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Kreiszeitung Böblinger Bote

Breitensport: Kostenloses Angebot an der Alten TÜV-Halle in Böblingen jeden Dienstag, Mittwoch und Donnerstag

Einfach mal den Alltagslärm ausblenden, sich auf die eigene Atmung konzentrieren und den fließenden Bewegungen folgen, die Harald Kümmel vormacht: Beim Auftakt von „Wir bewegen Böblingen“ an derAlten TÜV-Halle ging’s am Dienstagmorgen mit dem Qigong- und Zen- Experten ganz entspannt und relaxt zur Sache.

Von Sandra Langguth

BÖBLINGEN. „Für die erste Stunde ist das richtig gut besucht“, freute sich Tine Stierle, Kurskoordinatorin bei der SV Böblingen, über die 21 Frauen und Männer, die sich auf der Wiese am Oberen See im Halbkreis um Harald Kümmel geschart hatten. Seinen sanften, ruhigen Anweisungen folgend, streckten die Teilnehmer die Arme gen Himmel, zur Seite oder nach hinten, balancierten leicht nach vorne gebeugt auf einem Bein oder drehten den Oberkörper zur Seite. Alles in fließenden Bewegungen, begleitet von der eigenen Atmung und leisen, fernöstlichen Klängen. „Als würden wir nach Bäumen greifen“, zeichnete Kümmel ein Sinnbild, während er die Arme immer weiter nach vorne streckte und seine Hände um imaginäre Stämme schloss. Passend zum Bootshaus und dem angrenzenden See sollten sich die Teilnehmer auch vorstellen, eine Gondel nach der anderen aufs Wasser zu schieben. Und als er schließlich zu den Wolken am Himmel kam, die, ganz lang gestreckt von den Teilnehmern verscheucht werden sollten, lugte doch tatsächlich zwischen dem traurigen Grau kurzzeitig mal die Sonne heraus und ließ den böblinger Park samt der Trainingsgruppe erstrahlen. Mitten unter die Teilnehmer hatte sich auch Sportamtsleiter Josef Fischer gemischt. „Erstklassig“, so sein spontanes Fazit nach der einstündigen Bewegungsreise, die ihn an seine Kinder erinnert hat. „Das war wie die Geschichte von der Sehnsucht vom Meer. Wir haben heute auch Geschichten erzählt bekommen und uns danach bewegt. Ich kann’s nur jedem empfehlen.“ Zumal es außer bequemer Sportkleidung nichts gibt, was die Teilnehmer mitbringen müssen. Auch keine Vorkenntnisse oder besondere sportliche Fähigkeiten. „Jeder kann das nach seiner ganz eigenen Empfindung machen“, meinte Fischer, und auch Rosemarie Späth von der Bürgerstiftung Böblingen, die das kostenlose Sportprogramm der SV Böblingen und der Stadt finanziell unterstützt, hat die Stunde sichtlich genossen. „Ich kann mir gut vorstellen hier regelmäßig herzukommen.“

Harald Kümmel wird’s freuen, denn je mehr Teilnehmer den Weg an den Oberen See finden, desto besser. „Letztes Jahr waren es einmal 42“, erinnerte sich der 60-Jährige. Platz gibt es genug, auch wenn die Entengrütze allgegenwärtig zu sein scheint. „Mir ist einfach wichtig, dass die Menschen in Bewegung kommen. 52 Prozent der Leute sind quasi bewegungslos, die kommen nicht mal auf 3000 Schritte am Tag, und 10 000 sollten es sein“, rechnete der braungebrannte Kursleiter vor. Zwei- bis dreimal pro Woche Qigong würde ausreichen, um stark wie ein Holzfäller und beweglich wie ein Kind zu werden. „Es geht dabei aber auch darum abzuschalten, ganz bei sich und nicht mit dem Kopf schon beim Einkaufen zu sein“, so der ehemalige Leiter des Paladions.

Die Aktion „Wir bewegen Böblingen“ ist ein kostenloses Sportangebot der SVB und der Stadt mit Unterstützung der Bürgerstiftung und der Kreissparkasse. Dienstags um 10 Uhr gibt es sanftes Bewegungstraining, mittwochs um 15 Uhr mit Kindersportschulleiterin Christine Häberle Action für Sechs- bis Zehnjährige und donnerstags um 18 Uhr wöchentlich wechselnde Fit-Mix-Kurse. Eine Anmeldung ist nicht nötig, bei Regen werden die Stunden in die TUV-Halle verlegt. Weitere Infos gibt es unter www.sv-boeblingen.de im Internet.

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Flüchtlinge unter uns: Sprachkurse reichen für ein selbstständiges Leben nicht aus – VHS Böblingen-Sindelfingen bot 285 Kurse

Rund 40 Deutsch kurse pro Tag, in der Summe 285 hat die VHS Böblingen- Sindelfingen vergangenes jahr für 4200 Teilnehmer angeboten. „Trotzdem haben wir nicht genug Plätze für alle Flüchtlinge, die ja teilweise erstmal alphabetisiert werden müssen“, sagt Michael Friedrich, VHS-Fachbereichsleiter für Sprachen.

Von Viktoria Meyer

KREIS BÖBLINGEN. Nach seiner Rechnung müssten sich die Anzahl der Kurse mindestens verdreifachen, um die Anfrage der nächsten zwei Jahre zu decken. Dazu fehle es momentan aber an qualifizierten Lehrern und Räumen, so Friedrich. Die ein- bis drei- monatige Wartezeit auf einen Kursplatz, die momentan der Durchschnitt Sind, frustriere viele Flüchtlinge ebenso wie die Tatsache, dass‚ je nach Herkunftsland‚ die Plätze der einen vom Staat finanziert werden und die der anderen nicht Flüchtlingen aus den Herkunftsländern Syrien, Eritrea, Iran und Irak werden in Deutschland Sprachkurse bis zum B1-Niveau finanziert‚ vorausgesetzt, es gibt einen freien Platz in einem Kurs. Die Wartezeit darauf ist in vielen Fällen lang‚ und das Niveau in keinem Fall ausreichend für einen erfolgreichen Start in ein selbstständiges Leben in Deutschland.

Momentan entstehen an der VHS jede Woche 1-2 neue Kurse. Deutsch ist die einzige Sprache, die im Unterricht gesprochen Wird. Und oft auch der einzig gemeinsame Nenner der aus 86 Nationen stammenden Teilnehmer. „Die Zufriedenheit nach Abschluss der Kurse ist sehr hoch, was vor allem unseren hervorragenden Lehrern zu verdanken ist“, lobt Friedrich. Umso bedauernswerter ist es, dass die staatliche Förderung nach Erreichen des Sprachlevels B1 endet. Laut Definition des europäischen Referenzrahmens kann man damit „die Hauptpunkt verstehen, wenn klare Standardsprache verwendet wird und wenn es um vertraute Dinge aus Arbeit, Schule, Freizeit usw. geht“, und sich „einfach und zusammenhängend über vertraute Themen und persönliche Interessengebiete äußern“.

Für eine Ausbildung ist mindestens C1-‚ fürs Studium C2-Niveau nötig

„Das ist aber noch lange nicht genug“, findet Nariman Zoukari Alnabulsi, die seit 2014 in Deutschland lebt. Die Syrerin hat vergangenen Dezember ihre B1-Prüfung mit Bravour bestanden. „Trotzdem kann ich noch nicht alles verstehen, wenn ich ein Buch lese oder offizielle Briefe bekomme“, erzählt die 32-Jährige. Doch genau diese Selbstständigkeit Wäre so wichtig, um eine gute Zukunft in Deutschland zu haben. Mit wohlgewählten Worten und einer weichen, verständlichen Aussprache, erklärt die zarte Frau mit Kopftuch, dass sie so gerne tiefergehender über Themen reden Würde, ihr das auf Deutsch aber noch zu schwer fiele. Nariman weiß, dass sie mindestens das C1-Niveau braucht, um eine Ausbildung auf Deutsch beginnen zu können. Bei einem Studium Wäre es sogar eher C2. „So viele aus meinem Sprachkurs Würden gerne weitermachen und besser Deutsch lernen, doch oft scheitert es einfach am Geld. “Natürlich gibt es auch andere Wege für die Neuankömmlinge in Böblingen, Deutsch zu lernen. Das Internet stellt eine große Hilfe dar, ebenso wie Sprachcafés oder die von HP bereitgestellten Notebooks, die in der Caritas für Flüchtlinge bereit stehen. Doch spätestens für ein entsprechendes Zertifikat sind Sprachkurse unumgänglich.

Ein Sprachkurs kostet einen Teilnehmer rund 200 Euro monatlich. Die meisten Flüchtlinge können diesen Betrag mit dem Geld, das sie monatlich zur Verfügung haben, nicht zahlen. Deshalb ist die Stadt Böblingen vergangenes Jahr selbst aktiv geworden, um die Fleißigen, die es bis zum B1-Niveau gebracht haben, beim Weiterlernen zu unterstützen. Dabei konnte zum einen der Freundeskreis Flüchtlingshilfe(FFH) 3000 Euro durch Spenden beitragen, zum anderen stellte die Bürgerstiftung Böblingen 3000 Euro zur Verfügung. Der Vorstandsvorsitzende der Bürgerstiftung, Michael Fritz, spricht von einer hohen Bereitschaft, beim Thema Sprache zu unterstützen: „Durch die hohe Rückendeckung unserer Stifter und einer großzügigen Spende der Sparkasse war es uns möglich, diesen, Teil der Lösung beizutragen.“

„Sprachförderung ist jetzt erstmal das Wichtigste“, findet auch Günter Steude, der im Beirat der Bürgerstiftung sitzt und die Sprachförderung zusammen mit Martin Rebmann vom FFH initiiert hat, „aber das klappt auch nur mit viel Übung und einer Weitergabe des Wissens der Flüchtlinge untereinander.“

Flüchtlinge mit Arbeitsplatz können auch Steuern zahlen

Auch für das Jahr 2016 wurde vor kurzem Wieder dieselbe Hilfe wie für das vorherige Jahr für die Sprachförderung beschlossen. Außerdem einigte sich die Bürgerstiftung auf drei weitere „Bausteine“ bei der Unterstützung von Flüchtlingsthemen: Die Finanzierung einer Verwaltungsstelle für den FFH, verstärkte Unterstützung bei der Berufsintegration und eine Hausaufgabenbetreuung für Flüchtlingskinder.

Auf den ersten Blick sieht es also vielleicht so aus, als sei alles unter Kontrolle. Jedoch werden die Herausforderungen, vor allem in der weiterführenden Sprachförderung und dem Einstieg in die Arbeitswelt in den nächsten Jahren noch viel größer werden. Wünschenswert Wären ein weiterer Fortschritt in der staatlichen Sprachförderung, bessere Absprachen zwischen dem Bundesamt und den Kommunen und erfüllbare Voraussetzungen für den Einstieg der Flüchtlinge in die Arbeitswelt. Eine schnelle und vor allem qualitative Integration in das deutsche System, Würde sich letztendlich auch Wieder für die Gesellschaft auszahlen. Denn mit einem guten Arbeitsplatz werden selbstverständlich auch von Flüchtlingen Steuern gezahlt.

Bis dahin ist es aber noch ein weiter Weg, der in naher Zukunft wohl nur mit Hilfe der deutschen Bürger gelingen kann.

Wer zur Förderung von Sprachkursen für Flüchtlinge beitragen möchte, kann dies mit einer Spende an den Freundeskreis Flüchtlingshilfe tun. Informationen dazu unter www.ffh-bb.de/index.php/spenden im Internet.

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Neujahrskonzert der Feuerwehr-Musikkapelle Dagersheim: Das Ensemble war wieder in glänzender Spiellaune

Von Jutta Rebmann

BÖBLINGEN. Was damals ein großes Wagnis war, ist heute Normalität: Zum zehnten Neujahrskonzert unter der Stabführung von Toni Scholl präsentierten sich die Dagersheimer in glänzender Spielfreude. Das begann schon bei der Jugendkapelle, die sich‚ zunächst gewohnt vorsichtig auf der ungewohnten Bühne der Kongresshalle‚ von Stück zu Stück steigerten. Aufmerksam und diszipliniert spielten sie, wach‚ und wurden dafür auch belohnt. Für seine hervorragende Jugendarbeit wurde der Verein von der Böblinger Bürgerstiftung mit 3000 Euro Fördergeld bedacht.

Schön ausgespielt der Welthit von The Corrs „Lough erin shore“, eher getragen Luigi di Ghisallos Morning Spiritual. Die Jugendkapelle verabschiedete sich mit Kurt Gäbles Geburtstagsgruß zum 50. Geburtstag der Jugendkapelle „Langenauer Schwäble“ aus dem Jahr 2008 „Ninety fifty eight“.

Mit der „Fanfare für Brass and Percussion“ eines guten Freundes, des deutsch-serbischen Komponisten und Percussionisten Nebojsa Jovan Zivkovic, eröffnete das große Orchester der Feuerwehr-Musikkapelle seinen Teil des Programms und stimmte gleich zu Beginn das Publikum auf einen ganz besonderen Konzertabend ein. Nach den fetzigen Fanfarenklängen ging es eher heiter mit Piet Swerts Frühlingsouvertüre „Martinizza“ weiter. Diesmal hatte Toni Scholl, wie Moderator Thomas Urbiks anmerkte, kein Thema in den Mittelpunkt gestellt, sondern mit einem bewusst vielfältigen Programm die große Bandbreite und die Flexibilität des Orchesters unter Beweis stellen wollen.

