusätzlichen Titel steigt nun die Auswahlmöglichkeit. Die Buchauswahl wurde auf das Vorlesepublikum abgestimmt.

Bücher zum Vorlesen für Senioren
Ein anderer Teil der Spende wurde für Bücher zum Vorlesen in Böblinger Senioreneinrichtungen verwendet. Bereits seit 1976 gibt es dieses von der Stadtbibliothek initiierte Projekt. Immer häufiger fragen haupt- und ehrenamtlich Tätige in Senioreneinrichtungen nach geeignetem Vorlesestoff für Hochbetagte und vor allem demente Menschen. Diese Bücher müssen bestimmte Kriterien erfüllen. Durch die Spende konnte nun der Grundbestand an Vorlesebücher für ältere Menschen erweitert werden. Für diejenigen Senioren, die noch selbst lesen können, wurden aktuelle Großdruckbücher gekauft. Die Nachfrage danach stieg in den letzten Jahren stetig an. Viele der angeschafften Titel eigenen sich auch sehr gut zum Vorlesen.

Werden Sie Lesepate!
Interessierte, die sich vorstellen können, Lesepatin oder Lesepate in einer Kindertagesstätte, Schule oder Senioreneinrichtung zu werden, sind jederzeit willkommen. Julia Klönne-Bibouche wird Sie in einem Erstgespräch beraten und anschließend zur Hospitation und zum Einsatz in die Einrichtungen vermitteln.
Weitere Informationen erhalten Sie unter www.treffamsee.boeblingen.de oder Telefon (0 70 31) 6 6953 21. Die neuen Bücher stehen ab sofort in der Stadtbibliothek „Im Höfle“ zur Ausleihe zur Verfügung. Die Mitarbeiter/innen der Stadtbibliothek freuen sich über das erweiterte Angebot und bedanken sich bei der Bürgerstiftung Böblingen für die Unterstützung ihrer Arbeit!

Filmtipps aus der Stadtbibliothek
Die Stadtbibliothek Böblingen hat neben Büchern und anderen Medien auch über 1300 Spielfilme auf DVD und Video im Bestand. Für alle, die ihren Lieblingsfilm schon auswendig kennen, haben wir hier Filmtipps zusammengestellt, die Ihnen bestimmt genauso gut gefallen werden. Die Filme finden Sie in der Stadtbibliothek „Im Höfle“. Heute: Die Star-Wars-Filme haben Ihnen gefallen? Dann könnten Ihnen folgende Filme ebenfalls gefallen: 2001 – Odyssee im Weltall Alien, Das fünfte Element, Men in Black, Krieg der Welten, Star Trek Filme.

Kreiszeitung Böblingen

Bürgerstiftung Böblingen unterstützt Stadtbibliothek Böblingen mit einer Spende für zwei Projekte.

Dank einer Spende von 1360 Euro durch die Bürgerstiftung Böblingen konnte die Stadtbibliothek über 100 Vorlesebücher für die Lese- und Sprachförderung bei Kindern und zum Vorlesen für hochbetagte und demenzkranke Menschen kaufen.

BÖBLINGEN (red). Die Stadtbibliothek Böblingen bietet laut einer Pressemitteilung schon seit vielen Jahren und in Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen Projekte und Aktionen zur Leseförderung für jedes Alter an. Die Leseförderung ist eine der Säulen der Böblinger Bibliotheksarbeit. Die Lesekompetenz, heißt es, ist eine Voraussetzung für schulischen und beruflichen Erfolg und dem Dazugehören zur Gesellschaft. Doch Lesen und Vorlesen sei viel mehr: das Eintauchen in fremde Welten und Geschichten, die zum unvergesslichen Erlebnis werden, zeigen, dass Lesen einfach auch viel Spaß mache. Mit den durch die Spende der Bürgerstiftung Böblingen angeschafften Vorlesebüchern wird nun das Angebot an Vorlesebüchern aufgefrischt und erweitert. Dies war auch ein Wunsch aus dem Kreis der Lesepaten. Das Angebot an Bilderbüchern und Geschichtensammlungen für Kinder im Vor und Grundschulalter werde schon jetzt rege von den Lesepaten genutzt. Durch die zusätzlichen Titel steigt nun die Auswahlmöglichkeit. Die Buchauswahl wurde zielgenau auf das Vorlesepublikum abgestimmt.

Ein anderer Teil der Spende wurde für Bücher zum Vorlesen in Böblinger Senioreneinrichtungen ausgegeben. Bereits seit 1976 gibt es das von der Stadtbibliothek initiierte Projekt. Immer häufiger fragen hauptamtlich wie ehrenamtlich Tätige in Senioreneinrichtungen nach geeignetem Vorlesestoff für Hochbetagte und vor allem demente Menschen. Diese Bücher müssen bestimmte Kriterien erfüllen. Durch die Spende konnte nun der Grundbestand an Vorlesebücher für ältere Menschen erweitert werden. Für diejenigen Senioren, die noch selbst lesen können, wurden aktuelle Großdruckbücher gekauft. Die Nachfrage danach stieg in den letzten Jahren stetig an. Viele der angeschafften Titel eignen sich auch sehr gut zum Vorlesen. Interessierte, die sich selbst vorstellen können, Lesepatin oder Lesepate in einer Kindertagesstätte, Schule oder Senioreneinrichtung zu werden, sind jederzeit willkommen. Julia Klönne-Bibouche berät in einem Erstgespräch und vermittelt anschließend zum Einsatz in die Einrichtungen. Weitere Informationen unter www.treffamsee.boeblingen.de im Internet oder unter der
Telefonnummer (0 70 31) 669 53 21.

Hintergrund: Lesepaten in Böblingen
Die von der Spende gekauften Bücher stehen ab sofort in der Stadtbibliothek „Im Höfle“ zur Ausleihe zur Verfügung. Seit 2003 schafft die Bibliothek gezielt Vorlesebücher an, die von den Böblinger Lesepaten in 14 Kindertageseinrichtungen, acht Grundschulen und der Pestalozzi-Förderschule vorgelesen werden. Mittlerweile sind knapp 50 Lesepaten bei der Leseförderung im Einsatz. Zweimal im Jahr organisiert Julia Klönne-Bibouche, Leiterin des Treff am See, Austauschtreffen. Andreas Jani, Kinder- und Jugendbibliothekar der Stadtbibliothek, nimmt dabei als Kooperationspartner teil. Neben hilfreichen Tipps und Hinweise zum Vorlesen, gibt er auch Rat für die Lesepaten bei der Auswahl von passenden Büchern in der Bibliothek.

Amtsblatt Böblingen

Informationsabende, Beratungstermine, Praktikas und eine Menge gut gemeinter Ratschläge gibt es für Schüler/-innen zur großen Frage: Was fange ich nach der Schule mit meiner Zukunft an? Die Antwort liegt irgendwo zwischen persönlichen Interessen, rationalen überlegungen und dargebotenen Möglichkeiten.

Aus den vielen Möglichkeiten und Perspektiven, die sich den Schüler/-innen bieten, werden recht selten die sogenannten MINT-Berufe gewählt. MINT ist die Abkürzung für die Bereiche Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. MINT-Karrieren beginnen in der Regel mit einer Berufsausbildung in einem technisch-naturwissenschaftlichen Bereich. Dieser ist Türöffner für viele Karrieremöglichkeiten, auch international. Bereits am Ende der achten Klasse möchte die Albert-Schweitzer-Realschule den Blick auf diesen wichtigen Weg der Berufsfindung richten. Dazu wird eine Projektwoche vom 17. bis 21. Juni 2013 durchgeführt, in der besonders der technisch-naturwissenschaftliche Bereich im Mittelpunkt steht. Die Schüler/-innen werden Betriebsbesichtigungen machen, Roboter bauen, aus Elektronikschrott Gegenstände löten und sich zusammen mit einem ehemaligen ASR-Schüler über Elektronik informieren. Außerdem erhalten sie Informatisonen von einem Team junger Wissenschaftler. Für die Eltern wird zur Projektwoche ein Informationsnachmittag in türkischer und russischer Sprache angeboten. Die Projektwoche wird von der Bürgerstiftung und der Agentur von Arbeit gefördert.

Amtsblatt

Junges Böblingen
„Die Muffins sind fertig!“ 12 Kinder stürzen sich auf ein Gebäck. das gerade frisch und heiß aus dem Solarbackofen kommt. Die Mädchen und Jungen im Alter von 11-12 Jahren beschäftigen sich eine Woche lang mit Basiswissen zur Solartechnik. Unter der Anleitung der Physikerin Elisabeth Frank experimentieren sie mit Solarzellen und Spiegeln. Sie erfahren, dass ein schwarzer Körper das Sonnenlicht absorbiert und wärmer wird als ein weißer Körper, der das meiste Sonnenlicht reflektiert.

Genauso funktioniert die schwarze Solardusche, bei der kaltes Wasser von der Sonne erwärmt wird. „Naturwissenschaft und Technik mit allen Sinnen erleben“ war das Motto des Sommerferiencamps „Expedition Einstein“ auf dem Gelände des IBM-Klub Böblingen. So wird im selbst gebastelten „Parabolrinnen-Kocher“ das Sonnenlicht auf eine schwarze „Dose im Wintergarten“ konzentriert. Der Erfolg ist ein ausschließlich mit Sonnenenergie gekochter Milchreis oder „Sonnenwürstchen“. „Im Kontext von Alltagsanwendungen ist Physik für alle attraktiv und beim Basteln von technischen Objekten wie Solarkocher oder Solarhubschrauber hat jedes Kind Erfolgserlebnisse – Physik und Technik werden positiv erlebt“, so die Studiendirektorin Elisabeth Frank, die selbst viele Jahre an einem Gymnasium unterrichtet hat.

Erlebnis erweitert den Horizont
Aber auch Spaß und Abenteuer kamen nicht zu kurz beim jeweiligen halbtägigen Programm der Erlebnispädagogen des NEW Instituts Freiberg, die das Expedition Einstein Feriencamp begleiteten: Klettern am Fels, Bogenschießen, Feuerspucken,Teamspiele und vieles mehr. Hier konnte jedes Kind seine persönliche Herausforderung finden und neue, das Selbstbewusstsein stärkende Erfahrungen machen. Das Feriencamp, das auf zwei verschiedene Ebenen Spaß machte und in vielfältiger Weise den Horizont erweitere, wurde von der Bürgerstiftung Böblingen gefördert.

Aber auch Spaß und Abenteuer kamen nicht zu kurz beim jeweiligen halbtägigen Programm der Erlebnispädagogen des NEW Instituts Freiberg, die das Expedition Einstein Feriencamp begleiteten: Klettern am Fels, Bogenschießen, Feuerspucken,Teamspiele und vieles mehr. Hier konnte jedes Kind seine persönliche Herausforderung finden und neue, das Selbstbewusstsein stärkende Erfahrungen machen. Das Feriencamp, das auf zwei verschiedene Ebenen Spaß machte und in vielfältiger Weise den Horizont erweitere, wurde von der Bürgerstiftung Böblingen gefördert.

Techniktage in den Herbstferien
Weiter geht es für die Teilnehmer, die im neuen Schuljahr in die 7.Klasse kommen. Sie werden in den Herbstferien zu Techniktagen in Böblinger Firmen eingeladen. Interesse an den schulbegleitenden naturwissenschaftlichen Angeboten? Dann schreibt eine E-mail an baur@boeblingen.de.

Amtsblatt Böblingen

Die Bürgerstiftung Böblingen informiert.

In der Sitzung des Stiftungsrats Ende Februar 2013 wurde das Ergebnis der Jahresrechnung für das Jahr 2012 festgestellt. Aus den Erträgen des Stiftungskapitals und den eingegangenen Spenden wurden im Jahr 2012 17 Projekte unterstützt und ein Betrag von 30.992 Euro für gemeinnützige und mildtätige Zwecke ausgeschüttet. Weitere Förderungen in Höhe von 54.238 Euro sind bereits beschlossen.