Höchste Präzision verlangt

Zum Höhepunkt des ersten Teiles geriet das noch im Jahr 2011 von dem 1943 geborenen amerikanischen Komponisten anlässlich der Terroranschläge auf das World-Trade-Center komponierte Werk „Testament“, in dem der Komponist bei allem Leid und Entsetzen auf seinen Glauben an die friedensstiftende Kraft der Musik verweist. Ein Werk, dessen schnell wechselnde Tempi, verzwickte Einsätze und technische Finessen höchste Präzision von den Musikerinnen und Musikern verlangt. Wie schon oft war auch hier der Böblinger Pianist und Arrangeur Tobias Becker ein verlässlicher Partner am Flügel. Weniger dramatisch, aber sehr publikumswirksam, nahm sich der zweite Teil des Abends aus. Er begann mit „Textilaku“, einem lebhaften Konzert-Marsch destschechischen Komponisten Karel Padivy Der spanische Komponist Francisco Esteve Pastor schrieb 1973 für seinen Freund, den Regisseur Eduardo Borras, einen Paso doble, tänzerische Passagen in Anlehnung an die spanische Folklore faszinierten den 1989 gestorbenen Komponisten und auch das Orchester der Feuerwehr-Musikkapelle.

Er hat schon mit vielen Größen des Pop- und Show- Business Musik gemacht: Frank „Cherry“ Gehring ist‚ einst von Wolle Kriwanek entdeckt, als Sänger und Keyboarder der Band Pur durchs Land getourt, hat eigene Lieder geschrieben, Bands gegründet, ist in Krisen geraten und immer wieder als Stehaufmännchen daraus hervorgegangen. Von seinem von ihm oft beklagten „schwäbischen Minderwertigkeitsgefühl“ jedenfalls war ihm nichts anzumerken, als er seinen schwäbischen Song „Mein Held“ präsentierte. Mit Joe Cockers „You can leave your hat on“ mischte er die Halle auf Wobei er in dem jungen Saxophonisten Julian Wirth, einem Eigengewächs der Dagersheimer, einen kongenialen Partner hatte. Nach Stevie Wonders „Sir Duke“ gab es dann endgültig kein Halten mehr. Eine Zugabe musste her, wie aber sollte das gehen, ungeplant, mit so einem großen Orchester: Die Kongresshalle wurde zur Kirche, das Publikum imitierte einen Gospelchor‚ „kommt schwäbisch von Gosch“‚ und summte und schnippte unterstützt vom Orchester und Tobias Becker einen ganzen Song lang. Eine schöne Geste,die Emotionen runterzuzoomen in Richtung Konzertende mit dem Radetzki-Marsch. Was erstmals aber nicht gelang. Die Gäste klatschten zwar wie immer mit Aber als Dirigent und Sänger nach vielen Beifallsstürmen winkend den Saal verlassen wollten, gab es leises Gegrummel. Der Dirigent stöhnte, die Musiker warteten und der Sänger fragte: „Habt ihr kein Zuhause?“

Schließlich gab es noch einmal „You can leave your hat on“. Das kann nur mit einem Orchester machen: Den Dagersheimern, die sich noch einmal mächtig ins Zeug legten, an ihrer Spitze Julian Wirth, dessen Soli noch lange nachhallten.

Ehrungen für Langjährige

Ehrungen am Rande des Konzertes:
Für zehn Jahre Vereinsmitgliedschaft und/oder aktives Musizieren wurden ausgezeichnet:
Ingo Schwarzweller, Fabian Berstecher, Kvin Knill und Julian Wirth.
25 Jahre dabei ist:
Regina Storz (Jugendleitung). 30 Jahre gehören Alexandra Schwenger, Nicole Mayer, Miriam Tressel, Markus Scheible und Robert Majeric der Musikkapelle an.

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Erich-Kästner Grundschule und die Böblinger Kunstschule veranstalten Projekt mit einem Künstlerpaar aus Bangalore

Von Bianca Rousek

BÖBLINGEN. Bangalore in Böblingen: Durch ein Theaterprojekt mit der Kunstschule und einem indischen Künstlerpaar tauchen die Kinder der Erich-Kästner-Schule in eine ferne Kultur.

Zwischen dem 11. Januar und dem 8. Februar finden an der Schule auf der Diezenhalde Theater-Workshops für verschiedene Altersklassen statt. Im Zentrum steht dabei die indische Kultur, die den Schülern näher gebracht werden soll. Initiiert wurde das Projekt von Marcela Herrera, der Leiterin der Böblinger Kunstschule, die bei einem Regie-Workshop in der indischen Stadt Bangalore vor fünf Jahren Bekanntschaft mit der Theaterpädagogin Samta Shikhar und ihrem Ehemann, dem Schauspieler Sandeep machte.

Die beiden Frauen merkten sofort, dass „die Chemie stimmt“ und sie auch in Zukunft gerne zusammen arbeiten würden. Doch war Marcela Herrera und Samta Shikhar zu diesem Zeitpunkt noch nicht klar, wie eine Zusammenarbeit über die Kontinente hinweg funktionieren sollte.

Seit November 2014 leitet Marcela Herrera die Böblinger Kunstschule. Bei einem Auftritt der Theater-AG der Erich-Kästner Grundschule vor einigen Monaten lernte sie dann die Rektorin Sabine Heldmaier kennen, mit der sie schnell eine ähnliche Vorstellung von Theater für Kinder verband: „Wir wollen die Kinder nicht in eine Rolle drängen, sondern sie die Rollen selbst bestimmen lassen‚ da haben wir die gleichen Gedanken wie Marcela Herrera“, meint Sabine Heldmaier, die gemeinsam mit Inge Dartenne die Theater-AG leitet. Nach kurzer Zeit wurde der Entschluss gefasst, ein gemeinsames Projekt der Kunstschule mit der Theater-AG auf die Beine zu stellen. Und so kam die Idee für das Projekt „Bangalore in Böblingen“ auf

Seit dem 11. Januar proben 16 Viertklässler der Theater-AG dienstags und mittwochs von 14 bis 16 Uhr ein indisches Märchen. Samta Shikhar, die mit ihrem Ehemann eigens für dieses Projekt nach Deutschland gereist ist, begleitet die Proben. „Allein das Auftreten und das Verhalten von Samta inspiriert die Kinder“, findet Sabine Heldmaier. „Außerdem bekommen die Schüler Materialien aus Indien, die sie inspirieren sollen, etwas neues zu kreieren“. Die 38-jährige Inderin spricht englisch mit den Kindern, die seit der ersten Klasse zwei Stunden in der Woche Englisch lernen. Nur teilweise übersetzt Marcela Herrera das Gesprochene. „Es klappt erstaunlich gut und wenn die Kinder eine fremdeSprache verstehen, bringt sie das auch weiter“, freut sich die Sabine Heldmaier.

Beim Auftritt am 4. Februar führen aber nicht nur die 16 kleinen Schauspieler etwas vor: Die ganze Schule soll in das Projekt eingebunden werden. „Wir üben sozusagen nur den Grundteil und binden dann die Zuschauer mit ein, sodass am Ende fast 200 Kinder mitspielen“, erklärt Sabine Heldmaier die Idee des Projekts.

Unterstützung von Bürgerstiftung und Förderverein

Am 30. Januar finden zudem von 10 bis 17 Uhr immer wieder 45-minütige Workshops für die Kleinsten statt: Zwei- bis vierjährige Kinder können unter der Leitung von Marcela Herrera, Samta und Sandeep Shikhar die indische Kultur auf kindgerechte Weise kennenlernen. Bei diesem Kurs sind noch Plätze frei, er ist kostenlos. Am 16. Januar gibt es einen Einführungsworkshop für Theaterschüler der Kunstschule, um dem klassischen indischen Theater zu begegnen.

Das Projekt wird gefördert von der Bürgerstiftung, die 1000 Euro beisteuerte und vom Verein der Freunde und Förderer der Kunstschule Böblingen, der 1500 Euro spendete. „Der Förderverein unterstützt meine Verrücktheit, Experimente zu machen. Ich möchte das Kinder- und Jugendtheater öffnen für andere Künstler und andere Altersgruppen“, schwärmt Marcela Herrera. „In Indien ist es ganz normal zwischen verschiedenen Welten zu leben. Wir möchten durch die Kunst andere Welten öffnen und die Schüler zu Weltbürgern machen.“

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Flüchtlinge unter uns: Das Engagement des Böblingers Horst Wiedenhorn trägt weitere Früchte

Von Dirk Hamann

BÖBLINGEN. Flüchtlingen auf ganz pragmatische und unbürokratische Art Hilfestellungen leisten – nach diesem Motto engagiert sich der Böblinger Alt-Stadtrat Horst Wiedenhorn seit einigen Monaten intensiv für Menschen, die hierher gekommen sind, um Zuflucht zu finden. Er organisierte eine Spendensammlung, dann integrierte er Männer in seine Sportgruppen, besuchte mit diesen Fußballspiele der SV Böblingen, nahm sie mit, um beim Schönbuchlauf an einer Verpflegungsstelle mitzuhelfen, spannte sie in der Folge auch für andere ehrenamtliche Arbeitseinsätze ein und organisierte ein kleines internationales Fußballturnier. Und: Er hörte, als er sich durch die Unterbringung in der Sindelfinger Straße führen ließ, ganz genau hin, wo dort der Schuh drückt, was man besser machen könnte, um den Menschen, die dort leben, etwas in ihrem oftmals zähen Alltag zu unterstützen.
Wiedenhorn erfuhr, dass die Sprachkurse unter den Bewohnern sehr beliebt sind, dass die Kinder alleine schon wegen ihres Schulbesuchs schnell einen geregelten Tagesablauf erhielten. Und, dass es viele Erwachsene gibt, die sich gerne auf eine sinnvolle Art beschäftigen würden, aber kaum eine Gelegenheit dazu erhielten. Dass ein großes Interesse bestünde, sich auch sportlich zu betätigen, die Möglichkeiten aber sehr gering seien, dieses auch zu tun. Bei der Führung durchs Haus kam Wiedenhorn im Keller an einer kleinen, leerstehenden und modrigen Waschküche vorbei, in der zwei ausrangierte Stepper standen. „Mensch, daraus könnte man doch einen kleinen Fitnessraum machen“, schlug er spontan vor. Und machte sich sofort ans Werk. Zusammen mit seinen handwerklich versierten Helfern Emil Hiss, Ciro Esposito, Hans Ruckhaberle – und seinem neuen syrischen Freund Satas – entfernte er den brökkelnden Putz, strich die Wände und den Boden, verschönerte das nun weiße Räumchen mit Fußball-Postern und selbst geschriebenen übungsanleitungen. Dazu machte er sich auf die Suche nach woanders nicht mehr benötigten Trainingsgeräten und klopfte bei Dr. Klaus-Georg Hengstberger um eine Spende von Seiten der Böblinger Bürgerstiftung an. Mit Erfolg. Die Bürgerstiftung schoss 750 Euro zu, mit denen neben den Arbeitsmaterialien auch die Kosten für Hanteln, eine Langbank oder einen Boxsack gedeckt wurden.

Die Belohnung für die gute Tat: Der neue, vielleicht gerade einmal zehn Quadratmeter große Fitnessraum ist vom ersten Tag an zu einem beliebten Aufenthaltsort für die Bewohner der Unterkunft in der Sindelfinger Straße geworden. Ein Ort, an dem sie gemeinsam trainieren, Zeit miteinander verbringen und sich kennen lernen. „Auf dieser Ebene ist es doch ganz einfach, ein wenig zu helfen“, findet Wiedenhorn. „Und man bekommt so viel zurück. Nicht nur viel Dankbarkeit, sondern man lernt auch neue Menschen kennen und schätzen. Natürlich gibt es auch hier welche, mit denen man nicht ganz warm wird – doch das Positive überragt bei weitem!“ Vom Positiven dieses Einsatzes überzeugt hat sich vor Ort im Auftrag der Bürgerstiftung auch Rosemarie Späth. „So etwas unterstützen wir immer gerne“, zeigt sie sich von Wiedenhorns Engagement überaus angetan. „Wenn Du mal wieder eine Idee für so ein Projekt hast, darfst Du Dich gerne wieder bei uns melden.“ Eine Aussage, die Wiedenhorns Augen leuchten ließ. Glaubhaft versicherte er: „Projekte habe ich immer!“

Hintergrund
Angebote für Flüchtlinge gesucht

Um sich in Deutschland und im Landkreis Böblingen zurechtzufinden, brauchen Flüchtlinge Unterstützung bei vielen Dingen des alltäglichen Lebens, angefangen bei Behördengängen. Hilfestellung erhalten sie dabei zum Großteil von ehrenamtlichen Helfen, die in vielen Städten und Gemeinden des Landkreises in „Arbeitskreisen Asyl“ organisiert sind. Zur Seite stehen den Ehrenamtlichen hauptamtliche Mitarbeiter des Landkreises und der Kommunen.

Ein Ziel ist es, Flüchtlingen dabei zu helfen, sich in die Gesellschaft zu integrieren. Dabei wäre es laut Beata Zelezik-Rebmann, Ehrenamtskoordinatorin des Landratsamtes für die Flüchtlingsarbeit, wichtig, wenn sich Menschen melden würden, die dazu bereit wären, Flüchtlinge in ihr Freizeitangebot zu integrieren oder gegebenenfalls Praktikumsplätze anbieten könnten.

Die KREISZEITUNG bietet an, Angebote für Flüchtlinge zu sammeln, diese an Beata Zelezik-Rebmann weiterzuleiten und den weiteren Prozess des Zusammenkommens zu begleiten. Wer Flüchtlingen bei ihrem Streben nach Integration mit einem Angebot helfen möchte, kann sich unter dem Stichwort „Flüchtlingshilfe“ gerne unter E-Mail boeblingen@krzbb.de melden. Dabei bitte in kurzen Sätzen das Angebot schildern, Name und Adresse angeben.