Unter anderem wurden folgende Projekte und Fördermaßnahmen unterstützt:
– „Schwimmen – ich lern‘s!“ für Grundschüler
– Einzelfallhilfen für Senioren und sozial Schwache
– Kooperationen von Grundschulförderklassen mit der Jugendfarm
– Gewaltpräventionsprojekte
– Gesundheitsförderung an den Grundschulen
– Zuschüsse zur Jugendbegleiterausbildung
– Förderung eines musikpädagogischen Orientierungskurses für behinderte Kinder
– Technikförderung an den Gymnasien
– Unterstützung der Angebote des Treff am See
– Kinderuniversität an der Volkshochschule Böblingen

Spenden und Zuschriften

Durch eine Zustiftung in Höhe von mindestens 2.000 Euro kann die Arbeit der Bürgerstiftung Böblingen erheblich unterstützt werden. Zusätzlich stockt die Stadt Böblingen diesen Betrag um 1.000 Euro auf. Die Arbeit der Bürgerstiftung kann selbstverständlich auch mit einer Spende unterstützt werden. Hier ist jeder Betrag willkommen. Weitere Informationen erhalten Sie bei Ralf Priester, Telefon (0 70 31) 6 69-22 41, E-Mail priester@boeblingen.de oder unter www.buergerstiftung.boeblingen.de. Bankverbindung der Bürgerstiftung: Kreissparkasse Böblingen, BLZ 603 501 30, Konto 501 004.

Amtsblatt Böblingen

Theaterspielen ist eine wunderbare Möglichkeit, um die Lebenskompetenz junger Menschen in unserer Gesellschaft zu verbessern. Es fördert Fähigkeiten, die eine gesunde, stabile Persönlichkeit kennzeichnen. In der Albert- Schweitzer-Realschule wird mit Unterstützung der Bürgerstiftung Böblingen das Theaterprojekt „Helden gesucht“ in den sechsten Klassen durchgeführt.

Auf kreative und spielerische Art werden z.B. folgende Fähigkeiten gefördert: Selbstbewusstsein, Vertrauen in die eigene Kompetenz, Erkennen eigener Fähigkeiten und Grenzen, motorische Fähigkeiten, Fantasie, Ausdruckskraft, Geduld und Ausdauer, Frustrationstoleranz, sprachliche und kognitive Fähigkeiten, Einsatzbereitschaft, Spontaneität, soziales Miteinander, Verantwortungsbewusstsein für sich und andere. Theaterspielen ist Kommunikations- und Sprachförderung und somit eine ideale Ergänzung zur Sprachförderung an der Albert- Schweitzer-Realschule. Hierbei steht die Sprache unter Einbeziehung aller Sinne zum einen immer im Mittelpunkt des Handelns, zum anderen entsteht sie auf ganze natürliche Weise im Spiel. Es entsteht für die Spieler kein Druck, denn jedes Kind ist in der Lage, das Spiel zu verstehen und daran teilzunehmen. über diese Freude am Tun und darüber, dass die Sprache mit allen Sinnen erlebt, erfahren und erfasst wird, entwickelt sich die Sprache der vielseitig.

Theaterprojekt „Helden gesucht“ in den Klassen 6
Helden haben keinen Feierabend. Immer wenn es irgendwo brennt, wenn etwas nicht so funktioniert, wie es soll oder Unrecht geschieht, werden sie gerufen. Gemeinsam machen sich die Schüler auf die Suche nach Helden im Fernsehen, in Geschichten oder Filmen, in der Klasse, auf der Straße, in der Familie, in der Stadt, in Vergangenheit und Zukunft. Wir suchen nach dem Helden in uns! Wann waren wir ein Held? Was sind unsere Zauberkräfte? Was haben wir schon alles vollbracht und hat es überhaupt jemand bemerkt? Sei ein Held und zeig uns einen Helden!

Alltagshelden zeigen Zivilcourage
Das Thema Zivilcourage wurde an der Schule mit theaterpädagogischen Mitteln, ausgehend von der Erfahrungswelt von Sechstklässlern beleuchtet. Anhand von konkreten Situationen aus der Lebenswelt der Schüler wurde Zivilcourage und das aktive Eingreifen in Notsituationen spielerisch eingeübt und in kleinen Szenen vorgestellt. Zivilcourage beginnt damit, genau hinzusehen und wahrzunehmen, was wirklich passiert, statt wegzusehen und Unrecht in Schweigen zu hüllen.

Amtsblatt Böblingen

Das Projekt „Stockkampf“ ist ein Baustein im Konzept der Gewaltprävention und des sozialen Lernens an der Albert-Schweitzer- Realschule.

Dabei geht es darum, den Stab als verlängerten Arm kontrolliert zu führen. Der Stab ist Werkzeug und Schlüssel zugleich. In fließenden Bewegungen erfahren die Jugendlichen Achtsamkeit und Vertrauen im Umgang mit sich selbst und anderen.

Qualitäten, die hier gefordert werden, sind Selbstbehauptung, das Gefühl der Nähe und Distanz, die Wahrnehmung der eigenen Grenzen und der Respekt vor Grenzen der anderen. Anders als beim Raufen oder verbalen Beleidigen haben Grenzüberschreitungen mit den Stöcken sofort fühlbare Konsequenzen. Die Jugendlichen werden in Koordination, Orientierung, Ausdauer und Körperbeherrschung geschult.

Der Stockkampf ist der Schlüssel dazu, wie man mit inneren Konflikten im Alltag umgehen kann. Dadurch, dass man sich bewegt, bewegt sich auch etwas in einem selbst.
Die eigenen Sinne werden wach, man ist präsent und öffnet seine Sinne. Durch den Umgang mit dem Gegenüber wird die eigene Entwicklung und dadurch die eigenen Persönlichkeit gefördert.

Das Projekt „Stark.stärker.WIR“ wurde von der Bürgerstiftung Böblingen unterstützt.

Kreiszeitung Böblinger Bote

Kreissparkasse und Bürgerstiftung fördern Musikunterricht.

BÖBLINGEN (red). „Jetzt geht’s los, wir fangen jetzt an! Laute Töne, leise Töne, hohe Töne, tiefe Töne.“ Dieses Lied ist der Auftakt jeder Musikstunde eines gemeinsamen Unterrichtsprojektes der Käthe-Kollwitz- Schule mit der Musikschule Böblingen, die einmal wöchentlich unter der fachkundigen Anleitung von Lehrerinnen beider Schulen in den Räumen der Musikschule stattfindet. Schon in den vergangenen Jahren hat sich die Kooperation der beiden Schulen sehr gut bewährt.

Beate Stapf, Lehrerin der Musikschule, arbeitet schon seit etlichen Jahren mit Kindern, die besondere Lernvoraussetzungen mitbringen. Sie weiß aus Erfahrung, dass viele Kinder hier ganz neu aufblühen und oft ungeahnte musikalische Begabungen zeigen. Die Schülerinnen und Schüler lernen unterschiedliche Instrumente kennen, tauchen ein in die Welt der Rhythmen und Klänge und stärken ihr Selbstvertrauen durch das eigene Singen und Musizieren.

Damit alle Beteiligten weiterhin von dieser Zusammenarbeit profitieren können, haben sich die Bürgerstiftung Böblingen und die Sozialstiftung der Kreissparkasse Böblingen entschlossen, dieses Projekt mit je 1800 Euro zu unterstützen und damit für zwei weitere Schuljahre zu sichern.
Schüler und Lehrerinnen freuten sich mit den Schulleitern Peter Merz von der Musikschule und Heinz Mast von der Kollwitz- Schule über die Spendenschecks, die Daniel Wengenroth und Ralf Priester überbrachten.

Amtsblatt Böblingen

Kennen Sie die Böblinger Bürgerstiftung?
Als Mitglied des Gemeinderats bin ich Vertreterin der Freien Wähler-Fraktion im Stiftungsrat der Böblinger Bürgerstiftung. Da die Böblinger Bürgerstiftung und deren Leistungen oft unbekannt sind, liegt es mir am Herzen, sie Ihnen etwas näher zu bringen.

Die Stiftung wurde im Dezember 2005 gegründet. Einige Böblingerinnen und Böblinger haben den Grundstock durch ihre finanziellen Stiftungen und Spenden gelegt und die Stadt Böblingen hat sich ebenfalls daran beteiligt. Inzwischen hat sich das Stiftungskapital mehr als verdoppelt. Die gesetzten Ziele wurden jedoch noch nicht erreicht.
Bereits zum dritten Mal wurde der Stiftung das Gütesiegel des Bundesverbands Deutscher Stiftungen verliehen. Die Böblinger Bürgerstiftung unterstützt und fördert heute vielseitige Projekte, verstärkt im Kinder und Jugendbereich, zum Beispiel:
– meine Klasse und ich – ohne Gewalt – zur Stärkung des Selbstbewusstseins durch Deeskalationsstrategien
– die Kinder-Uni an der Volkshochschule – eine kostenlose Vorlesereihe, die Kindern spannende Wissensgebiete verständlich vermittelt
– Kooperation mit der Jugendfarm und den Grundschulen
– tiergestützte Pädagogik, beispielsweise durch Pflege und Verantwortung für ein dortiges Tier
– Böblinger Klasse ohne Mobbing – Verbesserung des Klassenklimas ohne Diffamierung und Schuldzuweisung
– Schwimmen – ich lern’s – 40 Prozent der Erst- und Zweitklässler können nicht richtig schwimmen
– musikpädagogischer Orientierungskurs mit der Käthe-Kollwitz-Schule – geistig behinderten Kindern wird die Möglichkeit geboten, ihre individuellen musikalischen Fähigkeiten weiter zu entwickeln
– Gewaltprävention durch soziales Lernen – den Schülern eine positive Sozialentwicklung ermöglichen.
Ganz wichtig auch die Einzelfallhilfe für bedürftige Familien und Senioren, die in Not geraten sind. Wie schnell kann es gehen, dass die Reparatur der Waschmaschine zum finanziellen Problem wird?

Beteiligen Sie sich an der Stiftung!
Da die ganzen Aktivitäten ausschließlich für Menschen in unserer Stadt sehr hilfreich sind, lade ich Sie als Böblingerinnen und Böblinger herzlich ein, sich mit Ihren finanziellen Möglichkeiten an dieser guten Sache zu beteiligen. Es gibt so viele Gründe hierfür, z.B ein runder Geburtstag, ein Jubiläum, ein gesund geborenes Kind oder Enkel, gute Jahre in Böblingen – oder einfach nur „für ein gutes Gefühl“.

Sie können sich als „Stifter“ einbringen: Das Geld geht ins Stiftungskapital, aus dessen Ertrag die Vorhaben gefördert werden. Oder Sie können sich als „Spender“ einbringen: Hierbei besteht die Möglichkeit, Projekte kurzfristig zu verwirklichen. Dadurch werden kontinuierliche und nachhaltige Projekte und Vorhaben in unserer Stadt gefördert. Die Bürgerstiftung unterstützt übrigens nur Projekte, die nicht von öffentlicher Seite (also von Stadt, Land oder Bund) gefördert werden. Sie nimmt keine Pflichtaufgaben der öffentlichen Träger wahr.
Bitte wenden Sie sich bei Fragen an mich (rosemarie-spaeth@t-online.de) oder an den Gesamtgeschäftsführer Ralf Priester mit der Telefonnummer (07031) 669-2241. Gemeinsam können wir „etwas mehr“ für unsere Stadt sein!

Amtsblatt Böblingen

Die erfolgreiche Kooperation zwischen der Musikschule Böblingen und der Käthe-Kollwitz-Schule kann mit Unterstützung der beiden Stiftungen weitergeführt werden.

Die Käthe-Kollwitz-Schule ist eine Ganztagesschule für Kinder und Jugendliche mit besonderen Lernvoraussetzungen. Sie arbeitet seit mehr als zwei Jahren im Rahmen eines gemeinsamen Projekts mit der Musikschule Böblingen zusammen. Bei dem Projekt handelt es sich um einen musikpädagogischen Orientierungskurs, in dem rhythmische und musikalische Fähigkeiten vermittelt und die Sinne sowie die Sensomotorik der Schüler/-innen geschult werden. Soweit dies möglich ist, wird auch zum lnstrumentalunterricht hingeführt. Die bisherigen Erfahrungen der beteiligten Klassen waren durchgehend positiv. Die Schüler/-innen waren hoch motiviert und es war sehr gewinnbringend für die Entwicklung ihrer musikalischen Fähigkeiten und ihres Selbstbewusstseins. Zur Durchführung des Kurses ist die Schule auf finanzielle Unterstützung angewiesen. Die Bürgerstiftung Böblingen und die Sozialstiftung der Kreissparkasse Böblingen haben sich gerne bereit erklärt, das Projekt in den nächsten zwei Jahren gemeinsam mit einem Betrag in Höhe von 3.615 Euro zu unterstützen.

Weitere Informationen zur Bürgerstiftung erhalten Sie unter www.buergerstiftung.boeblingen.de oder bei Ralf Priester, Telefon (0 70 31) 6 69-22 41, E-Mail priester@boeblingen.de.

Kreiszeitung Böblinger Bote

Die Bürgerstiftung und die Stadt Böblingen laden zur Kinder-Uni in die Volkshochschule ins „Höfle“.

BÖBLINGEN (red). In den Herbstferien findet vom 29. Oktober bis 2. November in den – Räumen der Volkshochschule Böblingen- , Sindelfingen (VHS) im „Höfle“ die sechsten Böblinger Kinder-Uni statt. Die Stadt Böblingen und die Böblinger Bürgerstiftung ermöglichen wieder vier kostenlose Vorlesungen für Kinder von acht bis zwölf Jahren.

Das Vorlesungsprogramm beginnt am Montag, 29. Oktober, mit dem Thema „Warum braucht ein Arzt Schrauben und Nägel?“ Den Vortrag hält Professor Axel Prokop vom Klinikverbund Südwest/Kliniken Sindelfingen. Am Dienstag spricht Professor Steffen Schaal von der Pädagogischen Hochschule – Ludwigsburg über „Wildtiere im Winter – . Überlebensstrategien von Säugetieren“. Am Mittwoch, 31. Oktober, beantwortet der Diplom-Biologe Dr. Ralf Laternser die Frage „Fliegende Haifische und das Geheimnis der Sauberkeit. Bionik – Was können Wissenschaftler von der Natur lernen?“ Am Donnerstag, 1. November, findet wegen des Feiertags keine Vorlesung statt. Die letzte Kinder-Uni-Vorlesung hält am Freitag, 2. November, Julia Ziegler von der Universität Tübingen zum Thema „Menschen und Lebenswelten im alten Ägypten“.

150 Plätze pro Vorlesung
Die Kinder-Uni findet jeweils von 10 bis 11 Uhr im Saal der VHS in Böblingen in der Pestalozzistraße 4 statt. „Die Dozenten vermitteln die Sachverhalte auf kindgerechte Art und Weise“, so Dr. Christian Fiebig, Direktor der VHS. Da eine vorherige Anmeldung nicht möglich ist, empfiehlt er, rechtzeitig vor Vorlesungsbeginn vor Ort zu sein. Insgesamt haben 150 Kinder Platz im Hörsaal, die Eltern müssen draußenbleiben.

„Wir danken der Stadt Böblingen und der Böblinger Bürgerstiftung, die die Kinder-Uni mittlerweile zum sechsten Mal möglich machen“, betont Fiebig. Ziel der Kinder-Uni ist es, Kinder für das Lernen zu begeistern und sie zu selbstständigem Denken zu motivieren. Kinder, die alle vier Vorlesungen besuchen, erhalten am Ende ein Zertifikat.

Informationen gibt es unter der Telefon (0 70 31) 64 00-0 und unter www.vhs-aktuell.de im Internet.

Amtsblatt Böblingen

Der Bürgerstiftung Böblingen wird durch die Verleihung des Gütesiegels die Einhaltung der „Zehn Merkmale einer Bürgerstiftung“, unter anderem Unabhängigkeit, Vielfältigkeit in der Förderung, regionaler Bezug und Gemeinwohlorientierung bestätigt.

Das Gütesiegel des Arbeitskreises Bürgerstiftungen des Bundesverbands Deutscher Stiftungen wird an Bürgerstiftungen verliehen, die in Satzung und Arbeits­weise den „Zehn Merkma­len einer Bürgerstiftung“ entsprechen. Die Prüfung der Einhaltung dieser Merk­ male und die Entscheidung über die Vergabe des Güte­siegels erfolgt durch eine unabhängige Jury auser­fahrenen Bürgerstiftlern und Bürgerstiftungsexper­ten. Das Gütesiegel wird zeitlich befristet verliehen und hat für zwei Jahre Gül­tigkeit. Der Bürgerstiftung Böblingen wurde das Güte­siegel bereits zum vierten Mal in Folge verliehen.

Wenn Sie weitere Informationen zum Gütesiegel oder zur Arbeit der Bürgerstiftung wünschen, melden Sie sich gerne bei:

Ralf Priester,
Telefon (0 70 31) 6 69­22 41,
E­-Mail buergerstiftung@boeblingen.de.
Weitere Informationen finden Sie auch unter www.buergerstiftung.boeblingen.de.

Amtsblatt Böblingen

In der zweiten Sommerferienwoche fand erneut das Projekt „Schwimmen – ich lern‘s!“ im Käthe-Kollwitz-Bad in Böblingen statt. Das Projekt wurde aufgrund der hohen Anzahl an Nichtschwimmern in Böblingen ins Leben gerufen.

Eine Schnellumfrage an Böblinger Grundschulen ergab 2011, dass sich fast 42% der Erst- und Zweitklässler in Böblingen nicht sicher im Wasser bewegen können. Insgesamt 46 Böblinger Erst- und Zweitklässler trafen sich dieses Jahr an fünf Tagen für je 1,5 Stunden in vier verschiedenen Gruppen im Käthe-Kollwitz-Bad. Mit viel Eifer und Freude übten die Kinder Springen, Tauchen und natürlich Schwimmen.

Am Samstag, den 11. August 2012 hatten die Teilnehmer dann die Möglichkeit, im Rahmen der Spendenübergabe ihr Gelerntes im Böblinger Freibad den Eltern und der Presse zu zeigen.

Schon jetzt steht für alle am Projekt Beteiligten fest, dass aufgrund der positiven Resonanz eine ähnliche Aktion auch in den nächsten Sommerferien für Böblinger Grundschüler stattfinden soll.
Informationen hierzu werden wieder über die Schulen im Laufe des nächsten Schuljahres an die Kinder verteilt.

„Schwimmen – ich lern‘s!“ ist ein Projekt der Bürgerstiftung Böblingen, der Sozialstiftung der Kreissparkasse Böblingen, der Schwimmschule des Kindersports und der Schwimmabteilung der Sportvereinigung Böblingen e.V.

Kreiszeitung Böblinger Bote

„Schwimmen ich lern’s“: Trainer der SV Böblingen machen sich im Unterricht den Hubboden im Bad der Käthe-Kollwitz-Schule zunutze.

„Und jetzt kräftig ins Wasser pusten! Ohne die Nase zuzuhalten!“, fordert Christine Häberle, Leiterin der Kindersportabteilung der SV Böblingen lautstark auf. 48 Kinder haben in dieser Woche das Schwimmen gelernt. Sie nutzten dabei die vielen Vorteile, die der Hubboden im Käthe-Kollwitz-Bad bietet.

Von Tülin Kansoy

BÖBLINGEN. Christine Häberle und weitere Schwimmlehrer der SV Böblingen hoffen, dass es im städtischen Hallenbad an der Schönaicher Straße ebenfalls einen höhenverstellbaren Boden geben wird. Die Entscheidung darüber, ob das Bad, das für 4,6 Millionen Euro erweitert wird, auch einen 140 000 Euro teuren Hubboden erhält, fällt der Gemeinderat nach den Sommerferien.
Im Bad der Käthe-Kollwitz-Schule gewöhnen sich die Kinder erst einmal an die Bewegungen im Wasser. Bäuchlings liegen sie im Becken und strampeln so kräftig mit den Beinen, dass das Nass fast bis an die Decke spritzt. Schritt für Schritt lernt der Nachwuchs, sich sicher und selbstständig im Wasser zu bewegen. Eine große Hilfe dabei ist ihnen der Hubboden.

„Schwimmen ich lern’s 2012“ ist eine Gegeninitiative zu einem Umfrageergebnis vom vergangenem Jahr. Dabei kamen alarmierende Zahlen zum Vorschein. Fast 42 Prozent der Erst- und Zweitklässler der Böblinger Grundschulen können laut dieser Studie entweder gar nicht, oder schlecht schwimmen. Die Bürgerstiftung Böblingen reagierte im vergangenen Jahr, rief das Projekt ins Leben und holte sich Schwimmlehrer der SV Böblingen mit an Bord. Zusammen mit der Sozialstiftung der Kreissparkasse Böblingen finanziert die Bürgerstiftung die Nutzung der Schwimmhalle der Käthe-Kollwitz-Schule.
Die Hände an den Innenflächen zusammengelegt und die Daumen senkrecht aufgestellt, so sollen die Kinder jetzt durch das Becken gehen. Die Hände sind dabei der Schiffsbug und die Daumen die Kapitäne. „Die Kapitäne dürfen nicht untergehen“, ruft Schwimmlehrerin Pia Kraus den Kindern zu. „Haltet sie immer schön über Wasser!“ Dadurch sollen die Kinder die richtige Körperhaltung lernen. „Der Hubboden hilft sehr dabei, den Kindern das Schwimmen beizubringen. Wenn ich mir vorstelle, wie das bei den Dreijährigen in der SV Böblingen ist“, erzählt Christine Häberle, „die haben selbst bei 90 Zentimeter Tiefe gar keine Chance. So ganz ohne Boden unter den Füßen“. Direkte Schwimmhilfen machten es auch nicht besser für die Kinder. Daher seien sie besonders froh, dass sie nun in den Ferien die Schwimmhalle mit verstellbarem Boden nutzen können. Und auch die kleine Svenja findet: „Es hilft mir, wenn ich weiß, dass es nicht tief ist. Wenn ich dann doch mal nicht oben bleiben kann, stoße ich mich einfach vom Boden ab.“ Wäre der Boden tiefer, wäre dies nicht möglich.

Viele Ersatzbereiche möglich
Mit der Erweiterung des Hallenbads an der Schönaicher Straße soll das Galgenbergbad geschlossen werden. Umziehen werden in diesem Zuge dann auch die Schwimmkurse der SV Böblingen. Christine Häberle und Pia Kraus hoffen, dass der Beschluss des Böblinger Gemeinderats einen höhenverstellbaren Boden für das zusätzliche Becken in der Schönaicher Straße vorsehen wird. „Es sind ja nicht nur Schwimmschüler, denen der Boden hilft“, ergänzt Pia Kraus. „Behinderte gehen oft mit ihren Rollstühlen ins Wasser, oder bei Physioübungen nach Verletzungen und Krankheiten bringt der Hubboden bestimmt auch etwas.“

Von 30 bis 150 Zentimetern lässt sich der Boden des Schwimmbeckens innerhalb von wenigen Minuten verstellen. „Die Kinder können dabei sogar im Wasser sein. Sie sollten nur nicht in die Nähe der Treppen kommen.“, erklärt Christine Häberle. Diese klappen nämlich hoch, oder eben runter, wenn die Bodenhöhe verstellt wird. „Neben der Bedienung ist eine Anzeige, die zeigt, wie hoch der Boden ist. In der Halle ist ein Anzeigedisplay, das alle sehen können.“

Kurswechsel. Die fleißigen Nachwuchsschimmer der ersten Gruppe sind fertig für heute, verschnaufen und stillen ihren Durst. Prompt stürmen schon die nächsten zwölf Kinder in die Schwimmhalle. „Was hatten wir gelernt? Langsam wie die Schnecken!“, mahnt Christine Häberle die Neuankömmlinge zur Vorsicht und stellt den Hubboden ein wenig höher. „Wir haben vier Gruppen. Anderthalb Stunden darf jede von ihnen üben“, erklärt die Leiterin der Kindersportabteilung, bevor sie sich wieder an die Arbeit macht. „Die Kinder bringen ganz unterschiedliche Erfahrungsstände mit. Aber jedes Kind macht hier seinen eigenen Fortschritt.“

Kreiszeitung Böblinger Bote

BÖBLINGEN (red). Eine Umfrage 2011 an den Böblinger Grundschulen hat ergeben, dass von knapp 800 Schülerinnen und Schülern in der ersten und zweiten Klasse nach eigenen Angaben 134 gar nicht und 200 nur schlecht schwimmen können. Somit können sich fast 42 Prozent der Erst- und Zweitklässler in Böblingen nicht sicher im Wasser bewegen.
Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, fand im August 2011 erstmalig das Projekt „Schwimmen, ich lern’s“ statt. 45 Böblinger Erst- und Zweitklässler trafen sich acht Tage lang in vier verschiedenen Gruppen im Käthe-Kollwitz-Bad. Ziel des Kurses war es, den Kindern mit viel Spaß die Bewegung im Wasser zu vermitteln. Dazu zählen neben dem Schwimmen auch noch das Springen ins Wasser, Gleiten und Tauchen. Aufgrund der positiven Resonanz gibt es auch in diesem Jahr eine ähnliche Aktion unter der Leitung von Christine Häberle.
Der Kurs „Schwimmen, ich lern’s“ findet vom 6. bis 10. August täglich im Käthe-Kollwitz-Bad in Böblingen statt. Alle vier Kurse sind mit insgesamt 48 Kindern ausgebucht. „Schwimmen, ich lern’s“ ist ein Projekt der Bürgerstiftung Böblingen, der Sozialstiftung der Kreissparkasse Böblingen, der Schwimmschule des SVB-Kindersports und der Schwimmabteilung der Sportvereinigung Böblingen. Die Teilnahme am Schwimmkurs ist für die Kinder kostenlos, die Kosten werden von der Bürgerstiftung und von der Sozialstiftung der Kreissparkasse übernommen. Am Samstag, 11. August, findet um 11 Uhr im Böblinger Freibad die Spendenübergabe des Projektes statt.