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Rundum gelungenes Comedy-Festival in der ausverkauften Böblinger Kongresshalle – Berliner Duo Ass-Dur siegt souverän

Beste Unterhaltung für Kopf- und Bauchmenschen war geboten am Samstagabend beim Comedy-Festival im vollbesetzten Europasaal der Böblinger Kongresshalle. Das Programm war trotz seiner Länge sehr kurzweilig. Und mit dem Berliner Musik-Duo Ass-Dur gab es einen verdienten Gewinner.

Von Eddie Langner

BÖBLINGEN. Vor zwölf Jahren haben die „Kultourmacher vom Alten Amtsgericht“ (damals noch unter dem Dach der AG Song) erstmals die Böblinger Mechthild verliehen. Das Comedy-Festival war damals als Programmpunkt ins Böblinger 750-Jahr-Jubiläum eingebettet. In den Jahren danach hat das Team der „Kultourmacher“ kontinuierlich am Konzept gefeilt, hat manches probiert, manches verworfen, Erfolge gefeiert, aber auch Fehler gemacht – und daraus gelernt.

Stimmiges Konzept: Wie man am Samstagabend sehen konnte, hat die Mechthild eine bemerkenswerte Entwicklung durchgemacht. Sie ist mit knapp vier Stunden zwar immer noch sehr lang, aber das im letzten Jahr eingeführte neue Konzept hat sich schon jetzt bewährt. Mittlerweile nominieren die „Kultourmacher“ nämlich selbst drei von vier Acts fürs Finale. Dadurch ergibt sich eine ausgewogene Mischung mit gestandenen und zum Teil mehrfach ausgezeichneten Künstlern. In diesem Fall: der Deutsch-Italiener Roberto Capitoni, der Politkabarettist Ren´e Sydow und das Musik-Duo Ass-Dur. Der vierte Finalist wird per Publikumsentscheid im Rahmen eines Newcomer-Wettbewerbs ermittelt. Diesmal war das der Stuttgarter Andreas Weber. Er löste am 5. Dezember im Alten Amtsgericht sein Finalticket.

Willkommensschilder für Sindelfinger: Bereits zum dritten Mal stand Thomas Schreckenberger als Moderator auf der Bühne. Der Mechthild-Gewinner von 2007 führte wieder einmal souverän durchs Programm. Zum Einstieg nahm er die traditionelle Rivalität zwischen Böblingern und Sindelfingern auf die Schippe: „Draußen vor der Kongresshalle ist vorhin ein Bus aus Sindelfingen angekommen. Und die Böblinger begrü.ten sie mit Schildern auf denen ,Welcome’ stand, reichten Leitungswasser und Obst – kein frisches Obst – aber es war Obst.“ So übertrug er das Flüchtlings-Szenario auf die Nachbarstädte.

Mundgeblasenes Schlagzeugsolo: Wie schon im Vorjahr gestaltete das Berliner A-Cappella-Sextett Onair den musikalische Rahmen der Veranstaltung. Für alle Nicht-Eingeweihten gab es zum Auftakt eine kleine überraschung: Hinter geschlossenem Vorhang stimmte Onair das wuchtige „Beautiful Day“ von U2 an. Wer nicht wusste, wo die Musik herkam, hätte eine ganze Rockband hinter dem Vorhang vermutet. Vor den Auftritten der einzelnen Künstler setzte die Vokaltruppe schöne Akzente. Kurz vor der Siegerehrung bekam das Ensemble dann einen größeren Auftritt, bei dem die Stimmbandakrobaten alle Register zogen – inklusive Schlagzeugsolo via Mund und Mikrofonverstärkung. Wer mehr Onair erleben will: Am 15. April singt die Band in der AEG-Aula – Karten gibt’s bei der KRZ.

Kopf denkt, Bauch lacht: Zum Auftakt brachte Roberto Capitoni das Publikum mit Multikulti-Comedy auf Betriebstemperatur. Er machte nette Gags über seine deutsch-italienische Herkunft. Erschwerend kommt hinzu, dass er auch noch zur Hälfte Schwabe ist. Da prallt die „Schaffe, schaffe, Häusle baue“-Mentalität auf italienisches „dolce far niente“. Leider wirkte der Auftritt insgesamt ziemlich gehetzt. Für einen ganz anderen Stil steht René Sydow. Bei dem Politkabarettist gab es zwar weniger zu lachen, dafür aber umso mehr zum Nachdenken. Wortgewandt, klug und geradezu zornig kam seine beißende Anklage gegen Gleichgültigkeit, Konsumgeilheit und multimediale Verdummung daher. „Kabarett ist Notwehr“, brachte er sein Konzept auf den Punkt. Bis hier hin – das spürte man – hatte Sydow die Nase vorn.

Musik schlägt Worte: Dann aber betraten Benedikt Zeitner und Dominik Wagner vom Duo Ass-Dur die Bühne. Beide haben in ihrer Jugend mehrfach bei „Jugend musiziert“ gewonnen. Kennengelernt haben sie sich an der Musikhochschule Hanns Eisler in Berlin. Beide sind Musikprofis. Was musikalisch und gesanglich in ihnen steckt, zeigten sie aber zunächst gar nicht. Stattdessen unterhielten sie den Saal als zänkisches und ungleiches Duo: Zeitner gab den dünkelhaften Opernsänger im Frack, Wagner saß miesepetrig im Jogginganzug und mit Kapuzenpulli am Klavier, fiel seinem Partner ständig ins Wort und haute dabei einen staubtrocken Kalauer nach dem anderen raus. Zum Beispiel diesen: „Ich hab’ ’nen IQ-Test machen lassen. Hatte Glück. War negativ“. Diese Schnoddrigkeit kam super an. Später strickte Wagner Fußball-Hymnen in klassische Kompositionen hinein oder brachte seinen Partner zur Weißglut, weil er dessen Gesangspart zu Schuberts „Leiermann“ mit dem „Eiermann“ von Klaus und Klaus unterlegte. Auch wenn Andreas Weber danach einen sehr sympathischen Auftritt als „Teilzeit-Alleinerziehender“ hinlegte, war die Sache bereits klar: An Ass-Dur kam hier niemand vorbei. Das Duo bedankte sich bei der Sieger-Zugabe mit einem Klavierduett, bei dem die zwei ohne auch nur eine Note zu verpassen, ihre Kleidung tauschten.

Rundum zufrieden: Nachdem der Schlussapplaus verklungen war, machten Erika Mehl, Gerhard Gamp, Maigg Wieczorek und die anderen „Kultourmacher“ sehr zufriedene Gesichter. Nicht nur hatten sie mit rund 1140 Zuschauern das bisher best besuchte und am schnellsten ausverkaufte Comedy-Festival. Auch das vergangene Veranstaltungsjahr im Alten Amtsgericht war laut Gamp mit 95 Prozent Auslastung das beste aller Zeiten. überhaupt ist die Mechthild mittlerweile auf einem Niveau angekommen, bei dem man sich das ganze auch sehr gut als Samstagabendsendung im Fernsehen vorstellen könnte. Mit knapp vier Stunden wäre die Show vielleicht ein bisschen lang – aber die Pausen könnte man ja rausschneiden. Und der Gottschalk hat doch auch immer überzogen, oder etwa nicht?

Sprüche der Künstler
„Sodele“ – So klingt laut Roberto Capitoni ein schwäbischer Orgasmus

„Wenn man hinterher der Dumme ist, war man es wahrscheinlich schon vorher“ – Bei René Sydow trifft Kabarett auf wortgewandte Philosophie
„Schon gehört? Der Papst hat der ganzen Welt seine E-Mail-Adresse verraten: urbi@orbi“ – Dominik Wagner vom Sieger-Duo Ass-Dur

„Stell dir vor, Hitler hätte Kräuter mit Nachnamen geheißen. Dann hätten damals alle ,Heil Kräuter’ gerufen“ – Nochmal Jogginganzugträger Dominik Wagner, der seinen blasierten Partner Benedikt Zeitner mit seinen schnoddrigen Sprüchen dauernd aus dem Konzept bringt

„Mit One-Night-Stands ist es wie mit dem Pfannkuchen machen: Der erste wird eh nie was“ – Andreas Weber erklärt, warum er kein Mann für eine Nacht ist

„Vor der Kongresshalle ist vorhin ein Bus aus Sindelfingen angekommen. Die Böblinger begrüßten sie mit Schildern auf denen ,Welcome’ stand“ – Moderator Thomas Schreckenberger erlaubt sich einen netten Gag über die Rivalität der Nachbarstädte

Fotogalerie im Netz
KREISZEITUNG online
Weitere Bilder sowie ein Video vom Comedy-Festival unter www.krzbb.de/Fotogalerien
Präsentiert von: Restaurant Neuberths am See

Amtsblatt Böblingen

Ein erfolgreicher Tag am Goldberg: Die Bürgerstiftungen Böblingen und Sindelfingen beteiligten sich mit einem Zuschuss. Im Mittelpunkt der Sportveranstaltungen standen nicht Konkurrenzdenken und Wettkampfverhalten, sondern das gemeinsame Spielen und „Sich-Austoben“ in bunt gemischten Mannschaften.

Im November lud das Goldberg-Gymnasium etwa 60 Flüchtlinge aus der Region zu einem Begegnungstag ein, an dem alle Schülerinnen und Schüler der Klassen 9 Gelegenheit hatten, beim Fußball- oder Basketballspielen, beim Badminton und Tischtennis, aber auch in einem Kunstprojekt und beim Textilen Werken wertvolle soziale und interkulturelle Erfahrungen mit jungen Flüchtlingen aus Syrien, aus Pakistan, aus Gambia und anderen afrikanischen Ländern zu machen. Es war für beide Seiten ein außergewöhnlicher Tag, an dem „Schule fürs Leben“ praktiziert wurde. Die Neuntklässler absolvieren in ihrer Jahrgangsstufe als festen Bestandteil ein vom Religions- und Ethikunterricht getragenes Sozialpraktikum, was zusätzliche Motivation für diesen Sport- und Aktionstag schuf.

Die Flüchtlinge kamen von der Unterkunft Hotel „Ritter“ in Sindelfingen, aber auch durch die Vermittlung von zwei Lehrerinnen von der Gottlieb-Daimler- Schule und der Mildred-Scheel-Schule. Besonders auffallend war die gelöste und fröhliche Atmosphäre, die in den verschiedenen Gruppen herrschte. Gegen später versammelten sich alle Teilnehmer in der Aula und sahen eine von Schülern des Goldberg-Gymnasiums präsentierte Zaubershow. Abgerundet wurde der Begegnungstag mit einem gemeinsamen Mittagessen in der Mensa der Schule. Im Rückblick auf diesen Tag lässt sich sagen, dass die jungen Leute in der Lage waren, eine Menge zu lernen, was im normalen Unterricht nicht möglich ist, und dass die Flüchtlinge sich angenommen und wertgeschätzt fühlen konnten. Es soll ein Auftakt fuür ein weiteres Kennenlernen und „Sich-Austauschen“ sein.

Amtsblatt Böblingen

In der Sitzung des Stifterforums am 02. Dezember 2015 wurden die vom Stifterforum der Bürgerstiftung Böblingen zu bestimmenden Mitglieder des Stiftungsrats neu gewählt.

Insgesamt gehören dem Stiftungsrat 12 Mitglieder an. Die Amtszeit beträgt fünf Jahre.

Für eine zweite Amtszeit in den Stiftungsrat gewählt wurden Kumaresh Kohli, Eberhard Knoblauch, Günter Steude und Alexander Vogelgsang. Neu gewählt wurden Helga Beeler, Monika Gisi-Büttner, Oliver Braun als Vertreter der Kreissparkasse Böblingen und Gianfranco Paradisi. Außerdem gehören dem Stiftungsrat Oberbürgermeister Wolfgang Lützner als Vorsitzender, sowie drei Vertreter/innen des Gemeinderats der Stadt Böblingen an.

Der Stiftungsrat überwacht insbesondere die Einhaltung des Stiftungszwecks, genehmigt den Wirtschaftsplan, legt die Grundsätze der Vergabe von Geldmitteln fest; beschließt Projektförderungen und ist für die Annahme und Gewinnung von Zustiftungen und Spenden zuständig.

Der Dank der Bürgerstiftung gilt den nach zwei Amtszeiten aus dem Stiftungsrat ausgeschiedenen Gründungsstiftern Dr. Helmut Baur, Carsten Claus, Werner Frech, Hans Kögel, Adolf Ohlhausen und dem ausgeschiedenen Stadtrat Jochen Reisch.

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.buergerstiftung-bb.de oder bei der Geschäftsstelle der Bürgerstiftung: Ralf Priester, Telefon (0 70 31) 669-2241, E-Mail: priester@buergerstiftung-bb.de. Spendenkonto bei der Kreissparkasse Böblingen: IBAN: DE73 6035 0130 0000 5010 04.

Kreiszeitung Böblinger Bote

Bürgerstiftung Böblingen feiert 10. Geburtstag – Stiftungskapital beträgt 1,1 Millionen Euro

Von Florian Lieb

BÖBLINGEN. Man gönnt sich ja sonst nichts. Da darf es zum 10. Geburtstag der Bürgerstiftung Böblingen auch mal ein eigenes Logo inklusive Slogan („Böblingens helfende Hände“) und ein neuer Internetauftritt (www.buergerstiftung-bb.de) sein.