Amtsblatt Böblingen

Zum dritten Mal fand im Mai 2012 das Stifterforum der Bürgerstiftung Böblingen statt. Eingeladen wurden alle Stifterinnen und Stifter, um sich über die Arbeit der Bürgerstiftung zu informieren.

Oberbürgermeister Wolfgang Lützner, Vorsitzender des Stiftungsrats begrüßte die Anwesenden und gab einen überblick über die Eckdaten der Bürgerstiftung. Ein Stiftungskapital von aktuell 871.695 Euro und die Förderung von über 40 Projekten mit einem Betrag von knapp 152.000 Euro in den letzten Jahren belegen eine erfreuliche Entwicklung. Rückmeldungen der Beteiligten, Berichte und eigene Erfahrungen zeigen ein positives Bild der Arbeit der Bürgerstiftung. Dr. Klaus-Georg Hengstberger, Vorsitzender des Vorstands bekräftigte im Anschluss das Ziel der Bürgerstiftung, möglichst bald ein Stiftungskapital von einer Million Euro zu erreichen, auch um trotz der derzeitigen Niedrigzinsphase ausreichend Erträge für die Projektförderung zu erzielen.
Im Anschluss berichtete Ralf Priester, Geschäftsführer der Bürgerstiftung über die Entwicklung der Finanzen und der Projektförderung der Bürgerstiftung Böblingen. „Schwimmen- ich lern‘s!“, Klasse2000 in den Grundschulen, Kindergarten plus, tiergestützte Pädagogik auf der Jugendfarm, ein generationsübergreifendes Kunstprojekt im Treff am See – das sind einige der Projekte, die dieses Jahr beginnen oder durchgeführt werden.

Danach gab Christine Häberle, Leiterin des SVB Kindersports einen überblick über das Projekt „Schwimmen-ich lern‘s!“ für Böblinger Grundschüler. Für die zweite Runde des Projekts in den Sommerferien liegen bereits vierzig Anmeldungen vor.
Zum Abschluss stellten Kornelia Masur und Martin Decker vom ejw mit einem gelungenen Kurzfilm das Jugendbegleiterprogramm an Böblinger Schulen vor. Angeboten werden unterrichtsunterstützende Angebote sowie eine Vielzahl von Angeboten im sportlichen, musischen und sprachlichen Bereich. Zum Abschluss fanden in freundlicher Runde noch reger Gedankenaustausch und interessante Gespräche statt.

Kreiszeitung Böblinger Bote

Die zweite Zirkus-Aufführung der Ludwig-Uhland-Schule brachte auch Schüler der Käthe-Kollwitz-Schule auf die Bühne.

Die Idee, einen Zirkus auf die Beine zu stellen, entstand vergangenes Jahr. Bei der Faschingsfeier der Ludwig-Uhland- Grundschule stand damals Zirkus auf dem Programm und die Resonanz darauf war so positiv, dass als Folge der großen Begeisterung dann die Zirkus-AG mit rund 50 Kindern entstand.

Von Julia Bosch

BÖBLINGEN. Bei der zweiten Zirkusaufführung vergangene Woche unter dem Motto „Der Zirkus auf großer Fahrt“ war jetzt die gesamte Schülerschaft der Ludwig-Uhland- Schule beteiligt. Die Kinder der Zirkus-AG übernahmen die klassischen Zirkusrollen wie Akrobat, Clown, Zauberer oder Jongleur, alle anderen fungierten als tanzende Teufelchen, Reporter, Schiffsmäuse oder Matrosen.
Die diesjährige Aufführung in der Turnhalle der Grundschule stand unter dem Motto „Der Zirkus auf großer Fahrt“. Aus diesem Grund war auf der Bühne ein großes Schiff zu sehen, auf dem die Zirkusshow stattfand. Die Geschichte, die sich durch die gesamte Aufführung zog, war, dass die Clowns von ihrem ursprünglichen Zirkus verjagt worden waren und dann mit einem Schiff auf Reise gingen. So waren beispielsweise die mit Tellern jonglierenden Kinder als Matrosen verkleidet. Dann ging es über Ungarn in eine sehr trockene Region, wo so viel Sand herumflog, dass die Kinder mit Stäben Regen machen mussten und die Jongleure versuchten, mit ihren Tüchern den Sand „wegzujonglieren“.
Auch die Kooperationsklasse der Käthe-Kollwitz-Schule, mit der die Ludwig-Uhland-Schule nun seit knapp 20 Jahren zusammenarbeitet, war am Zirkusprojekt beteiligt. Die fünf behinderten Kinder stellten Schiffsmäuse dar, die auf dem Schiff herumtollten.
Die Rektorin Elke Gnau-Hermann (51) ist stolz: „Man muss wissen, am Anfang konnte wirklich kein einziges Kind der Zirkus-AG jonglieren oder Einrad fahren und am Ende hat das alles geklappt. Auch unsere Kooperationskinder der Käthe-Kollwitz-Schule waren am Anfang eher schüchtern und sind bei der Aufführung dann total sicher auf dem Schiff herumgeklettert.“
Den Höhepunkt der Aufführung bildete die Akrobatik-Nummer und zum Abschluss waren dann wieder die Clowns zu sehen, die sich beim Kapitän des Schiffs, dafür dass er sie aufgenommen hatte, mit einem abschließenden Streich „bedankten“.

Dranbleiben soll sich lohnen, lautet die Botschaft
Vermitteln möchte die Schule den Kindern mit dem Projekt vor allem, dass sich Dranbleiben lohnt: „Die Kinder haben gemerkt, wenn sie bei einer Sache dabei bleiben und nicht die Freude verlieren, klappt alles“, so Gnau-Hermann.
Sämtliche Requisiten und finanzielle Mittel hat der Zirkus „Ludwando“ der tatkräftigen Arbeit und Werbung des Fördervereins der Schule zu verdanken. So sponserten die Bürgerstiftung Böblingen, die Daimler AG und die Stiftung der Volksbank dem Förderverein ausreichend Gelder, um die typischen Zirkusrequisiten zu besorgen.
Rektorin Elke Gnau-Hermann, die in der 2. Klasse unterrichtet, erzählt, sie habe nach dem Projekt die Kinder nun Geschichten schreiben lassen, wie es ihnen gefallen hat. Eine Schülerin schrieb: „Am Anfang hatte ich immer Bauchweh, aber dann habe ich gemerkt, dass ich es hinbekomme und das war richtig toll.“ Nächstes Jahr wird es wieder ein Zirkusprojekt mit Aufführung geben. Wie die genau aussieht, ist noch nicht klar.

Amtsblatt Stadt Böblingen

Der Verkauf der städtischen Weihnachtskarten ergab im letzten Winter eine Netto-Einnahme in Höhe von 820 Euro. Diese Einnahmen sollen, wie schon in den zurückliegenden Jahren, sozialen Zwecken zugute kommen. Diesmal ist es die Bürgerstiftung, die eine entsprechende Spende entgegen nehmen kann.

Amtsblatt Böblingen

In der Sitzung des Stiftungsrats am 27. Februar 2012 wurde das Ergebnis der Jahresrechnung für das Jahr 2011 festgestellt. Aus den Erträgen des Stiftungskapitals und den eingegangenen Spenden wurde im Jahr 2011 ein Betrag von 31.086 Euro für gemeinnützige und mildtätige Zwecke ausgeschüttet. Weitere Förderungen in Höhe von 37.165 Euro sind bereits beschlossen.

Im Jahr 2011 wurden unter anderem gefördert:

„Schwimmen – ich lern’s!“: Schwimmkurs für Böblinger Grundschüler
Eine Umfrage an den Grundschulen ergab, dass fast 42% der Erst- und Zweitklässler in Böblingen sich nicht sicher im Wasser bewegen können. Um dieser Entwicklung entgegen zu wirken und die Anzahl der Kinder, die nicht schwimmen können, zu reduzieren, fanden in den Sommerferien Schwimmkurse für 45 Kinder statt. Die Kinder konnten sich am Ende des Kurses ausreichend sicher im Wasser bewegen, über die Hälfte freute sich über das Schwimmabzeichen „Seepferdchen“.

Unterstützung von Müttern mit Migrationshintergrund
Frauen sollen motiviert werden, einen Integrationssprachkurs zu besuchen, damit sie ihre Kinder besser unterstützen und gleichzeitig Vorbilder sein können. Die dort gewonnenen Erfahrungen sollen Mut und Selbstbewusstsein stärken, ihnen selbst bei der Integration helfen und ihren Familien einen besseren Zugang zu Bildung und Information ermöglichen. Ergänzend sollen durch sie weitere Personen ermutigen werden, auch an diesen Kursen teilzunehmen.

Kooperation von Böblinger Schulen mit der Jugendfarm
Ziel der Kooperation ist die Förderung der Schüler aus Förderklassen nach dem Konzept der „Tiergestützten Pädagogik“. Durch die Arbeiten in Hof und Stall und durch den Umgang mit den Tieren werden den Kindern vielfältige Lernmöglichkeiten geboten, die ihrer Entwicklung förderlich sind.

Musikpädagogischer Orientierungskurs für Schüler der Käthe-Kollwitz-Schule
Geistig behinderten Kindern wird an der Musikschule Böblingen die Möglichkeit gegeben, ihre musikalischen Fähigkeiten im Rahmen ihrer individuellen Möglichkeiten weiter zu entwickeln. Durch Rhythmik werden Sinne und Sensomotorik geschult, musikalische Fähigkeiten vermittelt. Schwellenängste sollen abgebaut werden.

Schulübergreifendes Anti-Gewalttraining der AWO
Das Anti-Gewalttraining richtet sich an Schüler, die durch Sachbeschädigungen, massive verbale und/ oder körperliche Gewalt und Bedrohung, aber auch durch permanentes Stören des Unterrichts auffallen und aufgrund dessen kurz vor schweren Sanktionen stehen. Im Anti-Gewalttraining werden die Teilnehmer konsequent mit ihrem Verhalten konfrontiert, die Gedanken in Richtung Schuldbewusstsein und Verantwortungsübernahme gelenkt. Es soll eine Wiedergutmachungsleistung und Umorientierung erfolgen.

Deeskalationstraining der Arbeiterwohlfahrt am AEG
Ziel ist es, Gewalt und Erfahrungen mit psychischer und physischer Gewalt zum Thema zu machen, gewaltfreie Konfliktlösungsstrategien und Zivilcourage zu entwickeln und auszubauen. Die Handlungsstrategien im Zusammenhang mit Gewalterfahrungen werden in den (Schul-)Alltag transferiert.

„Gewaltprävention durch mehr soziales Lernen“ an der Albert-Schweitzer- Realschule
Ziel des Programms ist es, den Schülern durch ein integriertes Konzept zum sozialen Lernen eine positive Sozialentwicklung zu ermöglichen. Das Programm richtet sich an alle Schüler und beginnt in Klasse 5 mit dem im Unterrichtsplan verankerten „Sozialen Kompetenztraining“. Es folgt in Klasse 6 der Workshop „Selbstbehauptung“. Vertiefend wird in Klasse 7 der Workshop „body & more“ durchgeführt. In Klasse 8 dürfen die Schüler dann das Gelernte im „Sozialen Engagement“ in die Realität umsetzen. Sie demonstrieren den unteren Klassen wie toll es ist, wenn man willensstark ist und was man damit alles bewirken kann.

Kinderuniversität an der vhs
Die Böblinger Kinderuni ist eine kostenlose Vorlesungsreihe für Kinder. In den Vorlesungen werden den Kindern spannende Wissensgebiete einfach und verständlich vermittelt. Ziel ist es, die Kinder für das Lernen zu begeistern und sie zu selbständigem Denken zu motivieren.

Einzelfallhilfen für bedürftige Familien und Senioren
Ziel ist es, zielgerichtet, individuell und unbürokratisch in solchen Fällen zu helfen, wo Mittel z.B. für medizinische Zusatzleistungen oder Reparaturen fehlen, aber nicht vom Sozialleistungsträger übernommen werden.

Stipendien für Böblinger Abiturientinnen und Abiturienten
Vier sehr begabte, engagierte und motivierte Abiturientinnen und Abiturienten, die die fachlichen und persönlichen Voraussetzungen mitbringen, werden während ihres Studiums mit einem Stipendium unterstützt.

Spenden und Zuschriften
Durch eine Zustiftung in Höhe von mindestens 2.000 Euro kann die Arbeit der Bürgerstiftung erheblich unterstützt werden. Dieser Betrag erhöht das Stiftungskapital. Zusätzlich stockt die Stadt Böblingen diesen Betrag mit 1.000 Euro pro gestifteten 2.000 Euro auf. Ausgeschüttet werden nur die Erträge, das Stiftungskapital bleibt unangetastet. Die Arbeit der Bürgerstiftung kann selbstverständlich auch mit einer Spende unterstützt werden. Hier ist jeder Betrag willkommen.

Weitere Informationen erhalten Sie bei:
Ralf Priester
Telefon: (0 70 31) 6 69-22 41
E-Mail: priester@boeblingen.de oder unter
www.buergerstiftung.boeblingen.de

Bankverbindung der Bürgerstiftung:
Kreissparkasse Böblingen
BLZ 603 501 30
Konto 501 004

Sindelfinger Zeitung

Von unserem Redaktionsmitglied Daniel Krauter

Sie jonglieren, balancieren und zeigen akrobatische Kunststücke. Die Turnhalle der Böblinger Ludwig-Uhland-Schule wird zur Zirkusmanege. Den Kindern ist der Spaß ins Gesicht geschrieben. Als Belohnung für den Auftritt gibt es Applaus von den Mitschülern. Ob Clown, Zauberer oder Akrobat – in der Welt des Zirkus findet jedes Kind die Rolle, die ihm auf den Leib geschrieben ist.

Seit Anfang des Schuljahres heißt es jeweils dienstags für eine Dreiviertelstunde „Manege frei“ in der Turnhalle. „Ich konnte davor noch nicht Einrad fahren. Dass habe ich in erst in der Zirkus-AG gelernt“, freut sich die neunjährige Aileen. Auch Nia und Rosa sind begeistert. „Es macht jedes Mal sehr viel Spaß und wir haben schon einige Kunststücke gelernt. Wenn die Zirkus-AG nächstes Jahr wieder stattfindet, sind wir auf jeden Fall dabei“, sagt die achtjährige Nia.
Neben den Grundschülern der Ludwig- Uhland-Schule sind auch fünf Kinder der Außenklasse der Käthe-Kollwitz-Schule Böblingen – einer Förderschule – an der Zirkus-AG beteiligt. „Es ist schön zu sehen, wie ungezwungen die Kinder miteinander umgehen und gemeinsam Freude an der Bewegung haben“, sagt Michaela Wendorff, Klassenlehrerin an der Käthe-Kollwitz-Schule. Gemeinsam mit ihren Kolleginnen von der Ludwig-Uhland-Schule, Aurelia Coklica, Verena Langer und Claudia Iannetta, versuchen die Pädagoginnen den Kindern die verschiedenen Elemente der Zirkuswelt zu zeigen.

Fortschritte sind erkennbar
„Es ist wirklich toll, welche Fortschritte die Kinder seit Beginn des Schuljahres gemacht haben und welche unerkannten Fähigkeiten sie haben“, sagt Claudia Iannetta. Gerne hätten die Verantwortlichen um Rektorin Elke Gnau-Hermann mehr Schülern die Möglichkeit gegeben, bei der AG mitzumachen. „Wir wurden förmlich von den Schulkindern überrannt, die dabei sein wollten. 30 Kindern mussten wir leider absagen. Diesen haben wir aber versprochen, dass sie im kommenden Schuljahr an der Zirkus-AG teilnehmen dürfen“, sagt die Rektorin.

Ohne die Unterstützung durch Sponsoren ist es für eine Schule nicht möglich, eine solche AG durchzuführen. So wurden etwa Sitztrapeze, eine Musikanlage, Einräder, Diabolos und vieles mehr beschafft, um den Kindern die Möglichkeit zu bieten, ihre Vorstellung vom Zirkus aktiv zu leben und Teil dieser bunten Welt zu werden.

Dankbar für die Unterstützung
Michael Strauß, erster Vorsitzender des Fördervereins der Ludwig-Uhland-Schule, ist für die Unterstützung dankbar. „Wir rannten mit der Idee, eine Zirkus-AG ins Leben zu rufen, bei den Verantwortlichen der Firmen offene Türen ein. Die Kinder und wir sind dankbar dafür, dass sie uns unterstützen.“ Stellvertretend für die Sponsoren, die das Projekt mit 9.500 Euro finanzieren, nahm der Geschäftsführer der Bürgerstiftung Böblingen, Ralf Priester, den Dank entgegen: „Wenn man sieht, mit welchem Spaß die Kinder bei der Sache sind, dann ist das Geld hier an der richtigen Adresse.“
Nach dem erfolgreichen Projektstart können sich die jetzigen Erstklässler bereits auf das kommende Schuljahr freuen. Dann werden sie in der Zirkus-AG jonglieren, balancieren und ihre akrobatischen Kunststücke zeigen.

Kreiszeitung Böblinger Bote

5. Auflage der Böblinger Kinder-Uni – „Die Teilchenjäger am CERN.“

Von Ina Kraft

BÖBLINGEN. Atome, Neutronen, Protonen und Quarks – die Dinger, um die es am Mittwoch bei der Böblinger Kinderuni geht, sind so winzig klein, dass die meisten sich darunter wenig vorstellen können. Das schreckt die knapp 70 Kinder nicht, die sich den Vortrag von Dr. Michael Eppard anhören. Wie in den Vorjahren haben Stadt und Bürgerstiftung es möglich gemacht, dass renommierte Referenten wissenschaftliche Themen kindgerecht aufarbeiten.

Eppard war selbst einer derjenigen, die Thema seines Vortrags sind – ein „Teilchenjäger am CERN“. Zehn Jahre lang war der Physiker daran beteiligt, den größten Teilchenbeschleuniger der Welt auf dem Forschungsgelände der Europäischen Organisation für Kernforschung bei Genf (CERN) zu bauen. Keine Frage, dass mit dem Wissenschaftler ein absoluter Fachmann vor den Kindern steht. Die zeigen keine Berührungsängste mit der nicht einfachen Materie. Schon als Eppard die erste Frage stellt, schnellen viele Hände nach oben.

„Was seht ihr“, will der Referent wissen und deutet auf ein Foto auf der Leinwand. „Einen Rosenstrauch.“ Anhand dieses Rosenstrauchs veranschaulicht er, wie winzig die Teilchen sind, die er und seine Kollegen erforschen. Immer kleiner wird der Ausschnitt, den Eppard den Jungen und Mädchen zeigt. Bis zu einem Millimeter kommt das Auge mit, dann ist das, was zu sehen ist, nur durch spezielle Mikroskope sichtbar zu machen. Ein Atom weist eine Größe von 0,000 000 0001 Metern auf. „Und selbst das ist uns noch viel zu groß“, erläutert Eppard, präsentiert einen Atomkern, der aus Protonen und Neutronen besteht. „Jedes Proton und jedes Neutron besteht aus jeweils drei Quarks. Und aus denen besteht die Welt.“ Die Menschen, die Tiere, Wasser, Luft, Staub – alles. Diese Quarks sind unvorstellbar winzig: 0,000 000 000 000 001 Meter.

Weil Forscher wie Eppard wissen wollen, wie sich diese Winzlinge verhalten, haben sie den größten Teilchenbeschleuniger der Welt gebaut: eine 27 Kilometer lange, kreisrunde Röhre, die 100 Meter unter der Erde verläuft. Welche Dimensionen das Projekt hat, verdeutlichen Fotos. Da stehen kleine Menschen neben Maschinen, hieven große Kräne noch größere Geräte in riesige Hallen unter der Erde.
Durch die Röhre jagen die Wissenschaftler Protonen, bis diese fast Lichtgeschwindigkeit erreicht haben. Dann werden die Protonen zur Kollision gebracht. „Die zerfallen dabei in ihre Einzelteile“, sagt Eppard. „Und wir müssen schnell die Einzelteile suchen und versuchen zu rekonstruieren, wie sie sich verhalten.“ Damit das funktioniert, zeichnet ein Detektor – eine Art Riesenkamera – die Kollisionen auf. Daten, die gespeichert und ausgewertet werden.Jede Menge Theorie, doch die Kinder hören konzentriert zu. Immer mal wieder veranschaulicht der Referent, in was für Dimensionen sich das Ganze bewegt. Er zeigt das Foto eines Raumes, in dem nur Rechner stehen: Insgesamt 20 000 Stück, auf denen alle Daten gespeichert werden, die von den Detektoren des Teilchenbeschleunigers aufgezeichnet werden. Würde man all dieses Daten auf CD-Roms brennen, würden sich die benötigten Datenträger zu einem Stapel von 15 000 Kilometern auftürmen.

Damit die Wissenschaftler auf der ganzen Welt solche Daten austauschen können, hat ein Wissenschaftler am CERN vor 20 Jahren etwas erfunden, das heute jedes Kind kennt: das World Wide Web. „Das hat das CERN der Welt ganz umsonst zur Verfügung gestellt“, erklärt Eppard. Als er nach gut 40 Minuten seinen Vortrag beendet, stellt er fest, dass in seinem Publikum wahre Experten sitzen. Ein Junge hat von einer Explosion gehört, die es 2008 am CERN gab und will Genaues wissen. „Zehn Tage nachdem der Teilchenbeschleuniger in Betrieb genommen wurde, gab es eine Explosion, bei der rund ein Achtel des Tunnels explodiert ist“, erklärt Eppard. „Das Helium im Tunnel hat sich zu sehr erhitzt und ausgedehnt.“

„Was hat es mit Strings auf sich“, will ein anderer wissen. Eine Theorie, so Eppard, die nicht bewiesen sei und zudem den bisherigen Erkenntnissen der Teilchenphysik zuwider laufe. Passen muss der Wissenschaftler, als ein Mädchen wissen will, aus wie vielen Atomen ein Mensch besteht. „Weiß ich nicht, aber sicher so viele, dass man sie nicht mehr zählen kann.“ „Und wer bezahlt das alles?“ „Alle Länder, die beteiligt sind. In Deutschland zahlt jeder Steuerzahler pro Jahr zwei Euro für das CERN.“
„Das war alles sehr interessant“, bilanziert der zwölfjährige Nils nach der Kinder-Uni-Vorlesung. Nicht zu kompliziert? „Nö.“ Der ein Jahr jüngere Max pflichtet bei. „Ich hab ein Buch gelesen, wo mir nicht alles klar war. Jetzt hab ich es sehr gut verstanden.“

Amtsblatt Böblingen

In der zweiten und dritten Sommerferienwoche fand das Projekt „Schwimmen – ich lern ́s!“ im Käthe-Kollwitz-Bad in Böblingen statt.