Diesen Markenprozess lässt sich die Bürgerstiftung 2000 Euro kosten, um sich noch bekannter zu machen und im öffentlichen Bewusstsein zu verankern. Ziel ist es, die Leute zum Mitmachen zu bewegen – mit entsprechenden Buttons auf der Internetseite. „Wir wollen die Eingangsschwelle, mit uns in Kontakt zu treten, klein halten“, sagt der Vorstandsvorsitzende Michael Fritz.

Im Verlauf des letzten Jahrzehnts ist dabei das Stiftungskapital auf eine Höhe von rund 1,1 Millionen Euro angewachsen – von ursprünglich 284 000 Euro. „Viele Bürgerstiftungen wären froh, über so eine Summe zu verfügen“, sagte Böblingens Oberbürgermeister Wolfgang Lützner, der im Stiftungsvorstand sitzt. Seit 2005 kamen 140 000 Euro an Spenden zusammen, mit 283 000 Euro förderte die Stiftung 84 Projekte.

Die Bürgerstiftung will „nicht nur eine Geldsammelstelle sein“, so Fritz, „sondern eine Plattform, die Projekte finanziert.“ Jedes Vierte hing mit Bildung und Erziehung zusammen, jedes Fünfte förderte persönliche und soziale Kompetenzen oder bürgerschaftliches Engagement. Zu den Projekten in diesem Jahr zählt auch die Mechthild. Die Beteiligung am Comedy-Festival soll helfen, eine neue Zielgruppe zu erschließen. 14 Projekte führt die Stiftung für 2015, die mit knapp 42 000 Euro gefördert wurden. So viel wie noch nie, was einer durchschnittlichen Summe von 3000 Euro pro Projekt entspricht.

Diese selbst werden allerdings von der Bürgerstiftung nur teilfinanziert. „Wir wollen andere aktivieren, etwas zu tun“, begründet Michael Fritz. Man wolle „nicht das Füllhorn ausschütten, sondern bürgerschaftliches Engagement fördern“, sagt Vorstandsmitglied Richard Kriegbaum. Eine Dauerförderung sei nicht vorgesehen.

„Man muss um Gelder kämpfen und viele Gespräche führen“, weiß OB Lützner um die Verdienste der Vorstandskollegen wie Rosemarie Späth, die Spender und Stifter suchen.

Zumindest eine Einnahmequelle ist gesichert – wenn auch abhängig von anderen. Die Stadt Böblingen steuert 50 Cent zu jedem gestifteten oder gespendeten Euro dazu. Immerhin 380 000 Euro flossen so seit 2005 durch die Stadt in die Stiftung.

Hintergrund

Spende und Stiftung
Als Spende gelten bei der Bürgerstiftung satzungsgemäß alle Zuwendungen unter 2000 Euro. Spenden werden gesondert ausgewiesen und kommen zeitnah geförderten Projekten oder Veranstaltungen zugute. Bei einer Stiftung müssen Stifter mindestens 2000 Euro zukommen lassen. Die gestiftete Summe erhöht das Stiftungskapital. Für die Projektförderung werden die Erträge aus dem Stiftungskapital verwendet. Das Stiftungskapital selbst bleibt unangetastet, ausgeschüttet werden hier nur die Erträge.

Sindelfinger Zeitung/Böblinger Zeitung

BÖBLINGEN: Bürgerstiftung wurde vor zehn Jahren gegründet/84 Projekte bisher unterstützt/Die Einrichtung soll bekannter werden

Gestern vor genau zehn Jahren ist die Böblinger Bürgerstiftung gegründet worden. Seither hat sie knapp 283.000 Euro für 84 Projekte ausgegeben. Derzeit beträgt das Stiftungskapital rund 1,15 Millionen Euro. „Das ist ein großer Erfolg. Die Bürgerstiftung hat damit die Möglichkeit viele Projekte zu fördern“, sagt Böblingens Oberbürgermeister Wolfgang Lützner als Vorsitzender des Stiftungsrats.

Der Böblinger Gemeinderat hat jüngst ein Zeichen gesetzt: Für jeden Euro, der an die Bürgerstiftung gespendet wird, gibt die Stadt nochmals 50 Cent dazu. Bisher hat diese Regelung nur bei Zustiftungen gegriffen. „Es ist großartig, dass der Gemeinderat das ermöglicht. Dadurch erzielt jede Spende einen hohen Wirkungsgrad“, sagt Richard Kriegbaum, gemeinsam mit Rosemarie Späth und Michael Fritz Mitglied des Vorstands der Bürgerstiftung. Tatsächlich ist die Bürgerstiftung Böblingen in Zeiten geringer Zinsen auf dem Kapitalmarkt verstärkt auf Spenden angewiesen, um auch weiterhin verschiedene Projekte finanziell zu unterstützen. „Noch sind die Gelder durch die gute Arbeit unserer Vorgänger gut angelegt. Spannend wird es in einigen Jahren, wenn diese Anlagen auslaufen“, sagt Fritz, Vorsitzender des Vorstands.

Die Zahlen der vergangenen Jahre belegen allerdings, dass es um das Spendenaufkommen nicht gut bestellt ist. In diesem Jahr sind bisher 4575 Euro an Spenden eingegangen, im vergangenen Jahr waren es 5919 Euro. Die Zustiftungen betrugen in diesem Jahr 87 250 Euro, im vergangenen Jahr waren es 76 250 Euro. Insgesamt stehen der Bürgerstiftung rund 1,15 Millionen Euro zur Verfügung. „Mit dieser Summe können wir uns sicherlich sehen lassen“, sagt Wolfgang Lützner.

Bei dieser Summe soll es aber nicht bleiben. Der Vorstand um Michael Fritz hat das Ziel, in zehn Jahren über etwa zwei Millionen Euro an Stiftungskapital zu verfügen. Um dieses Ziel zu erreichen, will die Bürgerstiftung in der Außendarstellung offensiver werden, sprich ihren Bekanntheitsgrad erhöhen. Ein Schritt in diese Richtung ist die Neugestaltung der Homepage der Bürgerstiftung, zudem hat die Stiftung ein neues Logo mit dem Slogan „Böblingens helfende Hände“ entwickelt. „Wir haben durch die neue Homepage eine sehr niedrige Eingangsschwelle, um mit uns in Kontakt zu treten. So gibt es dort rasch zu findende Antragsformulare für Zustiftungen oder Spenden“, sagt Michael Fritz.

84 Projekte hat die Bürgerstiftung Böblingen seit ihrer Gründung vor zehn Jahren gefördert, sie gab dafür etwa 283 000 Euro aus. „Uns geht es dabei nicht darum, ein Füllhorn auszuschütten“, sagt Kriegbaum, Fritz ergänzt: „Wir wollen andere aktivieren und übernehmen bewusst oftmals eine Anschub- oder Teilfinanzierung.“

Jährlich fördert die Bürgerstiftung Böblingen im Schnitt etwa 15 bis 20 Projekte und gibt dafür im Mittel 25 000 bis 30 000 Euro aus. In 2015 waren es knapp 42 000 Euro, die in unterschiedliche Maßnahmen flossen, wie beispielsweise die Finanzierung von Sprachförderkursen für Flüchtlinge oder die Finanzierung des neuen Interieurs des Tafelladens.

Ein Aspekt ist wichtig im Zusammenhang mit der Stiftung: Deren Verwaltungsausgaben sind sehr gering. Geschäftsführer Ralf Priester wird von der Stadt bezahlt, ansonsten fallen nur Kosten für Porto, Flyer oder andere Drucksachen an. Lützner: „Das gestiftete oder gespendete Geld kommt tatsächlich dort an, wo es gebraucht wird.“

Info
www.buergerstiftung-bb.de

Stuttgarter Zeitung

BÖBLINGEN. Die Bürgerstiftung will bekannter werden. Wegen der niedrigen Zinsen sind Spenden gefragt.

Von Gerlinde Wicke-Naber

Seit zehn Jahren gibt es in Böblingen die Bürgerstiftung, die zahlreiche soziale, sportliche und kulturelle Projekte unterstützt. Doch so richtig bekannt ist die Stiftung noch nicht in der Stadt. Das soll sich nun ändern. „Wir gehen in die Offensive, wollen uns bekannt machen“, sagt Michael Fritz, der Vorstandsvorsitzende. Dabei wolle man zeigen, dass die Bürgerstiftung nicht nur Geld verteile. „Wir wollen uns als Plattform für bürgerschaftliches Engagement präsentieren“, gibt Michael Fritz die neue Strategie vor.

Der Anfang ist mit einer neuen Homepage gemacht. Darauf stellt die Bürgerstiftung einige ihrer Projekte vor. Neue Zustifter und Spendenwillige können sich sofort online melden. Für Bürger, Vereine und Organisationen, die einen Zuschuss für ein Projekt wünschen, gibt es ein Antragsformular, das man sich herunterladen kann.

Neue Marketing-Strategie

Erstmals fördert die Bürgerstiftung in diesem Jahr das Comedy-Festival Mechthild der Kultourmacher vom Alten Amtsgericht am dritten Adventssamstag. Auch das ist Teil der neuen Marketing-Strategie. „Damit wollen wir uns neue Zielgruppen erschließen, die uns vielleicht noch gar nicht kennen“, sagt Fritz. Im Januar steht dann das Konzert der Jugendmusikkapelle Dagersheim an, deren Jugendarbeit die Stiftung fördert.

Insgesamt hat die Böblinger Bürgerstiftung in den vergangenen zehn Jahren 84 Projekte in der Stadt bezuschusst. 282 891 Euro flossen. Dazu gehören etablierte Projekte wie die Schwimmschule der Sportvereinigung (SV) Böblingen, die Schwimmkurse für Drittklässler anbietet, da laut einer Erhebung 42 Prozent der Grundschüler nicht schwimmen können. Die Rollstuhlfechter der SV Böblingen erhielten Geld für Schürzen mit Sensoren, die die Treffer registrieren. Ein neues Projekt sind Sprachkurse für Flüchtlinge. „Diese sind durch unsere Vernetzung mit Ehrenamtlichen der Flüchtlingshilfe entstanden“, sagt Richard Kriegbaum vom Vorstand. Das ehrenamtliche Netzwerk auch zu anderen Gruppen wollen die Verantwortlichen weiter ausbauen.

Das Stiftungsvermögen beträgt im Moment eine Million und knapp 144 000 Euro. 71 Stifter – Firmen, Privatpersonen sowie die Stadt Böblingen – haben dieses zu Verfügung gestellt. Mit den Zinserträgen werden die Projekte gefördert. Da man noch einige Geldanlagen aus früheren Jahren habe, würden pro Jahr etwa 25 000 bis 30 000 Euro ausgeschüttet, berichtet der Geschäftsführer Ralf Priester. „Doch die schwierigen Jahre kommen ab 2018 auf uns zu“, sagt der Vorstandschef Fritz. „Dann werden wir wegen des niedrigen Zinssatzes kaum Erträge haben.“

Deshalb setzt die Stiftung seit einigen Jahren auf Spenden. Diese jedoch schwanken stark. 42 154 Euro waren es im Spitzenjahr 2008, nur 4575 Euro in diesem Jahr. Um das Spenden attraktiver zu machen legt die Stadt von sofort an für jeden gespendeten Euro 50 Cent drauf. Bei Zustiftungen galt das bisher schon. Die Verwaltungskosten seien minimal. „Dieses Jahr fielen 2000 Euro für die Neugestaltung der Öffentlichkeitsarbeit an. Dafür gab es eine zielgerichtete Spende“, sagt der Oberbürgermeister Wolfgang Lützner. Aber es gebe auch Jahre ganz ohne Verwaltungskosten.

Sindelfinger Stiftung besser gestellt

Die Geschäftsführung erledigt Ralf Priester, im Rathaus zuständig für die Stadtkasse, nebenbei. Zwei Stunden pro Woche ist er dafür freigestellt, investiert aber noch einige Stunden ehrenamtlich. Professioneller handhabt das die Konkurrenz aus Sindelfingen, die sich eine hauptamtliche Geschäftsführerin leistet. Regine Göppners 70-Prozent-Stelle wird von der Stadt bezahlt. „Deshalb können wir auch eigene Projekte durchführen“, sagt sie. Göppner sieht dies als Grund für den hohen Bekanntheitsgrad der Sindelfinger Stiftung, obwohl diese erst acht Jahre alt ist.

Amtsblatt Böblingen

Die Bürgerstiftung Böblingen feiert am 09. Dezember 2015 ihren zehnten Geburtstag. In diesen zehn Jahren konnten wir über 80 Projekte mit einem Gesamtbetrag von über 280.000 € fördern.

Hier eine Auswahl von Projekten, die im Jahr 2015 aus den Erträgen des Stiftungskapitals und den eingegangenen Spenden unterstützt wurden: Unterstützung des Tafelladens bei notwendigen Investitionen, „Tiergestützte Pädagogik“ – Kooperation von Böblinger Schulen mit der Jugendfarm Böblingen e.V., Sprachförderung und Willkommensmaterialien für Flüchtlinge, das Theaterprojekt “
B & B – Bangalore und Böblingen“, die Teilnahme von Kitas am „Bambini-Lauf“, Einzelfallhilfen, die Kinderuniversität Böblingen, das Bewegungsprojekt „Wir bewegen Böblingen“ der SVB, Klasse2000 – Stark und gesund in der Grundschule, ein Selbstbehauptungskurs an der Mildred-Scheel-Schule, das „Böblinger Bündnis Gewaltprävention“ der Böblinger Schulen.

Helfen Sie mit!