„Schwimmen – ich lern ́s!“ ist ein Projekt der Bürgerstiftung Böblingen, der Sozialstiftung der KSK Böblingen, der Schwimmschule des Kindersports und der Schwimmabteilung der Sportvereinigung Böblingen e.V. Das Projekt wurde mit der Intention, den hohen Anteil von Nichtschwimmern erheblich zu reduzieren, ins Leben gerufen. Eine Schnellumfrage an den Böblinger Grundschulen hat ergeben, dass von knapp 800 Schülern in der ersten und zweiten Klasse nach eigenen Angaben 134 Schüler nicht schwimmen und 200 Schüler schlecht schwimmen können. Somit können sich fast 42% der Erst- und Zweitklässler in Böblingen nicht sicher im Wasser bewegen.

Kinder sollen Spaß an der Bewegung im Wasser haben
Insgesamt 45 Böblinger Erst- und Zweitklässler trafen sich an acht Tagen in vier verschiedenen Gruppen im Käthe-Kollwitz- Bad. Ziel des Kurses war es, den Kindern mit viel Spaß die Bewegung im Wasser zu vermitteln. Zur Bewegung im Wasser zählen neben dem Schwimmen auch das Springen ins Wasser, Gleiten und Tauchen. Die Kinder konnten sich am Ende des Kurses ausreichend sicher im Wasser bewegen, über die Hälfte freute sich am letzten Kurstag über das Schwimmabzeichen „Seepferdchen“.

Am Samstag, den 13. August 2011 hatten die Kinder zudem die Möglichkeit, das Gelernte im Böblinger Freibad den Eltern und der Presse zu zeigen. Mit viel Spaß schwammen fast 30 Kinder mit bunten Schwimmnudeln und Bällen durchs Schwimmbecken und zeigten stolz ihr Können.
Schon jetzt steht für alle Beteiligten fest, dass aufgrund der positiven Resonanz eine ähnliche Aktion auch in den nächsten Sommerferien für Böblinger Grundschüler stattfinden soll.

Amtsblatt Böblingen

Mit Unterstützung der Bürgerstiftung Böblingen wurde von der Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Böblingen-Tübingen e.V. am Albert-Einstein-Gymnasium ein Deeskalationstraining für die drei achten Klassen durchgeführt.

Im Deeskalationstraining geht es darum, Schülerinnen und Schüler dafür zu sensibilisieren, wann Situationen bedrohlich und in Gewalt münden können – gemeinsam werden dann unterschiedliche Möglichkeiten erarbeitet, wie man sich in den entsprechenden Situationen verhalten kann. Denn: Konflikte treten im Leben immer wieder auf, Auseinandersetzungen sind oft nicht zu vermeiden und gerade unter Jugendlichen häufiger anzutreffen. Aber: Es gibt Möglichkeiten, den Verlauf von Streitigkeiten und Konflikten zu beeinflussen. Ziel ist es, das eigene Handlungsrepertoire zu erweitern, passende Handlungsalternativen zu erproben und zu Zivilcourage zu ermutigen.

Theaterpädagogische Mittel kommen zum Einsatz

Drei TheaterpädagogInnen und die Schulsozialpädagogin des AEG arbeiteten an diesen Themen einen Tag lang mit jeder Klasse und ihrem Klassenlehrer. Dabei bringen die Schülerinnen und Schüler ihre eigenen Erfahrungen, das was sie vom Hörensagen her kennen und auch ihre eigene Befürchtungen in diesem Zusammenhang mit ein. Mit theaterpädagogischen Mitteln wie dem szenischen Spiel oder Forum-Theater werden gemeinsam Möglichkeiten erarbeitet, wie man in Bedrohungssituationen reagieren kann. Die Schülerinnen und Schüler konnten Erfahrungen machen, wie ihre Körpersprache wirkt, wie sie ihre Stimme einsetzen können und wie sie selbst in Konfliktsituationen deeskalieren können. Dabei ging es auch darum zu lernen, Situationen richtig einzuschätzen, sich selbst zu schützen und – wenn nötig – Hilfe zu holen.

So ein Tag kann nicht allumfassend sein, lädt aber dazu ein, sich weiter mit dem Thema zu beschäftigen – der Transfer in den Schulalltag wird an diesem Tag angeregt, indem die Schülerinnen und Schüler ihre eigenen Themen / Situationen bearbeiten und auch im Klassengespräch immer wieder aufnehmen können.

Die Bürgerstiftung Böblingen unterstützt soziale und mildtätige Zwecke, Bildung, Kultur, Völkerverständigung, Umwelt und Sport. Wenn Sie weitere Informationen zur Arbeit der Bürgerstiftung wünschen, können Sie uns gerne ansprechen:
Ralf Priester
Telefon: (0 70 31) 6 69-22 41
E-Mail: buerger-stiftung@boeblingen.de
www.buergerstiftung.boeblingen.de

Kreiszeitung Böblinger Bote

Schwimmen: Sportvereinigung Böblingen bietet kostenlose Kurse für Erst- und Zweitklässler, die im Wasser noch ihre Probleme haben.

42 Prozent der Erst- und Zweitklässler in Böblingen können gar nicht oder schlecht schwimmen – dank einer Umfrage an den Grundschulen ist dieses Problem bekannt. Seit Montag arbeitet die SV Böblingen unter dem Motto„Schwimmen, ich lern’s!“ mit kostenlosen Kursen für 47 Kinder im Käthe-Kollwitz-Bad an der Lösung.

Von Michael Schwartz

BÖBLINGEN. Erst liegen sie nur ein bisschen auf den Treppen im Wasser und erzeugen Blubberblasen mit dem Mund. Der nächste Schritt beinhaltet, sich am Beckenrand entlang zu hangeln. Die einen tasten sich vorsichtig Zentimeter um Zentimeter voran, andere gehen da schon etwas forscher vor und kommen schneller ums Karree. Mit um den Körper geschlungenen Schaumstoffschlangen überqueren die Mädchen und Jungs schließlich die Wasserfläche, ohne sich irgendwo festzuhalten. „Hast du heimlich geübt Silas?“, fragt Christine Häberle, Leiterin der Abteilung Kindersport von der Sportvereinigung Böblingen, einen Teilnehmer. Silas schüttelt stolz den Kopf und pustet einmal kräftig durch, während er sich auf den Stufen kurz erholt.
Die Idee zu den Gratis-Kursen für Noch-Nichtschwimmer stammt von der Bürgerstiftung Böblingen. Vorstandsmitglied Eberhard Knoblauch hatte in Heidelberg von einem solchen Projekt unter der Schirmherrschaft von Franzi van Almsick in der Zeitung gelesen und kam mit seinem Vorschlag auf die SVB zu, die sofort mit im Boot war. Ebenso die Sozialstiftung der Kreissparkasse, die, wie die Bürgerstiftung, eine Hälfte der 5000 Euro zur Finanzierung der Benutzung des Käthe-Kollwitz-Schwimmbades.
In eben jenem Becken stehen die Kinder vor einer neuen Aufgabe. Vom Rand aus sollen sie ins tiefe Wasser hüpfen. Dort wartet schon SVB-Schwimmlehrerin Pia Kraus mit ausgebreiteten Armen, was den Sprung doch ein bisschen erleichtert, auch wenn manche kurz zögern. Etwas schwerer ist da schon der Weg ans andere Ufer. Lukas ist mehr damit beschäftigt, die Augen zusammenzukneifen, weil er so viele Wasserspritzer der paddelnden Füße abbekommt. „Ich komm da nicht vorwärts“, stellt er trotzig fest. Doch als die Gischt der Vorderschwimmer sich beruhigt hat, erreicht auch er noch das Ziel.
„Normalerweise starten unsere Schwimmkurse schon bei Dreijährigen“, erzählt Christine Häberle, „die Kids bei ’Schwimmen, ich lern’s’ sind sechs bis neun Jahre alt, haben teilweise schon Vorerfahrungen und sind koordinativ weiter.“ Außerdem laste auch ein gewisser Druck auf den Kleinen, weil sie im Schulschwimmen der dritten Klasse auf keinen Fall ins Nichtschwimmerbecken verbannt werden wollen. Daher sei der Wille zu lernen ebenfalls größer und die Schritte würden schneller umgesetzt werden.

Schüler sollen flach wie ein Krokodil im Wasser liegen
So auch, als die Grundschüler in Duos kleine Schaumstoffboote mit Bildchen schwimmend aus dem Wasser fischen müssen. „Streckt das Bild nach vorne weg“, bittet Pia Kraus ihre Schützlinge für den Rückweg. Auf diese Weise üben die Kinder spielerisch die richtige Körperhaltung, oder wie es bei den Kursleitern heißt: „Flach im Wasser liegen wie ein Krokodil.“ Normalerweise hat das Käthe-Kollwitz-Bad in den Ferien geschlossen, doch dank der idealen Voraussetzungen – der Beckenboden lässt sich nach oben und unten fahren, um die Wassertiefe zu regulieren – wurde eine Ausnahme gemacht.
Im kommenden Jahr will die SV Böblingen die Kurse wiederholen und sie auch früher ausschreiben. Christine Häberle ist sich sicher, dass das Programm in den Sommerferien dann ganz schnell ausgebucht sein wird. Zunächst einmal dürfen aber die Kinder des diesjährigen Schwimmunterrichts bei der Beachparty der SVB (siehe Bericht Seite 19) zeigen, was sie gelernt haben. Die kleine Show beginnt um 11 Uhr, eine Stunde später folgt die offizielle Scheckübergabe der finanziellen Unterstützer.

Argumente
Nicht schwimmen zu können, ist keine Schande. Die Ursachen sind vielfältig, möglicherweise finanzieller Natur oder weil die Eltern glauben, diese Fähigkeit sei (noch) nicht wichtig für Grundschüler. Und doch kann es vorkommen, dass Kinder deshalb gehänselt werden. Die Aktion „Schwimmen, ich lern’s“ macht durch Flyer auf das Thema aufmerksam und hilft dabei, dass die Kleinen endlich dem Plantschbecken entwachsen. Kostenlos und ganz ohne geldbedingte Barrieren. So kann verhindert werden, dass Mädchen und Jungs im Schulsport oder Freibad untergehen – sowohl wörtlich als auch im übertragenen Sinn.

Michael Schwartz

Kreiszeitung Böblinger Bote

Ingenieure bereichern den NwT-Unterricht an den vier Böblinger Gymnasien – Unterstützung von der Bürgerstiftung.

Die Übertragung von Praxiswissen aus dem Berufsleben in die Schule ist zunehmend ein Thema. Dazu passt das Gemeinschaftsprojekt „ING.trifft“ das in den vier Böblinger Gymnasien durchgeführt und von der Böblinger Bürgerstiftung unterstützt wird.