Mit einer Spende oder als Zustifter können Sie dazu beitragen, in unserer Stadt gemeinnützige, soziale und mildtätige Zwecke zu fördern. Zusätzlich stockt die Stadt Böblingen die Zustiftungen und Spenden bis Ende 2017 pro zugewendeten Euro um 50 Cent auf. Die Wirkung ihrer Zuwendung wird dadurch zusätzlich verstärkt.

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.buergerstiftung-bb.de oder bei der Geschäftsstelle der Bürgerstiftung: Ralf Priester, Tel. (07031) 669-2241, E-Mail: priester@buergerstiftung-bb.de.

Spendenkonto der Bürgerstiftung: IBAN: DE73 6035 0130 0000 5010 04/BLZ: 603 501 30, Konto Nr. 501 004 bei der Kreisparkasse Böblingen

Amtsblatt Böblingen

Der Gemeinderat der Stadt Böblingen hat in seiner Sitzung am 25. November 2015 beschlossen, das Engagement der Bürgerstiftung weiter zu unterstützen und die im Jahr 2014 beschlossene Komplementärfinanzierung auf Spenden auszuweiten.

Bisher wurden bereits Zustiftungen an das Stiftungskapital der Bürgerstiftung pro zugewendeten Euro um 50 Cent aufgestockt. Durch den Beschluss werden Spenden jetzt gleich behandelt.

Der Bürgerstiftung soll mit dem Beschluss geholfen werden, den jährlich für Projektförderungen zur Verfügung stehenden Betrag zu stabilisieren.

Kreiszeitung Böblinger Bote

In Böblingen ist der Blinden- und Sehbehindertenverband seit kurzem mit einer Beratungsstelle vertreten – Scheck von der Bürgerstiftung.

Seit dem 10. Februar ist im Kreis Böblingen ein weiteres Gesundheitsangebot verfügbar: „Blickpunkt Auge“, eine Beratungsstelle für Augenpatienten, wurde eröffnet. Einen finanziellen Zuschuss in Höhe von 1.500 Euro erhielt diese nun von der Bürgerstiftung Böblingen.

BÖBLINGEN (red). Berater Wolfgang Weinhardt steht zweimal wöchentlich ehrenamtlich mit seinem Fachwissen für Beratung in der Karlstraße 21 in Böblingen zur Verfügung. Das Angebot „Blickpunkt Auge“ vom Blinden- und Sehbehindertenverband Württemberg e.V. möchte Augenpatienten und ihren Angehörigen unabhängig und kostenfrei zu allen mit einer Augenerkrankung verbundenen Themen beraten. Jeder ist willkommen, der Information, Beratung, Orientierung und Unterstützung sucht, heißt es in einer Pressemitteilung. Besonders Menschen, die gerade von einer solchen Erkrankung erfahren haben, denn diese befänden sich oft in einer besonders schwierigen Lebenssituation. Wolfgang Weinhardt klärt über Unterstützungsangebote, Möglichkeiten zum Ausgleich einer Sehbeeinträchtigung sowie rechtliche und finanzielle Leistungen auf.

Selbsständigkeit in allen Lebenslagen erhalten

Ziel der Beratung ist es, Selbstständigkeit in allen Lebenslagen zu erhalten oder wieder herzustellen. Die Bürgerstiftung Böblingen unterstützt die Arbeit von Wolfgang Weinhardt und des Blindenverbandes mit einem Zuschuss in Höhe von 1.500 Euro.

Die Beraterinnen und Berater sind vorwiegend selbst von einer Augenerkrankung betroffen. Sie stehen in Verbindung mit Fachleuten der Augenmedizin, Augenoptik, Rehabilitation, Psychologie, Pädagogik und Alterswissenschaften. Partner sind außerdem andere Selbsthilfeorganistionen, Seniorenvertretungen, Wohlfahrts- und Sozialverbände sowie Behörden und Institutionen.

Um Beratung und Unterstützung vor Ort anbieten zu könnne, werden schrittweise regionale Anlaufstellen auf- und ausgebaut. Ergänzend zur Beratung werden Patientenveranstaltungen zu Augenerkrankungen, vergrößernden Sehhilfen und anderen Themen angeboten sowie die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch mit anderen Betroffenen oder zur Bildung krankheitsspezifischer Gruppen gegeben.

indelfinger Zeitung (SZBZ)

Stadtmitte: Bürgerstiftung unterstützt den Reit- und Fahrverein.

Die Bürgerstiftung Böblingen überreichte einen Zuschuss an den Reit- und Fahrverein Böblingen. Thomas Kirn, der Vorsitzende des Reit- und Fahrvereins Böblingen, freute sich sehr, als Michael Fritz und Rosemarie Späth, Vorstandsmitglieder der Bürgerstiftung Böblingen, den Scheck in Höhe von 4.000 Euro überreichten. Der Reit- und Fahrverein hat etwa 200 Mitglieder, davon weit über 200 Kinder und Jugendliche im Alter von drei bis achtzehn Jahren. Viele von ihnen sind in der Voltige aktiv und die Nachfrage wächst stetig. Derzeit gibt es über 30 weitere Kinder, die auf der Warteliste stehen, Bisher konnte der Reit- und Fahrverein mit nur einem Voltigepferd die Nachfrage nicht mehr stemmen. Da der Verein auch finanziell schwache Familien und Jugendliche in der Ausbildung und im Studium unterstützt, fördert die Bürgerstiftung Böblingen den Kauf des Pferdes „Chippendale“. Die Kinder erlernen beim Voltigieren zum Einen den verantwortungsbewussten Umgang mit dem Partner Pferd. Zum Anderen werden körperliche und motorische Fertigkeiten, vor allem Haltung, Rhythmus, Gleichgewicht und Konzentration geschult. Thomas Kirn berichtete, dass ab September in Kooperation mit dem Lise-Meitner-Gymnasium eine Reit-AG ins Leben gerufen wird.

Böblinger Kreiszeitung

BÖBLINGEN (red). Einen Scheck über 4.000 Euro hat die Bürgerstiftung Böblingen gestern an den Reit- und Fahrverein Böblingen übergeben. Mit dem Geld soll ein Voltigierpferd gekauft werden.

Der Reit- und Fahrverein hat etwa 200 Mitglieder, davon weit über 200 Kinder und Jugendliche im Alter von 3 bis 18 Jahren. Viele von ihnen sind in der Voltige aktiv und die Nachfrage wächst stetig. „Derzeit gibt es über 30 weitere Kinder, die auf der Warteliste stehen. Der Verein konnte mit nur einem Voltigepferd dieser Nachfrage nicht mehr gerecht werden“, betonte Thomas Kirn.

Da der Verein auch finanziell schwache Familien beziehungsweise Jugendliche in einer Ausbildung und Studium unterstützt und die Unterhaltung eines Pferdes weitere hohe Kosten bedeutet, fördert die Bürgerstiftung Böblingen den Kauf des Pferdes mit einem Zuschuss von 4.000 Euro.

Die Kinder erlernen beim Voltigieren,
zum einen den verantwortungsbewussten Umgang mit dem Partner Pferd. Zum anderen
werden körperliche und motorische Fertigkeiten, vor allem Haltung, Rhythmus, Gleichgewicht und Konzentration geschult. Als Gruppensport werden darüber hinaus soziale Fertigkeiten wie Einfühlungsvermögen, Vertrauen, Gemeinschaftssinn und Selbstständigkeit gefördert. „Gemeinsam gehen die Kinder und Jugendliche auch auf Turniere und sind hier sehr erfolgreich unterwegs“, freut sich Kirn.

Amtsblatt Böblingen Nr.6

Die Faszination der Technik erfahren, technische Probleme eigenständig lösen lernen – diese für das „High-Tech-Ländle“ besonders wichtigen Bildungsziele unterstützt die Bürgerstiftung Böblingen in Kooperation mit IBM seit einigen Jahren mit Fördergeldern für die Beschaffung von außergewöhnlicher technischer Ausstattung für die allgemein bildendenden Gymnasien in Böblingen.

Ende Januar übergab die Vorsitzende der Bürgerstiftung Böblingen, Rose Späth eine Spende in Höhe von 2.900 Euro an das Lise-Meitner-Gymnasium für den Erwerb eines Simulationsmodellsystems zur Automatisierungstechnik.

Mit diesem mit dem „WorldDidac Award“ ausgezeichneten System können die Schüler/innen echte industrielle Fertigungsprozesse nachbilden und eine Fülle von über den Standard-Bildungsplan hinausgehenden Problemstellungen bearbeiten. Dass sie solche Lernerfahrungen tatsächlich gemacht und technische Kompetenzen erworben haben, konnten die Mädchen und Jungen der Klassenstufe 10 im Rahmen einer Demonstration im NWT-Unterricht unter Leitung von Lehrer Michael Jung unter Beweis stellen.

Kreiszeitung Böblingen

Wechsel im Vorstand der Bürgerstiftung Böblingen – Michael Fritz hat den Vorsitz übernommen.

BÖBLINGEN (red). Der Stiftungsrat der Bürgerstiftung Böblingen hat in seiner letzten Sitzung Rosemarie Späth, Richard Kriegbaum und Michael Fritz in den Vorstand berufen. Beschlossen vom Stiftungsrat wurden zudem insgesamt sieben Projektförderungen. 20.200 Euro wurden laut einer Pressemitteilung für diese neu genehmigt.

Insgesamt hat die Bürgerstiftung seit ihrer Gründung vor acht Jahren nun Fördermittel in Höhe von 226.871 Euro für 89 Projektförderungen bewilligt.

Der Vorsitzende des Stiftungsrats, Oberbürgermeister Wolfgang Lützner, bedankte sich für die Bereitschaft zur übernahme der Ehrenämter. Michael Fritz übernimmt den Vorsitz im Vorstand, Rosemarie Späth und Richard Kriegbaum sind Stellvertreter. Sie treten die Nachfolge von Dr. Klaus-Georg Hengstberger, Eberhard Knoblauch und Herbert Kircher an, die sich aus dem Vorstand, dem sie für zwei Amtszeiten von je vier Jahren angehörten, verabschiedeten. „Vorstand der Bürgerstiftung – nichts, was man mal so nebenher machen kann!“ Mit diesen Worten bedankte sich Lützner für den wertvollen Beitrag, den die scheidenden Vorstände geleistet haben und würdigte ihre große Einsatzbereitschaft. Das Stiftungskapital der Bürgerstiftung, an dessen Einwerbung die bisherigen Vorstände maßgeblich beteiligt waren, wird in diesen Tagen eine Million Euro erreichen.

Neu in die Förderung aufgenommen wurden sieben Projekte:

„Klasse2000“ an Böblinger Grundschulen: Ziel von Klasse2000 ist es, die Persönlichkeit der Kinder zu stärken. Sie bräuchten Kenntnisse, Haltungen und Fertigkeiten, mit denen sie ihren Alltag so bewältigen können, dass sie sich wohlfühlen und gesund bleiben. Mit dem Projekt „Klasse2000“ sollen Kinder ihren Körper kennenlernen, eine positive Einstellung zur Gesundheit entwickeln, die Bedeutung von gesunder Ernährung und Bewegung erfahren, Freude an einem aktiven Leben bekommen und persönliche und soziale Kompetenzen entwickeln. Kinder lernen den kritischen Umgang mit Tabak, Alkohol und Medien. Das Programm ist auf die komplette Grundschulzeit ausgelegt.

Böblinger Klasse – ohne Mobbing: Im Mobbingfall wird bei diesem Projekt eine Intervention in der Klasse durchgeführt und an einem guten Klassenklima gearbeitet. Die Klasse wird dazu befähigt, zum Vorbild in Bezug auf das Verhalten zu werden. Es geht um die Verbesserung der Klassengemeinschaft ohne Diffamierungen und Schuldzuweisungen, das Erlernen eines respektvollen zwischenmenschlichen Umgangs und sozialer Spielregeln, die von allen akzeptiert, angestrebt und umgesetzt werden. Das Projekt kommt erst dann zum Einsatz, wenn im Rahmen der normalen Schulsozialarbeit kein Erfolg erzielt worden ist.

Sprachpartnerprojekt NIKA: Deutsch sprechende Frauen werden in diesem Projekt geschult und erhalten eine Partnerin, die sie regelmäßig besuchen oder sich mit ihr verabreden, um gemeinsam Deutsch zu reden oder auch in anderen Fragen behilflich zu sein. Zusammengeführt werden die Partnerinnen durch Mitarbeiterinnen von NIKA (Netzwerk interkulturelle Arbeit), die sowohl die professionelle Begleitung der Gruppen als auch das Zusammenfinden der Paare und die Betreuung der Ehrenamtlichen leisten.

Theaterprojekt „55 Sommer“: 55 Sommer erzählt im Mikrokosmos einer Gartenkolonie die Weltgeschichte von 1945 bis zur Jahrtausendwende. Während sich der Schrebergarten vom lebensnotwendigen Nutzgarten zum reinen Freizeitvergnügen wandelt, verändertsich die Welt und mit ihr die Ansichten,Rollenbilder, ängste und Wünsche mehrerer Generationen. Acht Theaterensembles der Kunstschule Böblingen lassen die 55 Sommer lebendig werden. Die Idee des intergenerativen Lernens ist der Kern der 55 Sommer. Die „Silver Ager“ teilen Wissen und Erlebnisse, die heute schon fast vergessen sind, mit jungen Generationen, die eigene Antworten auf gesellschaftliche Fragen von heute und morgen finden müssen.

Kooperation Tagesklinik/SV Böblingen: Die Tagesklinik am Maienplatz bietet im Rahmen ihres Therapieprogramms ein Bewegungsund Entspannungsmodul in Zusammenarbeit mit der SV Böblingen mit folgenden zentralen Zielen an: Bewegung und Sport als regelmäßige Einheit im Rahmen eines ganzheitlichen Therapieansatzes, der die positiven Wirkungen von Sport und Bewegung aufnimmt und fördert. Mittelfristige Möglichkeit zur Integration in die „Regelangebote“ des Vereins mit der beabsichtigten positiven Nebenwirkung einer sozialen Anbindung.

Aktivitäten der Lebenshilfe e.V.: Der Verein bietet eine vielfältige Anzahl von Veranstaltungen an. Die Bürgerstiftung beteiligt sich an den Kosten der Veranstaltungen „Adventsfreizeit für Senioren“, „Stadtranderholung im Waldheim Tannenberg“ und „Teestuben“.

Grünes Klassenzimmer, Ludwig-Uhland-Schule: Die Kinder sollen den Lebensraum Streuobstwiese während eines ganzen Jahres kennen lernen und verrichten alle notwendigen Arbeiten. Sie lernen durch Selbsterfahrung, Begreifen und Beobachten. Ziel ist, die Kinder für die Vielfalt der Natur vor unserer Haustür zu begeistern. Vom Landkreis ausgebildete und diplomierte Streuobstpädagogen führen gemeinsam mit den Klassenoder Naturkundelehrer die Unterrichtseinheiten in der freien Natur durch.

Weitere Projektförderungen: „Schwimmen – ich lern’s!“ für Grundschüler, Vorlesebücher für Lesepaten und ältere Menschen, ein Nachbarschaftspatenprojekt, Kunst- und Kulturprojekte, Einzelfallhilfen für Senioren, Familien und sozial Schwache, Kooperationen von Grundschulförderklassen mit der Jugendfarm, Gewaltpräventionsprojekte, dies sind weitere Projekte, an denen sich die Bürgerstiftung beteiligt hat.

Die Bürgerstiftung Böblingen fördert nach ihrer Satzung Bildung und Erziehung, die Jugend- und Altenhilfe, Wissenschaft und Forschung, Kultur, Völkerverständigung, die Hilfe für Behinderte, den Umweltschutz, Sport und mildtätige Zwecke.

Amtsblatt

Die Bürgerstiftung Böblingen fördert laut ihrer Satzung Bildung und Erziehung, die Jugend- und Altenhilfe, Wissenschaft und Forschung, Kultur, Völkerverständigung, die Hilfe für Behinderte, den Umweltschutz, Sport und mildtätige Zwecke. Seit 2006 wurden 61 Projekte mit einer Summe von über 225.000 Euro unterstützt.

Vorlesebücher für Lesepaten und ältere Menschen, die Aktion „Schwimmen – ich lern‘s!“ für Grundschüler, Unterstützung von Müttern mit Migrationshintergrund, Einzelfallhilfen für Senioren und sozial Schwache, die Kinderuni Böblingen, Kooperationen von Grundschulförderklassen mit der Jugendfarm, Gewaltpräventionsprojekte, Gesundheitsförderung an Grundschulen, die Förderung eines musikpädagogischen Orientierungskurses für behinderte Kinder, Technikförderung an Gymnasien und Realschulen – dies sind einige der Projekte, die im Jahr 2013 aus den Erträgen des Stiftungskapitals und den eingegangenen Spenden unterstützt werden konnten.

Helfen Sie mit!

Mit einer Spende oder als Zustifter können Sie dazu beitragen, gemeinnützige, soziale und mildtätige Zwecke auch in den nächsten Jahren zu fördern. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.buergerstiftung.boeblingen.de oder bei der Geschäftsstelle der Bürgerstiftung:
Ralf Priester
Telefon: (0 70 31) 6 69-22 41
E-Mail: priester@boeblingen.de

Bankverbindung:
Kreisparkasse Böblingen
BLZ 603 501 30
Konto Nr. 501 004

Amtsblatt

Der Stiftungsrat der Bürgerstiftung Böblingen hat in seiner letzten Sitzung Rosemarie Späth, Richard Kriegbaum und Michael Fritz in den Vorstand berufen.

Michael Fritz übernimmt den Vorsitz, Rosemarie Späth und Richard Kriegbaum sind Stellvertreter. Der Vorsitzende des Stiftungsrats, Oberbürgermeister Wolfgang Lützner bedankte sich für die Bereitschaft, dieses Amt zu übernehmen.

Die drei neuen Vorstände treten die Nachfolge von Dr. Klaus-Georg Hengstberger, Eberhard Knoblauch und Herbert Kircher an, die zwei Amtszeiten mit je vier Jahren dem Vorstand angehörten. Eine längere Amtszeit sieht die Satzung der Bürgerstiftung nicht vor. OB Lützner bedankte sich für den wertvollen Beitrag, den die scheidenden Vorstände zum Erfolg der Bürgerstiftung geleistet haben und würdigte ihre große Einsatzbereitschaft.

Auf der Tagesordnung des Stiftungsrats stand auch die Beschlussfassung über sieben Projektförderungen. 20.200 Euro wurden genehmigt. Insgesamt hat die Bürgerstiftung seit ihrer Gründung vor acht Jahren Fördermittel in Höhe von 226.871 Euro für 89 Projektförderungen bewilligt. Das Stiftungskapital der Bürgerstiftung, an dessen Einwerbung die bisherigen Vorstände maßgeblich beteiligt waren, beträgt inzwischen knapp eine Million Euro.

Weitere Informationen zur Arbeit der Bürgerstiftung erhalten Sie unter:
www.buergerstiftung.boeblingen.de oder bei der Geschäftsstelle:
Ralf Priester, Telefon: (0 70 31) 6 69-22 41, E-Mail: piester@boeblingen.de.

Amtsblatt

Junges Böblingen
„Die Muffins sind fertig!“ 12 Kinder stürzen sich auf ein Gebäck. das gerade frisch und heiß aus dem Solarbackofen kommt. Die Mädchen und Jungen im Alter von 11-12 Jahren beschäftigen sich eine Woche lang mit Basiswissen zur Solartechnik. Unter der Anleitung der Physikerin Elisabeth Frank experimentieren sie mit Solarzellen und Spiegeln. Sie erfahren, dass ein schwarzer Körper das Sonnenlicht absorbiert und wärmer wird als ein weißer Körper, der das meiste Sonnenlicht reflektiert.

Genauso funktioniert die schwarze Solardusche, bei der kaltes Wasser von der Sonne erwärmt wird. „Naturwissenschaft und Technik mit allen Sinnen erleben“ war das Motto des Sommerferiencamps „Expedition Einstein“ auf dem Gelände des IBM-Klub Böblingen. So wird im selbst gebastelten „Parabolrinnen-Kocher“ das Sonnenlicht auf eine schwarze „Dose im Wintergarten“ konzentriert. Der Erfolg ist ein ausschließlich mit Sonnenenergie gekochter Milchreis oder „Sonnenwürstchen“. „Im Kontext von Alltagsanwendungen ist Physik für alle attraktiv und beim Basteln von technischen Objekten wie Solarkocher oder Solarhubschrauber hat jedes Kind Erfolgserlebnisse – Physik und Technik werden positiv erlebt“, so die Studiendirektorin Elisabeth Frank, die selbst viele Jahre an einem Gymnasium unterrichtet hat.

Erlebnis erweitert den Horizont
Aber auch Spaß und Abenteuer kamen nicht zu kurz beim jeweiligen halbtägigen Programm der Erlebnispädagogen des NEW Instituts Freiberg, die das Expedition Einstein Feriencamp begleiteten: Klettern am Fels, Bogenschießen, Feuerspucken,Teamspiele und vieles mehr. Hier konnte jedes Kind seine persönliche Herausforderung finden und neue, das Selbstbewusstsein stärkende Erfahrungen machen. Das Feriencamp, das auf zwei verschiedene Ebenen Spaß machte und in vielfältiger Weise den Horizont erweitere, wurde von der Bürgerstiftung Böblingen gefördert.

Aber auch Spaß und Abenteuer kamen nicht zu kurz beim jeweiligen halbtägigen Programm der Erlebnispädagogen des NEW Instituts Freiberg, die das Expedition Einstein Feriencamp begleiteten: Klettern am Fels, Bogenschießen, Feuerspucken,Teamspiele und vieles mehr. Hier konnte jedes Kind seine persönliche Herausforderung finden und neue, das Selbstbewusstsein stärkende Erfahrungen machen. Das Feriencamp, das auf zwei verschiedene Ebenen Spaß machte und in vielfältiger Weise den Horizont erweitere, wurde von der Bürgerstiftung Böblingen gefördert.

Techniktage in den Herbstferien
Weiter geht es für die Teilnehmer, die im neuen Schuljahr in die 7.Klasse kommen. Sie werden in den Herbstferien zu Techniktagen in Böblinger Firmen eingeladen. Interesse an den schulbegleitenden naturwissenschaftlichen Angeboten? Dann schreibt eine E-mail an baur@boeblingen.de.

Amtsblatt Böblingen

Die Bürgerstiftung Böblingen informiert.

In der Sitzung des Stiftungsrats Ende Februar 2013 wurde das Ergebnis der Jahresrechnung für das Jahr 2012 festgestellt. Aus den Erträgen des Stiftungskapitals und den eingegangenen Spenden wurden im Jahr 2012 17 Projekte unterstützt und ein Betrag von 30.992 Euro für gemeinnützige und mildtätige Zwecke ausgeschüttet. Weitere Förderungen in Höhe von 54.238 Euro sind bereits beschlossen.

Unter anderem wurden folgende Projekte und Fördermaßnahmen unterstützt:
– „Schwimmen – ich lern‘s!“ für Grundschüler
– Einzelfallhilfen für Senioren und sozial Schwache
– Kooperationen von Grundschulförderklassen mit der Jugendfarm
– Gewaltpräventionsprojekte
– Gesundheitsförderung an den Grundschulen
– Zuschüsse zur Jugendbegleiterausbildung
– Förderung eines musikpädagogischen Orientierungskurses für behinderte Kinder
– Technikförderung an den Gymnasien
– Unterstützung der Angebote des Treff am See
– Kinderuniversität an der Volkshochschule Böblingen

Spenden und Zuschriften

Durch eine Zustiftung in Höhe von mindestens 2.000 Euro kann die Arbeit der Bürgerstiftung Böblingen erheblich unterstützt werden. Zusätzlich stockt die Stadt Böblingen diesen Betrag um 1.000 Euro auf. Die Arbeit der Bürgerstiftung kann selbstverständlich auch mit einer Spende unterstützt werden. Hier ist jeder Betrag willkommen. Weitere Informationen erhalten Sie bei Ralf Priester, Telefon (0 70 31) 6 69-22 41, E-Mail priester@boeblingen.de oder unter www.buergerstiftung.boeblingen.de. Bankverbindung der Bürgerstiftung: Kreissparkasse Böblingen, BLZ 603 501 30, Konto 501 004.

Kreiszeitung Böblinger Bote

Kreissparkasse und Bürgerstiftung fördern Musikunterricht.

BÖBLINGEN (red). „Jetzt geht’s los, wir fangen jetzt an! Laute Töne, leise Töne, hohe Töne, tiefe Töne.“ Dieses Lied ist der Auftakt jeder Musikstunde eines gemeinsamen Unterrichtsprojektes der Käthe-Kollwitz- Schule mit der Musikschule Böblingen, die einmal wöchentlich unter der fachkundigen Anleitung von Lehrerinnen beider Schulen in den Räumen der Musikschule stattfindet. Schon in den vergangenen Jahren hat sich die Kooperation der beiden Schulen sehr gut bewährt.

Beate Stapf, Lehrerin der Musikschule, arbeitet schon seit etlichen Jahren mit Kindern, die besondere Lernvoraussetzungen mitbringen. Sie weiß aus Erfahrung, dass viele Kinder hier ganz neu aufblühen und oft ungeahnte musikalische Begabungen zeigen. Die Schülerinnen und Schüler lernen unterschiedliche Instrumente kennen, tauchen ein in die Welt der Rhythmen und Klänge und stärken ihr Selbstvertrauen durch das eigene Singen und Musizieren.

Damit alle Beteiligten weiterhin von dieser Zusammenarbeit profitieren können, haben sich die Bürgerstiftung Böblingen und die Sozialstiftung der Kreissparkasse Böblingen entschlossen, dieses Projekt mit je 1800 Euro zu unterstützen und damit für zwei weitere Schuljahre zu sichern.
Schüler und Lehrerinnen freuten sich mit den Schulleitern Peter Merz von der Musikschule und Heinz Mast von der Kollwitz- Schule über die Spendenschecks, die Daniel Wengenroth und Ralf Priester überbrachten.

Amtsblatt Böblingen

Kennen Sie die Böblinger Bürgerstiftung?
Als Mitglied des Gemeinderats bin ich Vertreterin der Freien Wähler-Fraktion im Stiftungsrat der Böblinger Bürgerstiftung. Da die Böblinger Bürgerstiftung und deren Leistungen oft unbekannt sind, liegt es mir am Herzen, sie Ihnen etwas näher zu bringen.