Von Dirk Hamann

BÖBLINGEN. Im Raum 007 des Albert-Einstein-Gymnasiums steht Dr. Michael Hager vor Schülern der Klassenstufe 10, deutet auf Powerpoint Präsentationen und erläutert anhand eines NASA-Experiments, wie Projektmanagement funktioniert. In seinem wahren Leben ist Hager kein Lehrer, sondern Ingenieur bei der Firma Bielomatic und stellvertretender Vorsitzender des Fördervereins der Schule. Dem vor ihm sitzenden Nachwuchs möchte er an drei Vormittagen „eine sinnvolle Ergänzung des Lehrplans“ vermitteln, „Methoden und Werkzeuge aus der Industrie im Unterricht integrieren“.
Seit drei Jahren steht an Gymnasien landesweit das Fach Naturwissenschaft und Technik (NwT) auf dem Stundenplan, jeweils vier Stunden pro Woche betrachten dabei Schüler Themenstellungen, die sich an ihrer Erfahrungs- und Gedankenwelt orientieren. Dabei vertiefen sie die erlernten Kenntnisse aus den Fächern Biologie, Chemie, Physik und den Geowissenschaften, zudem bekommen sie naturwissenschaftliche Denk- und Arbeitsweisen vermittelt. Besonderes Gewicht liegt auf experimentellem und projektorientiertem Arbeiten – ein Unterrichtsansatz, der in Böblingen die Idee befruchtete, Fachkräfte aus der Industrie dafür zu gewinnen, Schülern mit großer Praxisnähe den Lernstoff schmackhaft zu machen.
Das Netzwerk Lebensweltbezug, eine Initiative der Böblinger Gymnasien und lokaler Firmen für Schulen und engagierte Eltern im Landkreis, hat das Projekt „ING. trifft…“ gegründet, in dem Ingenieure in den NwT-Unterricht kommen, diesen mitgestalten, Einblicke in ihren Berufsalltag geben und den technischen Nachwuchs fördern. Die Böblinger Bürgerstiftung greift „ING. trifft…“ mit Anschaffungen für besondere Gerätschaften unter die Arme, die das experimentelle Arbeiten der Schüler unterstützen und nicht von der Schule finanzierbar wären – so zum Beispiel Brennstoffzellen- Modellautos, die einige NwT-Unterrichtsstunden an Böblinger Gymnasien bereichern.
Raum 214. Die Tische sind beiseite geschoben, auf dem Boden ziehen kleine Fahrzeuge surrend ihre Kreise. Schüler haben Brennstoffzellenautos zusammengebaut, sie mit Hilfe der Elektrolyse von Wasser zum Laufen gebracht. Das Thema Energie, das sie in den Fächern Chemie, Biologie und Chemie durchgenommen haben, bekommt somit einen praktischen Anstrich. „Und das macht allen Schülern Spaß“, gibt Lehrer Jürgen Hallanzy glaubhaft zu verstehen. Worte, die Herbert Kirchner, Vorstandsmitglied der Böblinger Bürgerstiftung gerne hört. „Das passt zu unserem Vorhaben, etwas für die Allgemeinheit zu tun“, sagt er zufrieden.

Praxisnahes Lernen
Eine Tür weiter, Raum 212: Vor einer weiteren Klasse baut Bernd Gärtner, als Ingenieur bei Philips-Medical in Böblingen tätig, Monitore und technische Gerätschaften auf, die ansonsten nur in Arztpraxen oder Krankenhäusern zu sehen sind. Er erklärt seinen beruflichen Werdegang, versucht dann den Schülern die gewaltigen technischen Entwicklungen im Bereich der medizinischen überwachungssysteme schmackhaft zu machen. Schließlich folgt ein praktischer Teil, bei dem seine Zuhörer die Tätigkeit ihrer Herzmuskel sichtbar machen können. Das Ergebnis: Schüler, die praxisnah Neues lernen und froh sind, dabei spannende, praktische Erfahrungen machen zu dürfen.
Ein weiterer Beleg dafür, dass sich das Modell „Ing. trifft…“ bestens im Unterricht einbauen lässt. Das sieht auch Peter Kusterer von der IBM so, der ein bekennender Fan dieses Netzwerks ist. „Viele Schulen, viele Firmen, viele Mitarbeiter – die Idee des Netzwerks geht weiter“, meint er. „Man kann dort etwas beitragen, ohne in ein festes Konzept gezwungen zu werden.“ Mit dem Blick auf die rund 10 000 Ingenieure, die im Großraum Böblingen wohnhaft sind, fügt er hinzu: „Es können sich noch mehr am Netzwerk beteiligen. Wenn es groß wird, kann man einiges abdecken.“

Kreiszeitung Böblinger Bote

Schwimmen: Angebot der SV Böblingen für Erst- und Zweitklässler.
Eine Blitzumfrage an Böblinger Grundschulen brachte kürzlich ein erschreckendes Ergebnis ans Tageslicht: 42 Prozent der Erst- und Zweitklässler können schlecht oder gar nicht schwimmen. Ein Zustand, den die Böblinger Bürgerstiftung gemeinsam mit der SV Böblingen so schnell wie möglich ändern möchte.

Von Sandra Funk

BÖBLINGEN. „Schwimmen – ich lern’s“ lautet der Titel des gemeinsamen Projekts, in dem der Name Programm sein soll: In den Sommerferien wird es für 48 Böblinger Grundschulkinder an acht Tagen vier kostenlose Schwimmkurse im Käthe-Kollwitz- Hallenbad geben. „Die Idee haben wir aus Zeitungsberichten über ein Projekt in Heidelberg entnommen“, erklärt Eberhard Knoblauch, Vorstandsmitglied der Böblinger Bürgerstiftung bei der offiziellen Vorstellung im Paladion. „Man wollte dort sicherstellen, dass alle Kinder in Heidelberg schwimmen lernen“, so Knoblauch weiter, dem es als ehemaligem aktiven Schwimmer und Wasserballer ein ganz besonderes Anliegen ist, Gleiches auch in Böblingen in die Tat umzusetzen.

„Es ist einfach erschreckend, dass bei uns so viele Kinder nicht schwimmen können“, konnte der 75-Jährige das Ergebnis der Blitzumfrage an Böblinger Grundschulen zuerst gar nicht glauben. Bereits vor drei Jahren sprach man bei der Bürgerstiftung über solch ein Projekt, doch zunächst fehlten die nötigen Gelder. „Im Dezember signalisierte mir unser Geschäftsführer Ralf Priester dann, dass es jetzt ganz gut aussehen würde“, berichtete Knoblauch. Also nahm er Kontakt mit der SV Böblingen auf, und im Februar setzte man sich erstmals zusammen. SVB-Vereinsmanager Harald Link und Christine Häberle, Leiterin des Kindersports und Initiatorin der SVB-Schwimmschule, arbeiteten das Kursprogramm und den Kostenplan aus. Mit Daniel Wengenroth wurde zudem ein Unterstützer in doppelter Hinsicht gewonnen, denn der Schwimmabteilungsleiter ist bei der Kreissparkasse als Leiter des Kommunikationsbereichs auch für Spenden und Sponsoring zuständig und vermittelte die finanzielle Unterstützung aus der Sozialstiftung der Geldhauses. Diese trägt mit 2500 Euro die eine Hälfte der Kosten, die Böblinger Bürgerstiftung stemmt die andere.
So können die Kinder, die bislang noch nicht schwimmen können, kostenlos an einem der Kurse teilnehmen. „Rein statistisch gesehen haben wir in Böblingen 200 arme Kinder. Viele Familien können sich einen Schwimmkurs einfach nicht leisten“, weiß SVB-Vereinsmanager Harald Link. Gerade deshalb sei solch ein Angebot wichtig. Für Eberhard Knoblauch spielt aber noch ein weiterer Grund eine Rolle: „In meinen Augen fehlt heute das Bewusstsein dafür. Früher war es ganz selbstverständlich, dass man schwimmen können muss. Leider haben die Nichtschwimmer bei uns keine Lobby.“ Doch das soll sich jetzt ändern. Auf spielerische Art und Weise sollen die Kinder das Schwimmen quasi nebenbei erlernen. „Da gehört auch das Tauchen und Springen dazu“, verriet Christine Häberle.

Zwölf Kinder pro Kurs werden von zwei übungsleitern betreut
1000 Flyer haben Bürgerstiftung und SVB inzwischen drucken lassen. Diese sollen in den Böblinger Grundschulen an die Erst- und Zweitklässler verteilt werden. „Und dann hoffen wir, dass sich schnell möglichst viele anmelden“, so Christine Häberle, die selbst zwei der vier Kurse leiten wird. Los geht’s am 8. August. Eine Woche lang täglich sowie vom 15. bis 17 August stehen Kurse von 9 bis 10.30 Uhr, von 11 bis 12.30 Uhr, von 12.30 bis 14 Uhr und von 14.30 bis 16 Uhr an. Zwölf Kinder pro Kurs werden von je zwei übungsleitern betreut. Anmeldeschluss gibt es keinen, die Plätze werden nach Eingang der Anmeldungen vergeben. Weitere Informationen gibt es bei Christine Häberle unter Telefon (0 70 31) 677 93 13 oder per Mail an c.haeberle@sv-boeblingen.de.

Amtsblatt Böblingen

Liebe Bürgerinnen,
Liebe Bürger,

seit ihrer Gründung am 9. Dezember 2005 ist das Stiftungskapital der Bürgerstiftung Böblingen auf stolze 777.945 Euro gewachsen. Wir sind auf gutem Weg, das erklärte Ziel von 1 Million Euro Stiftungseinlage zu erreichen. Die Stadt wird auch weiterhin ihren Teil dazu beitragen. Bei jeder Zustiftung satteln wir noch bis 2014 die Hälfte des Betrags obenauf, bis dieses Ziel erreicht ist.

Die Erträge aus dem Stiftungskapital bilden die Grundlage für die Projektförderung. Schon 24 Projekte konnten mit insgesamt 113.000 Euro unterstützt werden. Kürzlich hat der Stiftungsrat für das Jahr 2011 ein Fördervolumen von 16.900 Euro beschlossen. Die Förderung von Projekten für und mit Kindern und Jugendlichen steht dabei im Vordergrund.

Von der Förderschule bis zum Gymnasium kommen die geförderten Projekte des Jahres 2011 in allen Schulformen zum Tragen. Von der musischen Förderung geistig behinderter Kinder, der Stärkung sozialer Kompetenzen, dem Umgang mit Tieren bis zur Kinderuniversität reicht die Spannbreite. Es gibt aber auch immer wieder Anlass für die Bürgerstiftung einzelnen Bürgerinnen und Bürgern in Not zu helfen. Die Gründe hierfür sind so vielfältig wie das Leben selbst. Wir sind glücklich, dass uns die Bürgerstiftung in die Lage versetzt, auch da helfen zu können, wo das soziale Netz Lücken zeigt.

Diese Menschen stehen hinter der Bürgerstiftung
Wer stiftet oder spendet, will und hat das Recht darauf, dass sein Geld in gute Hände kommt, bestmöglich verwaltet wird und Früchte trägt. Als Oberbürgermeister der Stadt Böblingen bin ich laut Satzung Stiftungsratsvorsitzender. Zu meinem Stellvertreter für die nächsten fünf Jahre wurde am 8. November einstimmig Carsten Claus, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Böblingen, gewählt. Auch die Stiftungsratsmitglieder wurden neu gewählt. Dr. Helmut Baur, Werner Frech, Ernst Isensee, Hans Kögel, Richard Kriegbaum und Adolf Ohlhausen wurden wieder gewählt. Neu sind Günter Steude und Alexander Vogelgsang. Aufgabe des Stiftungsrates ist es insbesondere die Einhaltung des Stifterwillens zu überwachen, den Wirtschaftsplan zu genehmigen, die Grundsätze der Vergabe von Geldmitteln festzulegen, Projektförderungen zu beschließen und über die Annahme und Gewinnung von Zustiftungen und Spenden zu entscheiden.

Dr. Klaus-Georg Hengstberger, Eberhard Knoblauch und Herbert Kircher bilden seit Stiftungsgründung den Vorstand. Sie führen die Geschäfte und werden dabei von Ralf Priester als Geschäftsführer unterstützt. An diesen dürfen Sie sich gerne bei Fragen zur Bürgerstiftung wenden. Seine Telefonnummer lautet 07031/669-2241 oder per E-Mail an buergerstiftung@boeblingen.de. Für ihr großes ehrenamtliches Engagement, das auch das Gütesiegel des Bundesverbands deutscher Stiftungen trägt, danke ich herzlich.

Die Bürgerstiftung hat Vertrauen verdient
Sie können als Bürgerin und Bürger unserer Stadt die Bürgerstiftung unterstützen. Zum einen durch eine Spende in beliebiger Höhe. Zum anderen laden wir Sie ein, Zustifter zu werden. Jede Zustiftung erfordert mindestens 2.000 Euro. Die Stadt Böblingen legt 1.000 Euro dazu. Bei höheren Summen entsprechend mehr. Die Bürgerstiftung kann stolz auf die geleistete Arbeit sein. Mein Dank gilt allen Stiftern, Zustiftern und Spendern sowie allen, die ihr Kraft und Engagement schenken.

Ihr Wolfgang Lützner

Kreiszeitung Böblinger Bote

Bühne frei für Starkmacher und Co: Schüler der Albert-Schweitzer-Realschule und der Pestalozzi-Schule begeistern in der Kongresshalle.