Die Stiftung wurde im Dezember 2005 gegründet. Einige Böblingerinnen und Böblinger haben den Grundstock durch ihre finanziellen Stiftungen und Spenden gelegt und die Stadt Böblingen hat sich ebenfalls daran beteiligt. Inzwischen hat sich das Stiftungskapital mehr als verdoppelt. Die gesetzten Ziele wurden jedoch noch nicht erreicht.
Bereits zum dritten Mal wurde der Stiftung das Gütesiegel des Bundesverbands Deutscher Stiftungen verliehen. Die Böblinger Bürgerstiftung unterstützt und fördert heute vielseitige Projekte, verstärkt im Kinder und Jugendbereich, zum Beispiel:
– meine Klasse und ich – ohne Gewalt – zur Stärkung des Selbstbewusstseins durch Deeskalationsstrategien
– die Kinder-Uni an der Volkshochschule – eine kostenlose Vorlesereihe, die Kindern spannende Wissensgebiete verständlich vermittelt
– Kooperation mit der Jugendfarm und den Grundschulen
– tiergestützte Pädagogik, beispielsweise durch Pflege und Verantwortung für ein dortiges Tier
– Böblinger Klasse ohne Mobbing – Verbesserung des Klassenklimas ohne Diffamierung und Schuldzuweisung
– Schwimmen – ich lern’s – 40 Prozent der Erst- und Zweitklässler können nicht richtig schwimmen
– musikpädagogischer Orientierungskurs mit der Käthe-Kollwitz-Schule – geistig behinderten Kindern wird die Möglichkeit geboten, ihre individuellen musikalischen Fähigkeiten weiter zu entwickeln
– Gewaltprävention durch soziales Lernen – den Schülern eine positive Sozialentwicklung ermöglichen.
Ganz wichtig auch die Einzelfallhilfe für bedürftige Familien und Senioren, die in Not geraten sind. Wie schnell kann es gehen, dass die Reparatur der Waschmaschine zum finanziellen Problem wird?

Beteiligen Sie sich an der Stiftung!
Da die ganzen Aktivitäten ausschließlich für Menschen in unserer Stadt sehr hilfreich sind, lade ich Sie als Böblingerinnen und Böblinger herzlich ein, sich mit Ihren finanziellen Möglichkeiten an dieser guten Sache zu beteiligen. Es gibt so viele Gründe hierfür, z.B ein runder Geburtstag, ein Jubiläum, ein gesund geborenes Kind oder Enkel, gute Jahre in Böblingen – oder einfach nur „für ein gutes Gefühl“.

Sie können sich als „Stifter“ einbringen: Das Geld geht ins Stiftungskapital, aus dessen Ertrag die Vorhaben gefördert werden. Oder Sie können sich als „Spender“ einbringen: Hierbei besteht die Möglichkeit, Projekte kurzfristig zu verwirklichen. Dadurch werden kontinuierliche und nachhaltige Projekte und Vorhaben in unserer Stadt gefördert. Die Bürgerstiftung unterstützt übrigens nur Projekte, die nicht von öffentlicher Seite (also von Stadt, Land oder Bund) gefördert werden. Sie nimmt keine Pflichtaufgaben der öffentlichen Träger wahr.
Bitte wenden Sie sich bei Fragen an mich (rosemarie-spaeth@t-online.de) oder an den Gesamtgeschäftsführer Ralf Priester mit der Telefonnummer (07031) 669-2241. Gemeinsam können wir „etwas mehr“ für unsere Stadt sein!

Amtsblatt Böblingen

Die erfolgreiche Kooperation zwischen der Musikschule Böblingen und der Käthe-Kollwitz-Schule kann mit Unterstützung der beiden Stiftungen weitergeführt werden.

Die Käthe-Kollwitz-Schule ist eine Ganztagesschule für Kinder und Jugendliche mit besonderen Lernvoraussetzungen. Sie arbeitet seit mehr als zwei Jahren im Rahmen eines gemeinsamen Projekts mit der Musikschule Böblingen zusammen. Bei dem Projekt handelt es sich um einen musikpädagogischen Orientierungskurs, in dem rhythmische und musikalische Fähigkeiten vermittelt und die Sinne sowie die Sensomotorik der Schüler/-innen geschult werden. Soweit dies möglich ist, wird auch zum lnstrumentalunterricht hingeführt. Die bisherigen Erfahrungen der beteiligten Klassen waren durchgehend positiv. Die Schüler/-innen waren hoch motiviert und es war sehr gewinnbringend für die Entwicklung ihrer musikalischen Fähigkeiten und ihres Selbstbewusstseins. Zur Durchführung des Kurses ist die Schule auf finanzielle Unterstützung angewiesen. Die Bürgerstiftung Böblingen und die Sozialstiftung der Kreissparkasse Böblingen haben sich gerne bereit erklärt, das Projekt in den nächsten zwei Jahren gemeinsam mit einem Betrag in Höhe von 3.615 Euro zu unterstützen.

Weitere Informationen zur Bürgerstiftung erhalten Sie unter www.buergerstiftung.boeblingen.de oder bei Ralf Priester, Telefon (0 70 31) 6 69-22 41, E-Mail priester@boeblingen.de.

Amtsblatt Böblingen

Der Bürgerstiftung Böblingen wird durch die Verleihung des Gütesiegels die Einhaltung der „Zehn Merkmale einer Bürgerstiftung“, unter anderem Unabhängigkeit, Vielfältigkeit in der Förderung, regionaler Bezug und Gemeinwohlorientierung bestätigt.

Das Gütesiegel des Arbeitskreises Bürgerstiftungen des Bundesverbands Deutscher Stiftungen wird an Bürgerstiftungen verliehen, die in Satzung und Arbeits­weise den „Zehn Merkma­len einer Bürgerstiftung“ entsprechen. Die Prüfung der Einhaltung dieser Merk­ male und die Entscheidung über die Vergabe des Güte­siegels erfolgt durch eine unabhängige Jury auser­fahrenen Bürgerstiftlern und Bürgerstiftungsexper­ten. Das Gütesiegel wird zeitlich befristet verliehen und hat für zwei Jahre Gül­tigkeit. Der Bürgerstiftung Böblingen wurde das Güte­siegel bereits zum vierten Mal in Folge verliehen.

Wenn Sie weitere Informationen zum Gütesiegel oder zur Arbeit der Bürgerstiftung wünschen, melden Sie sich gerne bei:

Ralf Priester,
Telefon (0 70 31) 6 69­22 41,
E­-Mail buergerstiftung@boeblingen.de.
Weitere Informationen finden Sie auch unter www.buergerstiftung.boeblingen.de.

Amtsblatt Böblingen

Zum dritten Mal fand im Mai 2012 das Stifterforum der Bürgerstiftung Böblingen statt. Eingeladen wurden alle Stifterinnen und Stifter, um sich über die Arbeit der Bürgerstiftung zu informieren.

Oberbürgermeister Wolfgang Lützner, Vorsitzender des Stiftungsrats begrüßte die Anwesenden und gab einen überblick über die Eckdaten der Bürgerstiftung. Ein Stiftungskapital von aktuell 871.695 Euro und die Förderung von über 40 Projekten mit einem Betrag von knapp 152.000 Euro in den letzten Jahren belegen eine erfreuliche Entwicklung. Rückmeldungen der Beteiligten, Berichte und eigene Erfahrungen zeigen ein positives Bild der Arbeit der Bürgerstiftung. Dr. Klaus-Georg Hengstberger, Vorsitzender des Vorstands bekräftigte im Anschluss das Ziel der Bürgerstiftung, möglichst bald ein Stiftungskapital von einer Million Euro zu erreichen, auch um trotz der derzeitigen Niedrigzinsphase ausreichend Erträge für die Projektförderung zu erzielen.
Im Anschluss berichtete Ralf Priester, Geschäftsführer der Bürgerstiftung über die Entwicklung der Finanzen und der Projektförderung der Bürgerstiftung Böblingen. „Schwimmen- ich lern‘s!“, Klasse2000 in den Grundschulen, Kindergarten plus, tiergestützte Pädagogik auf der Jugendfarm, ein generationsübergreifendes Kunstprojekt im Treff am See – das sind einige der Projekte, die dieses Jahr beginnen oder durchgeführt werden.

Danach gab Christine Häberle, Leiterin des SVB Kindersports einen überblick über das Projekt „Schwimmen-ich lern‘s!“ für Böblinger Grundschüler. Für die zweite Runde des Projekts in den Sommerferien liegen bereits vierzig Anmeldungen vor.
Zum Abschluss stellten Kornelia Masur und Martin Decker vom ejw mit einem gelungenen Kurzfilm das Jugendbegleiterprogramm an Böblinger Schulen vor. Angeboten werden unterrichtsunterstützende Angebote sowie eine Vielzahl von Angeboten im sportlichen, musischen und sprachlichen Bereich. Zum Abschluss fanden in freundlicher Runde noch reger Gedankenaustausch und interessante Gespräche statt.

Amtsblatt Stadt Böblingen

Der Verkauf der städtischen Weihnachtskarten ergab im letzten Winter eine Netto-Einnahme in Höhe von 820 Euro. Diese Einnahmen sollen, wie schon in den zurückliegenden Jahren, sozialen Zwecken zugute kommen. Diesmal ist es die Bürgerstiftung, die eine entsprechende Spende entgegen nehmen kann.

Amtsblatt Böblingen

In der Sitzung des Stiftungsrats am 27. Februar 2012 wurde das Ergebnis der Jahresrechnung für das Jahr 2011 festgestellt. Aus den Erträgen des Stiftungskapitals und den eingegangenen Spenden wurde im Jahr 2011 ein Betrag von 31.086 Euro für gemeinnützige und mildtätige Zwecke ausgeschüttet. Weitere Förderungen in Höhe von 37.165 Euro sind bereits beschlossen.

Im Jahr 2011 wurden unter anderem gefördert:

„Schwimmen – ich lern’s!“: Schwimmkurs für Böblinger Grundschüler
Eine Umfrage an den Grundschulen ergab, dass fast 42% der Erst- und Zweitklässler in Böblingen sich nicht sicher im Wasser bewegen können. Um dieser Entwicklung entgegen zu wirken und die Anzahl der Kinder, die nicht schwimmen können, zu reduzieren, fanden in den Sommerferien Schwimmkurse für 45 Kinder statt. Die Kinder konnten sich am Ende des Kurses ausreichend sicher im Wasser bewegen, über die Hälfte freute sich über das Schwimmabzeichen „Seepferdchen“.

Unterstützung von Müttern mit Migrationshintergrund
Frauen sollen motiviert werden, einen Integrationssprachkurs zu besuchen, damit sie ihre Kinder besser unterstützen und gleichzeitig Vorbilder sein können. Die dort gewonnenen Erfahrungen sollen Mut und Selbstbewusstsein stärken, ihnen selbst bei der Integration helfen und ihren Familien einen besseren Zugang zu Bildung und Information ermöglichen. Ergänzend sollen durch sie weitere Personen ermutigen werden, auch an diesen Kursen teilzunehmen.

Kooperation von Böblinger Schulen mit der Jugendfarm
Ziel der Kooperation ist die Förderung der Schüler aus Förderklassen nach dem Konzept der „Tiergestützten Pädagogik“. Durch die Arbeiten in Hof und Stall und durch den Umgang mit den Tieren werden den Kindern vielfältige Lernmöglichkeiten geboten, die ihrer Entwicklung förderlich sind.

Musikpädagogischer Orientierungskurs für Schüler der Käthe-Kollwitz-Schule
Geistig behinderten Kindern wird an der Musikschule Böblingen die Möglichkeit gegeben, ihre musikalischen Fähigkeiten im Rahmen ihrer individuellen Möglichkeiten weiter zu entwickeln. Durch Rhythmik werden Sinne und Sensomotorik geschult, musikalische Fähigkeiten vermittelt. Schwellenängste sollen abgebaut werden.

Schulübergreifendes Anti-Gewalttraining der AWO
Das Anti-Gewalttraining richtet sich an Schüler, die durch Sachbeschädigungen, massive verbale und/ oder körperliche Gewalt und Bedrohung, aber auch durch permanentes Stören des Unterrichts auffallen und aufgrund dessen kurz vor schweren Sanktionen stehen. Im Anti-Gewalttraining werden die Teilnehmer konsequent mit ihrem Verhalten konfrontiert, die Gedanken in Richtung Schuldbewusstsein und Verantwortungsübernahme gelenkt. Es soll eine Wiedergutmachungsleistung und Umorientierung erfolgen.

Deeskalationstraining der Arbeiterwohlfahrt am AEG
Ziel ist es, Gewalt und Erfahrungen mit psychischer und physischer Gewalt zum Thema zu machen, gewaltfreie Konfliktlösungsstrategien und Zivilcourage zu entwickeln und auszubauen. Die Handlungsstrategien im Zusammenhang mit Gewalterfahrungen werden in den (Schul-)Alltag transferiert.

„Gewaltprävention durch mehr soziales Lernen“ an der Albert-Schweitzer- Realschule
Ziel des Programms ist es, den Schülern durch ein integriertes Konzept zum sozialen Lernen eine positive Sozialentwicklung zu ermöglichen. Das Programm richtet sich an alle Schüler und beginnt in Klasse 5 mit dem im Unterrichtsplan verankerten „Sozialen Kompetenztraining“. Es folgt in Klasse 6 der Workshop „Selbstbehauptung“. Vertiefend wird in Klasse 7 der Workshop „body & more“ durchgeführt. In Klasse 8 dürfen die Schüler dann das Gelernte im „Sozialen Engagement“ in die Realität umsetzen. Sie demonstrieren den unteren Klassen wie toll es ist, wenn man willensstark ist und was man damit alles bewirken kann.

Kinderuniversität an der vhs
Die Böblinger Kinderuni ist eine kostenlose Vorlesungsreihe für Kinder. In den Vorlesungen werden den Kindern spannende Wissensgebiete einfach und verständlich vermittelt. Ziel ist es, die Kinder für das Lernen zu begeistern und sie zu selbständigem Denken zu motivieren.

Einzelfallhilfen für bedürftige Familien und Senioren
Ziel ist es, zielgerichtet, individuell und unbürokratisch in solchen Fällen zu helfen, wo Mittel z.B. für medizinische Zusatzleistungen oder Reparaturen fehlen, aber nicht vom Sozialleistungsträger übernommen werden.

Stipendien für Böblinger Abiturientinnen und Abiturienten
Vier sehr begabte, engagierte und motivierte Abiturientinnen und Abiturienten, die die fachlichen und persönlichen Voraussetzungen mitbringen, werden während ihres Studiums mit einem Stipendium unterstützt.

Spenden und Zuschriften
Durch eine Zustiftung in Höhe von mindestens 2.000 Euro kann die Arbeit der Bürgerstiftung erheblich unterstützt werden. Dieser Betrag erhöht das Stiftungskapital. Zusätzlich stockt die Stadt Böblingen diesen Betrag mit 1.000 Euro pro gestifteten 2.000 Euro auf. Ausgeschüttet werden nur die Erträge, das Stiftungskapital bleibt unangetastet. Die Arbeit der Bürgerstiftung kann selbstverständlich auch mit einer Spende unterstützt werden. Hier ist jeder Betrag willkommen.

Weitere Informationen erhalten Sie bei:
Ralf Priester
Telefon: (0 70 31) 6 69-22 41
E-Mail: priester@boeblingen.de oder unter
www.buergerstiftung.boeblingen.de

Bankverbindung der Bürgerstiftung:
Kreissparkasse Böblingen
BLZ 603 501 30
Konto 501 004

Sindelfinger Zeitung

Von unserem Redaktionsmitglied Daniel Krauter

Sie jonglieren, balancieren und zeigen akrobatische Kunststücke. Die Turnhalle der Böblinger Ludwig-Uhland-Schule wird zur Zirkusmanege. Den Kindern ist der Spaß ins Gesicht geschrieben. Als Belohnung für den Auftritt gibt es Applaus von den Mitschülern. Ob Clown, Zauberer oder Akrobat – in der Welt des Zirkus findet jedes Kind die Rolle, die ihm auf den Leib geschrieben ist.

Seit Anfang des Schuljahres heißt es jeweils dienstags für eine Dreiviertelstunde „Manege frei“ in der Turnhalle. „Ich konnte davor noch nicht Einrad fahren. Dass habe ich in erst in der Zirkus-AG gelernt“, freut sich die neunjährige Aileen. Auch Nia und Rosa sind begeistert. „Es macht jedes Mal sehr viel Spaß und wir haben schon einige Kunststücke gelernt. Wenn die Zirkus-AG nächstes Jahr wieder stattfindet, sind wir auf jeden Fall dabei“, sagt die achtjährige Nia.
Neben den Grundschülern der Ludwig- Uhland-Schule sind auch fünf Kinder der Außenklasse der Käthe-Kollwitz-Schule Böblingen – einer Förderschule – an der Zirkus-AG beteiligt. „Es ist schön zu sehen, wie ungezwungen die Kinder miteinander umgehen und gemeinsam Freude an der Bewegung haben“, sagt Michaela Wendorff, Klassenlehrerin an der Käthe-Kollwitz-Schule. Gemeinsam mit ihren Kolleginnen von der Ludwig-Uhland-Schule, Aurelia Coklica, Verena Langer und Claudia Iannetta, versuchen die Pädagoginnen den Kindern die verschiedenen Elemente der Zirkuswelt zu zeigen.

Fortschritte sind erkennbar
„Es ist wirklich toll, welche Fortschritte die Kinder seit Beginn des Schuljahres gemacht haben und welche unerkannten Fähigkeiten sie haben“, sagt Claudia Iannetta. Gerne hätten die Verantwortlichen um Rektorin Elke Gnau-Hermann mehr Schülern die Möglichkeit gegeben, bei der AG mitzumachen. „Wir wurden förmlich von den Schulkindern überrannt, die dabei sein wollten. 30 Kindern mussten wir leider absagen. Diesen haben wir aber versprochen, dass sie im kommenden Schuljahr an der Zirkus-AG teilnehmen dürfen“, sagt die Rektorin.

Ohne die Unterstützung durch Sponsoren ist es für eine Schule nicht möglich, eine solche AG durchzuführen. So wurden etwa Sitztrapeze, eine Musikanlage, Einräder, Diabolos und vieles mehr beschafft, um den Kindern die Möglichkeit zu bieten, ihre Vorstellung vom Zirkus aktiv zu leben und Teil dieser bunten Welt zu werden.

Dankbar für die Unterstützung
Michael Strauß, erster Vorsitzender des Fördervereins der Ludwig-Uhland-Schule, ist für die Unterstützung dankbar. „Wir rannten mit der Idee, eine Zirkus-AG ins Leben zu rufen, bei den Verantwortlichen der Firmen offene Türen ein. Die Kinder und wir sind dankbar dafür, dass sie uns unterstützen.“ Stellvertretend für die Sponsoren, die das Projekt mit 9.500 Euro finanzieren, nahm der Geschäftsführer der Bürgerstiftung Böblingen, Ralf Priester, den Dank entgegen: „Wenn man sieht, mit welchem Spaß die Kinder bei der Sache sind, dann ist das Geld hier an der richtigen Adresse.“
Nach dem erfolgreichen Projektstart können sich die jetzigen Erstklässler bereits auf das kommende Schuljahr freuen. Dann werden sie in der Zirkus-AG jonglieren, balancieren und ihre akrobatischen Kunststücke zeigen.

Amtsblatt Böblingen

Liebe Bürgerinnen,
Liebe Bürger,

seit ihrer Gründung am 9. Dezember 2005 ist das Stiftungskapital der Bürgerstiftung Böblingen auf stolze 777.945 Euro gewachsen. Wir sind auf gutem Weg, das erklärte Ziel von 1 Million Euro Stiftungseinlage zu erreichen. Die Stadt wird auch weiterhin ihren Teil dazu beitragen. Bei jeder Zustiftung satteln wir noch bis 2014 die Hälfte des Betrags obenauf, bis dieses Ziel erreicht ist.

Die Erträge aus dem Stiftungskapital bilden die Grundlage für die Projektförderung. Schon 24 Projekte konnten mit insgesamt 113.000 Euro unterstützt werden. Kürzlich hat der Stiftungsrat für das Jahr 2011 ein Fördervolumen von 16.900 Euro beschlossen. Die Förderung von Projekten für und mit Kindern und Jugendlichen steht dabei im Vordergrund.

Von der Förderschule bis zum Gymnasium kommen die geförderten Projekte des Jahres 2011 in allen Schulformen zum Tragen. Von der musischen Förderung geistig behinderter Kinder, der Stärkung sozialer Kompetenzen, dem Umgang mit Tieren bis zur Kinderuniversität reicht die Spannbreite. Es gibt aber auch immer wieder Anlass für die Bürgerstiftung einzelnen Bürgerinnen und Bürgern in Not zu helfen. Die Gründe hierfür sind so vielfältig wie das Leben selbst. Wir sind glücklich, dass uns die Bürgerstiftung in die Lage versetzt, auch da helfen zu können, wo das soziale Netz Lücken zeigt.

Diese Menschen stehen hinter der Bürgerstiftung
Wer stiftet oder spendet, will und hat das Recht darauf, dass sein Geld in gute Hände kommt, bestmöglich verwaltet wird und Früchte trägt. Als Oberbürgermeister der Stadt Böblingen bin ich laut Satzung Stiftungsratsvorsitzender. Zu meinem Stellvertreter für die nächsten fünf Jahre wurde am 8. November einstimmig Carsten Claus, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Böblingen, gewählt. Auch die Stiftungsratsmitglieder wurden neu gewählt. Dr. Helmut Baur, Werner Frech, Ernst Isensee, Hans Kögel, Richard Kriegbaum und Adolf Ohlhausen wurden wieder gewählt. Neu sind Günter Steude und Alexander Vogelgsang. Aufgabe des Stiftungsrates ist es insbesondere die Einhaltung des Stifterwillens zu überwachen, den Wirtschaftsplan zu genehmigen, die Grundsätze der Vergabe von Geldmitteln festzulegen, Projektförderungen zu beschließen und über die Annahme und Gewinnung von Zustiftungen und Spenden zu entscheiden.

Dr. Klaus-Georg Hengstberger, Eberhard Knoblauch und Herbert Kircher bilden seit Stiftungsgründung den Vorstand. Sie führen die Geschäfte und werden dabei von Ralf Priester als Geschäftsführer unterstützt. An diesen dürfen Sie sich gerne bei Fragen zur Bürgerstiftung wenden. Seine Telefonnummer lautet 07031/669-2241 oder per E-Mail an buergerstiftung@boeblingen.de. Für ihr großes ehrenamtliches Engagement, das auch das Gütesiegel des Bundesverbands deutscher Stiftungen trägt, danke ich herzlich.

Die Bürgerstiftung hat Vertrauen verdient
Sie können als Bürgerin und Bürger unserer Stadt die Bürgerstiftung unterstützen. Zum einen durch eine Spende in beliebiger Höhe. Zum anderen laden wir Sie ein, Zustifter zu werden. Jede Zustiftung erfordert mindestens 2.000 Euro. Die Stadt Böblingen legt 1.000 Euro dazu. Bei höheren Summen entsprechend mehr. Die Bürgerstiftung kann stolz auf die geleistete Arbeit sein. Mein Dank gilt allen Stiftern, Zustiftern und Spendern sowie allen, die ihr Kraft und Engagement schenken.

Ihr Wolfgang Lützner

Amtsblatt Böblingen

Liebe Mitbürgerinnen,
Liebe Mitbürger,

im Dezember des Jahres 2005 wurde die Bürgerstiftung Böblingen gegründet. Seitdem haben 41 Stifterinnen und Stifter, 28 Einzelpersonen und 12 Firmen zusammen mit der Stadt über 700.000 Euro zusammengetragen. Gut und sicher angelegt ist dieser Kapitalstock, so dass seine Erträge auf Dauer gemeinnützigen und mildtätigen Zwecken zugute kommen können. Stifter, Spender und Zuwendungsempfänger sind gleichermaßen daran interessiert, dass dieses Geld wohltätige Wirkung entfaltet. Für 2009 hat der Stiftungsrat beschlossen, 20.000 Euro auszuschütten.

Unterschiedlichste Projekte und Maßnahmen finden ein offenes Ohr und Unterstützung bei der Bürgerstiftung. So die „Kinderuniversität“, die als Ferienbildungsangebot unserer Volkshochschule in diesem Jahr schon zum dritten Male angeboten wird.

Ab und an zeigt unser soziales Netz Lücken. Es gibt unverschuldete Härtefälle, bei denen wir, mit von der Bürgerstiftung bereitgestellten Mitteln, einigen alten Menschen und Familien helfen konnten.
Ein Theaterprojekt der Albert-Schweitzer-Realschule sowie Elternkurse an Kindertagesstätten wurden gefördert. Auch das Gewaltpräventionsprojekt „Die Klasse und ich – ohne Gewalt“ wurde vom Stiftungsrat bedacht.

Bei unserem „Schülerpatenprojekt“ begleiten ehrenamtliche Paten Hauptschülerinnen und Hauptschüler beim übergang von der Schule in den Beruf. Erstmalig stehen in diesem Jahr auch Stiftungsgelder zur Finanzierung von „Schülerstipendien für Böblinger Abiturienten“ zur Verfügung. Denn ein erfolgreiches Studium bedarf neben Intelligenz, Talent und Fleiß einer finanziellen Grundausstattung für den Lebensunterhalt und Lernmittel. Jeder Euro kommt gerade zu Beginn des Studiums recht, um etwas entspannter in die neue Lebensphase zu starten.

Ein Förderschwerpunkt in 2009 ist die Jugendfarm im Röhrer Weg. In den vergangenen Jahren hat sie sich beachtlich entwickelt. Die Ehrenamtlichen zeigen im „Generationenmix“ engagierte Kinder- und Jugendarbeit, über die sich der Vorstand der Stiftung vor Ort ein eigenes Bild gemacht hat. Die Jugendfarm ist zum Abenteuerhof mit Tierhaltung geworden. Dort stehen Hasen, Ziegen, Gänse, Esel und Pferde im Mittelpunkt – natürlich neben unseren Stadtkindern. Diese lernen dort viel über Tierhaltung- und pflege, den angemessenen Umgang mit Tieren und Verantwortung für sie zu übernehmen. Sie bewegen sich an der frischen Luft, erkunden und erforschen Natur und Umwelt. Zusätzlich gibt es auch noch ein Angebot an Hausaufgabenhilfe.
Die Bürgerstiftung hat beschlossen, den Jugendfarm Böblingen e.V. für 2009 einmalig mit 8.000 Euro zu fördern. Auch als Anerkennung der guten Arbeit der Vereinsvorsitzenden Iris Wersich und ihrer Mitstreiterinnen und Mitstreiter.
Die Förderung all solcher Maßnahmen ist nur möglich, weil die Bürgerstiftung zwischenzeitlich schon über ein stattliches Stiftungsvermögen verfügt. Allen die dazu beigetragen haben sei nochmals gedankt. Aber noch sind wir nicht am Ziel. Wir streben einen Kapitalstock an, dessen Erträge jährlich Ausschüttungen in Höhe von mindestens 50.000 Euro erlauben. Wenn das Stiftungskapital die 1 Million Euro Grenze erreicht hat, sind wir soweit. Bis dahin stockt die Stadt weiterhin jede Einlage mit 50% auf.
Bringen auch Sie sich mit einer Zustiftung, Spende oder Ihrem Engagement bei der Bürgerstiftung Böblingen ein. Sie helfen unmittelbar dort, wo Hilfe dringend und unbürokratisch gebraucht wird.

Ihr Andreas Brand
Erster Bürgermeister