Da wuselt und rennt es, plappert lautstark und rutscht nervös auf den Plätzen hin und her: das junge Publikum vor Beginn des Musicals Streetlight in der Böblinger Kongresshalle.

Von Jutta Rebmann

BÖBLINGEN. Viele der Jungen und Mädchen werden gleich bei der Aufführung auf der Bühne stehen. Eine ganze Woche lang haben sie mit der Internationalen Band GenRosso getanzt, Musik gemacht, geübt und gelernt, wie man sich auf einer Bühne bewegt – oder Ton abmischt, oder eine Choreographie erarbeitet. Der Lohn der vielen Arbeit: Am Mittwoch- und am Donnerstagabend der vergangenen Woche hatten die Schülerinnen und Schüler der Albert-Schweitzer-Realschule und zweier Klassen der Pestalozzi- Förderschule Gelegenheit, ihre Talente und Begabungen bühnenwirksam zur Geltung zu bringen.

Clemens König, Lehrer an der Musik- und Kunstschule Böblingen, hatte sich seit einiger Zeit um die Durchführung dieses Selbstbewusstsein und Stärke der Kinder stützenden Projektes bemüht. Denn wer stark verankert ist, der ist für Gewalt weniger empfänglich, kann Konflikte besser meistern. Ganz in den Dienst dieser Aufgabe gestellt hat sich die Band GenRosso. Alles begann 1966, als eine Band in einem kleinen Ort bei Florenz ein knallrotes Schlagzeug geschenkt bekam. Damit war der Name „GenRosso“ geboren. Bei den Aufführungen in der Böblinger Kongresshalle leuchtet das knallrote Schlagzeug von der Bühne. Symbol für die 18 Bandmitglieder aus neun verschiedenen Ländern. Eine Band, die ihren Sitz in der Toskana hat und für eine Woche in Böblingen Station machte, um „ Streetlight“ mit einigen hundert Jungen und Mädchen einzuüben. „ Streetlight“ erzählt die Geschichte des jungen Afroamerikaners Charles Moats, der 1969 in Chicago vor seiner Haustür von einem Gang-Führer erschossen wird. Weil er den Traum einer Welt ohne Gewalt leben wollte. Weil er die Spirale der Gewalt durchbrechen wollte in einer Welt, in der Gangs, Verbrechen und Gewalt zum täglichen Leben gehören. Er träumte, seine Talente und Begabungen dort wo er lebte, ohne Angst ausleben zu können.

Das Gewalt immer nur neue Gewalt hervorruft, das haben die jungen Akteure auf der Böblinger Bühne schnell begriffen. Hingebungsvoll singen und tanzen sie. Wie selbstverständlich stehen sie auf der Bühne des Europasaales. Sie sind stolz, dass Eltern, Freunde und Bekannte im Publikum sitzen, während sie Hip-Hop tanzen, singen und mit gespannter Aufmerksamkeit den Regieanweisungen folgen.

Zwei Abende hintereinander voller Konzentration vor einem großem Publikum stehen, das ist eine Leistung. Rektorin Gudrun Eberhard von der Albert-Schweitzer-Real- schule war dann auch sichtlich stolz auf die jungen Künstler ihrer Schule und der kooperierenden Pestalozzi-Schule. GenRosso hatte aber auch in den Workshops mit Hingabe und Einfühlungsvermögen den jungen Kollegen die Grundzüge der Regeln auf den Brettern, die die Welt bedeuten beigebracht, hatten schlummernde Talente entdeckt und gestützt, musikalische Begabungen in ganz neue Bahnen gelenkt. Tomek Mikusinski aus Polen, Ponsiano Changa aus Tansania und Eric Mwangi aus Ghana – um nur einige der Bandmitglieder zu nennen – bewiesen bei der Einstudierung jene Engelsgeduld, die nötig ist, um Höchstleistungen hervorzurufen. Und so waren am Ende der zweiten Aufführung alle restlos zufrieden: Initiator und Motor Clemens König, dessen Junger Kammerchor der Musik- und Kunstschule Böblingen als erster Chor bei einer Streetlight-Aufführung dabei war. Die Band GenRosso, deren Konzept, an einer Welt mitzuarbeiten, in der der Gewalt keine Chance bekommen darf. Die mitspielenden und mitorganisierenden Kinder und Jugendlichen, für die „Streetlight“ unvergesslich bleiben dürfte. Denn wer hat schon Gelegenheit, sein Talent und seine Begabung auf der Bühne des Europa-Saales nicht nur vor der eigenen Familie, sondern vor einem vielköpfigen Publikum beweisen zu können.
Zur Verwirklichung des Projektes haben zahlreiche Sponsoren, unter ihnen die Paul-Lechler-Stiftung, die Bürgerstiftung Böblingen, die Sozialstiftung der Kreissparkasse und die Böblinger Baugesellschaft beigetragen.

Kreiszeitung Böblinger Bote

Im Streuobstgebiet Hochberg beginnt einjährige Naturaktion.

Von Florian Lieb

SINDELFINGEN. Seit 1963 ist der Steinkauz, eine der kleineren Eulenarten, nicht mehr in Sindelfingen und Böblingen ansässig. „Er hat es nicht mehr geschafft, sich anzusiedeln“, erklärt der Diplom-Biologe Thomas Peissner vom Sindelfinger Vogel- und Naturschutzzentrum (VIZ). Dem Steinkauz fehlen wie einigen anderen Vogelarten aus der Familie der Spechte schlichtweg die Nistplätze. Mit ihrem Schnäbeln sind die Vögel nicht im Stande, selber Nistplätze in die Baumstämme zu schlagen und natürliche Nisthöhlen sind rar gesät und begehrt. Deshalb hat es sich das Schülerprojekt „Schutz- und Entwicklungsmaßnahmen im Streuobstgebiet Hochberg“ zur Aufgabe gemacht, im Laufe des nächsten Jahres für die Balzzeit im Frühjahr Ersatzhöhlen in Form von Nistkörben zu bauen.

Alle zwei Wochen treffen sich elf Schülerinnen und Schüler der Sindelfinger Bodelschwinghschule sowie Realschule Eschenried, um neben dem Bau der Nistkörbe auch zu lernen, wie man ein Biotop kartiert. Während es für die meisten eine freiwillige Aktivität neben der Schule ist, leisten zwei von ihnen im Zuge des Schülerprojekts ihr Sozialpraktikum ab. Gefördert wird das Projekt, das insgesamt 5100 Euro kostet, von den beiden Bürgerstiftungen Sindelfingen und Böblingen. Diesen liegt es besonders am Herzen, dass den Jugendlichen wieder die Natur etwas näher gebracht wird. Das 40 Hektar große Streuobstgebiet südlich von Darmsheim wurde dabei zum Handlungsort erkoren. Für Peissner steht die Nutzung der Wiesen „und das, was man draus machen kann“ im Vordergrund. Gerade die Obstbäume seien „eine wichtige Lebensgrundlage für allerlei Dinge“.

Diese Woche wurde den Schülern bei herbstlichen Temperaturen die Nutzung verschiedener Obstsorten näher gebracht. Auch vom einsetzenden Regen ließ man sich nicht unterkriegen. „Des hört wieder auf“, zeigte sich Peissner optimistisch, wurde dann jedoch von Petrus eines Besseren belehrt. So durften sie aus einem Sammelsurium an äpfeln und Birnen Apfelsaft pressen. Hierbei galt es die richtige Mischung zu finden, wenn neben dem gemeinen Hausapfel oder der schweizerischen Wasserbirne auch gerbstoffbetontes Obst wie die Bratbirne zum Einsatz kam. Während so manche Birne bereits erste Anzeichen von Fäulnis in sich trug und damit kenntlich machte, dass ihre Zeit sich dem Ende neigte, haben die Schüler hinsichtlich der Nistkästen noch ein paar Monate Zeit. Erst im April müssen diese rechtzeitig zur Balz fertig gestellt sein. Und vielleicht wird dann auch wieder der Steinkauz in der Region ansässig.

Amtsblatt Böblingen

Liebe Mitbürgerinnen,
Liebe Mitbürger,

im Dezember des Jahres 2005 wurde die Bürgerstiftung Böblingen gegründet. Seitdem haben 41 Stifterinnen und Stifter, 28 Einzelpersonen und 12 Firmen zusammen mit der Stadt über 700.000 Euro zusammengetragen. Gut und sicher angelegt ist dieser Kapitalstock, so dass seine Erträge auf Dauer gemeinnützigen und mildtätigen Zwecken zugute kommen können. Stifter, Spender und Zuwendungsempfänger sind gleichermaßen daran interessiert, dass dieses Geld wohltätige Wirkung entfaltet. Für 2009 hat der Stiftungsrat beschlossen, 20.000 Euro auszuschütten.

Unterschiedlichste Projekte und Maßnahmen finden ein offenes Ohr und Unterstützung bei der Bürgerstiftung. So die „Kinderuniversität“, die als Ferienbildungsangebot unserer Volkshochschule in diesem Jahr schon zum dritten Male angeboten wird.

Ab und an zeigt unser soziales Netz Lücken. Es gibt unverschuldete Härtefälle, bei denen wir, mit von der Bürgerstiftung bereitgestellten Mitteln, einigen alten Menschen und Familien helfen konnten.
Ein Theaterprojekt der Albert-Schweitzer-Realschule sowie Elternkurse an Kindertagesstätten wurden gefördert. Auch das Gewaltpräventionsprojekt „Die Klasse und ich – ohne Gewalt“ wurde vom Stiftungsrat bedacht.

Bei unserem „Schülerpatenprojekt“ begleiten ehrenamtliche Paten Hauptschülerinnen und Hauptschüler beim übergang von der Schule in den Beruf. Erstmalig stehen in diesem Jahr auch Stiftungsgelder zur Finanzierung von „Schülerstipendien für Böblinger Abiturienten“ zur Verfügung. Denn ein erfolgreiches Studium bedarf neben Intelligenz, Talent und Fleiß einer finanziellen Grundausstattung für den Lebensunterhalt und Lernmittel. Jeder Euro kommt gerade zu Beginn des Studiums recht, um etwas entspannter in die neue Lebensphase zu starten.

Ein Förderschwerpunkt in 2009 ist die Jugendfarm im Röhrer Weg. In den vergangenen Jahren hat sie sich beachtlich entwickelt. Die Ehrenamtlichen zeigen im „Generationenmix“ engagierte Kinder- und Jugendarbeit, über die sich der Vorstand der Stiftung vor Ort ein eigenes Bild gemacht hat. Die Jugendfarm ist zum Abenteuerhof mit Tierhaltung geworden. Dort stehen Hasen, Ziegen, Gänse, Esel und Pferde im Mittelpunkt – natürlich neben unseren Stadtkindern. Diese lernen dort viel über Tierhaltung- und pflege, den angemessenen Umgang mit Tieren und Verantwortung für sie zu übernehmen. Sie bewegen sich an der frischen Luft, erkunden und erforschen Natur und Umwelt. Zusätzlich gibt es auch noch ein Angebot an Hausaufgabenhilfe.
Die Bürgerstiftung hat beschlossen, den Jugendfarm Böblingen e.V. für 2009 einmalig mit 8.000 Euro zu fördern. Auch als Anerkennung der guten Arbeit der Vereinsvorsitzenden Iris Wersich und ihrer Mitstreiterinnen und Mitstreiter.
Die Förderung all solcher Maßnahmen ist nur möglich, weil die Bürgerstiftung zwischenzeitlich schon über ein stattliches Stiftungsvermögen verfügt. Allen die dazu beigetragen haben sei nochmals gedankt. Aber noch sind wir nicht am Ziel. Wir streben einen Kapitalstock an, dessen Erträge jährlich Ausschüttungen in Höhe von mindestens 50.000 Euro erlauben. Wenn das Stiftungskapital die 1 Million Euro Grenze erreicht hat, sind wir soweit. Bis dahin stockt die Stadt weiterhin jede Einlage mit 50% auf.
Bringen auch Sie sich mit einer Zustiftung, Spende oder Ihrem Engagement bei der Bürgerstiftung Böblingen ein. Sie helfen unmittelbar dort, wo Hilfe dringend und unbürokratisch gebraucht wird.

Ihr Andreas Brand
Erster Bürgermeister